Neptun 20/Jan Himp - AGFS

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Neptun 20/Jan Himp

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Bei der hier vorgestellten NEPTUN 20, JAN HIMP, handelt es sich um einen Taschenkreuzer mit Kielschwert, der seit 1973 mit vielen Detailveränderungen bis 1981 ca. 1200 mal gebaut wurde.
Das Boot trägt die Baunummer 848, ist 6 m lang und 2,35 m breit. Die Segelfläche beträgt 24 m2, dagegen stehen ca. 250 kg Ballast. Das Gesamtgewicht liegt, je nach Beladung bei 1000-1200 kg.
Der Antrieb erfolgt mit einem Yamaha 2 Zyl. 6/8PS, 2 –Takter, der im Schacht eingebaut ist und wegen des Gewichtes und des Platzbedarfes nicht durch einen 4-Takter ersetzt werden kann. Auf dem Heimatgewässer läuft er mit einem Gemisch von 1:150 und mäßigen Drehzahlen.
Der Propeller hat eine Überdeckung von 60 %, wodurch sein Wirkungsgrad auch bei Rückwärtsfahrt beachtlich ist. Er steht 20 cm vor dem Ruder, die Manövriereigenschaften sind trotz des gemäßigten Langkieles hervorragend. Er bremst aber auch beim Segeln!
Auffällig ist, dass der Rumpf trotz der extrem vielen Anlegevorgänge vor allen vorhandenen Biergärten in 20 Jahren noch nicht lackiert werden musste. Seit mühseliges Polieren vor 5 Jahren aufgegeben wurde, erfolgte nur noch Beschichtung mit Liquid Glass.
Osmose kennen die kleinen Neptuns nicht. Die Werft arbeitete von Anfang an mit hochwertigen Harzen, die andere Werften viele Jahre später einführten. Da auch die Mehrpreisliste durch die üppige Grundausstattung vergleichsweise sehr kurz war, war die Neptun-Werft mit bei den ersten Werftenpleiten.
Der Innenausbau zeigt den Charme der 70er Jahre, ist dennoch so gut erhalten, dass kein Bedarf für Änderungen besteht. Es ist wirklich alles original.
Die IOR-Linien, klassifizieren das Boot natürlich für die Wanderdünenklasse, bieten aber reichlich Platz für die Gestaltung des Innenraumes. Allein im separierten Vorschiff können 1 Erwachsener oder 2 Kinder schlafen. Unter dem Tisch gibt es keinen Schwertkasten.
Hinter den Kulissen wurde allerdings stark modernisiert. Bis 1995 fuhr sogar ein C-Netz-Telefon mit. Nach der Umstellung auf das D-Netz wurde gleich ein Akku eingespart. An den Platz kam dann eine Kompressor-Kühlbox mit 25 l Volumen. Ein Wandler 12/230 V ist ebenso vorhanden wie Internet via W-LAN und GPRS.
Nach einem Artikel in der Yacht um 1990 über die Gefährlichkeit von Halogenlampen, wurde umgehend die gesamte Positionsbeleuchtung und die Innenbeleuchtung auf 10 W Halogen umgestellt, wobei die Laternen eine zusätzliche Verspiegelung erhielten.
Obwohl sich die Helligkeit nicht veränderte, haben die Lampen jetzt nur eine Konformitätserklärung vom Hl. St. Martin.
Insgesamt ein treues Schiff mit niedrigen Unterhaltungskosten, und minimaler Kapitalbindung, welches auf dem Baldeneysee bei höchster Eleodea-Belastung keine Probleme hat.
Wer mit dem Boot in Urlaub fährt, weiß das große Hubdach zu schätzen. Es gibt sogar ein Foto, welches in Naarden 8 Personen beim Abendessen zeigt.
Beim Chartern kritisiert der Eigner gelegentlich größere Schiffe, denen offensichtlich einige Eigenschaften fehlen, die seine Neptun mitbringt.
Die wiedererstandene Neptun-Werft macht heute Modernisierungen und Heckverlängerungen, für die Eigner häufig den 2,5-fachen Zeitwert des Bootes bezahlen.

 
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