Beister, Norderney/Helli - AGFS

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Beister, Norderney/Helli

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 Yawl Helli
Länge 13,60 m ü.A.
Breite 3,85 m
Tiefgang: 1,85
BRT: 13.000
Segelfläche: ca. 100 qm am Wind.
Material: Stahl
Konstrukteur: Beister, Norderney
Konstruktionsjahr: 1972

Historie:
Auf der Überführungsfahrt vom Baldeneysee nach Holland mit der Ben-Akiba 3 entdeckte Horst Guntermann 1977 in der Abenddämmerung einen fast fertigen Kasko an Land stehend.
1978 erinnerte er sich wieder an den Kasko und ging somit auf Suche; und fand den Kasko am Wesel-Datteln-Kanal.
Nach kurzen Verhandlungen sollte der fertige Kasko Ende 1978 in Essen angeliefert werde. Klappte aber nicht so wie gedacht, sondern er kam erst am 28.April 1979
Der Bauplatz zum Ausbau war die Schnapsfabrik Brüggemann auf der Bocholder Str. in Essen Borbeck.
Je näher der Tag des Ausbaubeginns kam, umso mutiger wurde Horst Guntermann, der kein gelernter Handwerker war, sondern Kaufmann. Trotzdem hat er sich vorgenommen, binnen eines Jahres den kompletten Ausbau, angefangen beim Anstrich einschließlich Spachteln des Rumpfes, alle Inneneinbauten, Isolierung, Elektrik, Elektronik, Motor- und Wellenanlage, Takelage, einschließlich Teakdeck etc. fertig zu stellen.
Seinen Job etwas vernachlässigend hat Horst Guntermann mehr als jede freie Minute am Schiff gearbeitet, sich nur wenige Stunden in der Nacht Ruhe gegönnt. So konnte der Termin für die Taufe etwas über ein Jahr nach Baubeginn, am 11. Juli 1980 festgelegt werden. In der Zwischenzeit hat auch die örtliche Presse einige Male berichtet und über den Fortgang der Arbeiten geschrieben.
Das Schiff wurde auf den Namen Helli (Rufname seiner Mutter Helga) getauft.
Der Transport vom Bauplatz zum Stadthafen am 12.07.1980 wurde mit Sondergenehmigung und Polizeischutz durchgeführt.
Von 1980 bis 1998 hat die Familie Guntermann mit dieser Yawl Törns in folgende Länder gemacht:
Norwegen, Schweden, Dänemark, Estland, Finnland, Polen, Holland, Belgien und England.
Insgesamt ca. 30.000 sm
1986 und 1989 war Helli das „Flaggschiff“ bei den AGFS – Gemeinschaftsreisen hinter den eisernen Vorhang nach Polen und Estland.
1998 wurde Helli an einen neuen Eigner verkauft und bekam ihren neuen Liegeplatz in der Ostsee.

 
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