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Weltumseglerin Katti Theisen ist-zurueck

WAZ vom 30.12.2007
"Meilenfresser" trotzen dem Wetter
Essen, 30.12.2007, Von Felicitas Kapteina

Tod des Weltumseglers Werner Theisen trübt die Stimmung bei der jährlichen Preisverleihung

Bei der Arbeitsgemeinschaft Essener Fahrten- und Seesegler ist halbmast geflaggt. Am Abend ihres traditionellen Grünkohl-Essens traf die Nachricht vom tragischen Tod des Weltumseglers Werner Theisen in Thailand ein. Die Preisverleihung für die "Meilenfresser" fand also mit sehr gedämpfter Freude statt.

Skipper Georg Pellenz, der auch bereits den Atlantik überquerte, und Frau Barbara legten mit ihrer Yacht "Wuschel" 732,5 Seemeilen zurück und meisterten dabei jede Menge Pech: drei Gewitter an einem Tag, dichter Nebel, undichte Ruderanlage mit Wasser im Schiff. Zum bösen Schluss gab auch noch die Lichtmaschine ihren Geist auf, zwei "gekochte" Batterien mussten ausgebaut werden.

Zweiter wurde Frank Grone auf der "Spirit of Diana" mit 801 Seemeilen, Dritte waren Horst und Marianne Dedert mit "Lady Mary" (667 sm). Der Familienpreis ging an Ralf Mertes, der mit seinen kleinen Söhnen Felix und Maximilian erstmals auf der "Spirit of Joy" unterwegs war. Auch die Langzeitsegler hatten ihre Sieger: Jürgen und Angelika Seppmann lieferten mit 1163,4 Seemeilen an 103 Reisetagen eine logistische Meisterleistung ab, vor allem beim Passieren von 30 handbetriebenen Brücken und Schleusen. Die "Clarissa" war Jubiläumsschiff, denn Edelgard Leimkühler wurde 70. Ehemann Wilhelm, 78, will "noch zwei Jahre weitersegeln". Der Kompasspreis ging an Manfred Ketels, der mit der "Stups" 117 Tage bis Finnland und zurück segelte.

Insgesamt legten 31 Crews weltweit 17 260 Seemeilen zurück. Die "AGFS-Trophy" erhielt Rolf Blaich, der mit Ulrich Fischer die "Tiki Dolphin" über 1136 Seemeilen nach Florida und von dort zum Mississippi segelte. Die Wetterverhältnisse waren so widrig, dass Ruderanlage, Motor, Getriebe, Batterien sowie die Bord-Toilette in die Werft mussten.



WAZ, 16.12.2007
Weltumsegler Theiser starb nach Unfall in Thailand
Essen, 16.12.2007, Von Felicitas Kapteina

Sorgen um die Witwe Katti in Asien

Weltumsegler Werner Theisen (70) von der Arbeitsgemeinschaft Essener Fahrten- und Seesegler (AGFS) ist in Thailand tödlich verunglückt. Mit einem Mietauto hatte er die Flugtickets für den Heimflug abgeholt, während seine Frau Katti das Schiff klarmachte; es sollte während ihrs Heimfluges in Phuket bleiben. Kurz bevor er den Hafen erreichte, rammte ihn ein anderes Fahrzeug, Werner Theisen hatte keine Chance, er starb noch am Unfallort. In einem nahegelegenen Kloster wurde für ihn ein Trauergottesdienst gehalten. Dann wurde er im Indischen Ozean seebestattet.

1998 zu Pfingsten waren das Ehepaar von Holland aus in See gegangen, erfüllte sich im Pensionsalter einen Lebenstraum, die Weltumseglung. Die gesegelten Seemeilen gingen immer in die Tausende. Ständig hielten sie über e-mail und Kurzwelle Kontakt zu den AGFS-Freunden Thomas Mai in Bredeney und Helmut Müller in Heisingen.

"Von Thailand aus wollten sie die letzte Etappe ihrer Weltumseglung beginnen", erklärte Thomas Mai der WAZ. Dazu hätten sie über Funk beraten: Sie sollten besser raus auf den Atlantik, an der brasilianischen Küste nach Norden in die Karibik und von dort über die Azoren nach Europa. Nun machen sich die Segler der AGFS Sorgen um Katti Theisen. Und wie kommt das Schiff "Freiheit" wieder nach Europa? Heimathafen ist Essen.

 WAZ Lokalausgabe Essen 5.01.2005
Meilenfresser setzen Flagge in allen Hafen

209 680 Seemeilen in zehn Jahren
Von Felicitas Kapteina

Seemannsgarn beim Grünkohlessen: Wenn alle 185 Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Essener Fahrten- und Seesegler am Ende der Saison die Luken dicht gemacht haben, treffen sie sich im Clubhaus des Etuf und berichten über die Erlebnisse beim ,,Meilenfresser-Wettbewerb".
In den letzten 2ehn Jahren hat die AGFS insgesamt 209680 Seemeilen ersegelt, das heißt 9,7 mal die Erde umrundet. Errechnet haben das Hanns Trenck, der vor 20 Jahren die Auswertung übernahm, und Barbara Pellenz, die sich jetzt als seine Nachfolgerin ans Werk machte. Die AGFS besteht seit 32 Jahren, ihre Segelschiffe setzen die Essener Flagge in allen Hafen der Welt.

Eine der interessantesten Reisen in diesem Jahr aber war die von Skipper Heiner Meinecke, der per Schiff von Essen nach Berlin und zurück fuhr -1274 Seemeilen durch 90 Schleusen. Die Yacht ,,Bolero" überstand das ohne leisesten Kratzer.

So viel Licht wie in einer Kleinstadt
Von all den vielen Abenteuer-Fahrten sind folgende besonders herausragend: Sechs Seglerkinder (sechs bis 15 Jahre) schafften es, dass ihre drei Elternpaare den diesjährigen Familienpreis bekamen. Ihr Bericht ,,Dies war der beste Urlaub des Jahres überhaupt" riss die Zuhörer zu Begeisterung hin. Mit den Segelbooten ,,Padua", ,,Windscape" und ,,Lanita" auf der Nordsee unterwegs zur Elbmündung, wurden sie bei Nacht von der ,,Queen Mary II" überholt, die das gleiche Ziel hatte.
,,So ein Schiff macht etwa so viel Licht wie eine Kleinstadt", meint Thomas Mai, der mit Ehefrau Anita jeden Sommer auf See ist. Klein-Lisa fragte mit Blick auf den Lichterberg:,,Papa, ist das Helgoland?"An der dänischen Südküste
sahen die Kinder einen Schweinswal, fingen kleine Krebse und ,,Dirk hat vergebens versucht, die „doofen Dorsche zu angeln".
Im Hafen von Sonderburg ,,sahen wir eine richtige Königin". Es war zwar ,,nur" die Kronprinzessin Mary mit Kronprinz Frederik, die auf der dänischen Staatsyacht 20 Meter entfernt ebenfalls den Hafen anliefen - doch sie sahen auch noch den deutschen Bundespräsidenten, der dort zu Besuch weilte. Marie-Christine (12) hatte dafür nur die eine Beurteilung: ,,Märchen-haft!"

Yacht ,,Clarissa" überstand Hurrikan
Was heißt übrigens ,,NOK"? Nein, nicht ,,Nationales olympisches Komitee"! Die Kinder wissen es.

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WAZ vom 25.11.2002
Essener Segler umrundeten den Erdball
Rekordergebnis der MeilenfresserVon Felicitas Kapteina

Kein Seemannsgarn: Im 30. Jahr ihres Bestehens hat die Arbeitsgemeinschatt Essener Fahrten - und Seesegler (AGFS) ein Rekordergebnis in ihr Logbuch eingetragen - in ihrem Meilenfresserwettbewerb wurden 23310 Seemeilen (sm) gesegelt, etwa 108 Prozent des Erdumfangs. "Von unseren 190 Mitgliedern haben sich in dieser Saison 26 an diesem Wettbewerb beteiligt, insgesamt haben wir 30 Prozent mehr Erfolg als im vorigen Jahr", stellte Thomas Mai, Sprecher der AGFS, beim traditionellen Grünkohlessen im Clubhaus des Etuf fest. 110 ,,Seebären" waren zu dem traditionellen Novembertreffen gekommen.
Im vergangenen Jahr hatten 19 Segler insgesamt 18 526 sm im Kielwasser gelassen. Der Erdumfang beträgt am Äquator 40076,6 Kilometer, eine Seemeile = 1,853 Kilometer.
Bei der Vergabe der Preise wird berücksichtigt, ob ,,ein kleines Schiff mit kleiner Crew, zahlreicher Hafenanfahrt und relativ wenigen Seemeilen, vielleicht punktemäßig genau so gut abschneiden kann wie ein großes Schiff mit großer Crew und vielen Seemeilen", erklärte Thomas Mai im WAZ-Gespräch.
,,Meilenfresser" Nr.1 wurde Jürgen Rossberg, Chef vom Gesamt-Etuf, der mit seiner Frau als ,,Crew" 1 259 sm durch Nord- und Ostsee in 47 Tagen bewältigte. Der 2. Preis wurde zweimal vergeben: Frank Grone und Uta Becker segelten in 27 Tagen 840 sm, Berthold und Christel Wiesing in 21 Tagen 822,6sm. Auch der3. Preis wurde geteilt: Fritz Blanke und Crew = 1154 sm, Jens Meyer, zum Teil. ,,einhand" = 1253 sm in 49 Tagen. Den Familienpreis nahm die zehnjährige Marie Christine Hackert entgegen, die bei Eltern und Schwester ,,auf dem Boot am meisten gearbeitet hat".
Den begehrten ,,KompassPreis" erhielten Monika Rintelen und Arno Pilger, die auf einer langen Reise ,,rund um Westeuropa segelten, 2 600 sm". Einen Sonderpreis erhielten Kurt und Roswitha Schulze für ihre ,,seit Jahrzehnten beständigen Törns mit ihrer relativ kleinen ,Windrose' über viele Meere".
Den lustigsten Applausbekamen Dr. Horst Schumacher mit Frau Eli: Statt rund um Spanien zu segeln, nahmen sie zur Abkürzung den Wasserweg über die Pyrenäen, mussten durch 143 Schleusen, davon einmal 20 am Tag, und hantierten während dieser 320 sm ,,mehr mit Hacke und Spaten" als mit Segelschoten.Die Segler der AGFS besuchten 2002 folgende Länder: Dänemark, England, Frankreich, Schottland, Kanalinseln, Holland, Polen, Schweden, Afrika, Balearen und mehrere Inseln der Karibik und der Südsee.





WAZ 2001?

Mit frommen Kannibalen im Sonntagsgottesdienst
Katti und Werner Theisen umsegeln die WeltVon Felicitas Kapteina

,,Vom schoensten Ende der Welt" tunkten jetzt Katti und Werner Theisen, die mit ihrer Yacht
,,Freiheit" auf Weltumseglung sind, ,,an die lieben WAZ-Leser herzliche
Glueckwuensche für 2001".

Die Yacht liegt derzeit bei 35 Grad 18,8 Minuten Sued und 174 Grad 7 Minuten oestlicher Länge bei Neuseeland. Die Theisens, Mitglieder der AG Essener Fahrten- und Seesegler (AGFS), sind Pfingsten 1998 von Holland aus auf See gegangen. Nach stuermischer Fahrt durch die Biskaya bliesen sie auf Hoehe Portugals zu Ehren ,,Heinrich des Seefahrers" das Nebelhorn, bevor sie den europaeischen Kontinent verließen.
Von Teneriffa aus wagten sie die Atlantikueberquerung, unter dem ,,Kreuz des Suedens", im Passatwind, bei Vier-Meter-Wellen. 15 Tage brauchten sie zu den ,,Traumrevieren" von Venezuela. Die Antillen haben sie von Insel zu Insel angesteuert, ,,viel Geschichte vergangener Jahrhunderte nachgelernt". Sie erkundeten Grenada, auf den Spuren von Kolumbus. Auf Trinidad ,,kaempften" sie mit dem Zoll: Papierkram um neue Ersatzteile, die von Deutschland kamen.
Als sie im Dezember 1999 den Panama-Kanal durchführen, hatten sie schon 21 Staaten besucht und in zwoelf Waehrungen bezahlt. Bei Landgaengen unternahmen sie weite ,,Buschausfliege mit Abenteuercharakter". Maerz 2000 erlaubten sie sich Urlaub auf Galapagos, denn Ruhetanken war noetig: 3000 Seemeilen lagen noch vor ihnen. Funkspruch zu den Segelfreunden in Essen: ,,Die Insel Tahu Ata ist der Traum der Suedsee. Die frueheren Kannibalen sind jetzt katholisch und fromrn' wir besuchen mit ihnen den Sonntagsgottesdienst".
Doch sie müssen weiter, zum Tuamotu-Atoll. Unterwegs angeln sie einen Thunfisch, 1,20 Meter lang, 16 Kilo schwer. Auf Raroia werden sie von Polynesiern zum Dorffest
eingeladen. Von der Stadt Papeete auf Tahiti aber meinen sie: ,,Das teuerste Einkaufsrevier der Welt".
Vor acht Wochen nun: Anker auf, 1065 sm von Tonga nach Neuseeland. Sie muessen sich beeilen, denn ,,hier beginnt jetzt die Hurrikan-Zeit". Rasmus blies von vorn, sie mussten gegenkreuzen, kamen sich 15 Tage und Naechte vor wie ,,Fliegende Hollaender" und fanden schließlich die Bay of Islands/Neuseeland bei Regen, Sturm und stockdunk1er Nacht.
Als die Coastguard sie hereinlotste, fragten sie: ,,Wo koennen wir ein Auto mieten, vom Wasser haben wir einstweilen genug." Jetzt haben sie ein Laptop an Bord, das an den Kurzwellensender angeschlossen ist; über Amerika nach Essen, durch AGFSSprecher Thomas Mai übermittelt, kam ihre Botschaft zur WAZ: ,,Nach insgesamt 18417 sm (ca. 33 000 km) haben wir das am suedlichsten gelegene Ziel der Weltumseglung erreicht. Mit Kiwi-Sekt stoßen wir an und wuenschen Ihnen allen einen guten Uebergang ins neue Jahr".

WAZ vom 25.11.2002
Essener Segler umrundeten den Erdball
Rekordergebnis der MeilenfresserVon Felicitas Kapteina

Kein Seemannsgarn: Im 30. Jahr ihres Bestehens hat die Arbeitsgemeinschatt Essener Fahrten - und Seesegler (AGFS) ein Rekordergebnis in ihr Logbuch eingetragen - in ihrem Meilenfresserwettbewerb wurden 23310 Seemeilen (sm) gesegelt, etwa 108 Prozent des Erdumfangs. "Von unseren 190 Mitgliedern haben sich in dieser Saison 26 an diesem Wettbewerb beteiligt, insgesamt haben wir 30 Prozent mehr Erfolg als im vorigen Jahr", stellte Thomas Mai, Sprecher der AGFS, beim traditionellen Grünkohlessen im Clubhaus des Etuf fest. 110 ,,Seebären" waren zu dem traditionellen Novembertreffen gekommen.
Im vergangenen Jahr hatten 19 Segler insgesamt 18 526 sm im Kielwasser gelassen. Der Erdumfang beträgt am Äquator 40076,6 Kilometer, eine Seemeile = 1,853 Kilometer.
Bei der Vergabe der Preise wird berücksichtigt, ob ,,ein kleines Schiff mit kleiner Crew, zahlreicher Hafenanfahrt und relativ wenigen Seemeilen, vielleicht punktemäßig genau so gut abschneiden kann wie ein großes Schiff mit großer Crew und vielen Seemeilen", erklärte Thomas Mai im WAZ-Gespräch.
,,Meilenfresser" Nr.1 wurde Jürgen Rossberg, Chef vom Gesamt-Etuf, der mit seiner Frau als ,,Crew" 1 259 sm durch Nord- und Ostsee in 47 Tagen bewältigte. Der 2. Preis wurde zweimal vergeben: Frank Grone und Uta Becker segelten in 27 Tagen 840 sm, Berthold und Christel Wiesing in 21 Tagen 822,6sm. Auch der3. Preis wurde geteilt: Fritz Blanke und Crew = 1154 sm, Jens Meyer, zum Teil. ,,einhand" = 1253 sm in 49 Tagen. Den Familienpreis nahm die zehnjährige Marie Christine Hackert entgegen, die bei Eltern und Schwester ,,auf dem Boot am meisten gearbeitet hat".
Den begehrten ,,KompassPreis" erhielten Monika Rintelen und Arno Pilger, die auf einer langen Reise ,,rund um Westeuropa segelten, 2 600 sm". Einen Sonderpreis erhielten Kurt und Roswitha Schulze für ihre ,,seit Jahrzehnten beständigen Törns mit ihrer relativ kleinen ,Windrose' über viele Meere".
Den lustigsten Applausbekamen Dr. Horst Schumacher mit Frau Eli: Statt rund um Spanien zu segeln, nahmen sie zur Abkürzung den Wasserweg über die Pyrenäen, mussten durch 143 Schleusen, davon einmal 20 am Tag, und hantierten während dieser 320 sm ,,mehr mit Hacke und Spaten" als mit Segelschoten.Die Segler der AGFS besuchten 2002 folgende Länder: Dänemark, England, Frankreich, Schottland, Kanalinseln, Holland, Polen, Schweden, Afrika, Balearen und mehrere Inseln der Karibik und der Südsee.





WAZ 2001?

Mit frommen Kannibalen im Sonntagsgottesdienst
Katti und Werner Theisen umsegeln die WeltVon Felicitas Kapteina

,,Vom schoensten Ende der Welt" tunkten jetzt Katti und Werner Theisen, die mit ihrer Yacht
,,Freiheit" auf Weltumseglung sind, ,,an die lieben WAZ-Leser herzliche
Glueckwuensche für 2001".

Die Yacht liegt derzeit bei 35 Grad 18,8 Minuten Sued und 174 Grad 7 Minuten oestlicher Länge bei Neuseeland. Die Theisens, Mitglieder der AG Essener Fahrten- und Seesegler (AGFS), sind Pfingsten 1998 von Holland aus auf See gegangen. Nach stuermischer Fahrt durch die Biskaya bliesen sie auf Hoehe Portugals zu Ehren ,,Heinrich des Seefahrers" das Nebelhorn, bevor sie den europaeischen Kontinent verließen.
Von Teneriffa aus wagten sie die Atlantikueberquerung, unter dem ,,Kreuz des Suedens", im Passatwind, bei Vier-Meter-Wellen. 15 Tage brauchten sie zu den ,,Traumrevieren" von Venezuela. Die Antillen haben sie von Insel zu Insel angesteuert, ,,viel Geschichte vergangener Jahrhunderte nachgelernt". Sie erkundeten Grenada, auf den Spuren von Kolumbus. Auf Trinidad ,,kaempften" sie mit dem Zoll: Papierkram um neue Ersatzteile, die von Deutschland kamen.
Als sie im Dezember 1999 den Panama-Kanal durchführen, hatten sie schon 21 Staaten besucht und in zwoelf Waehrungen bezahlt. Bei Landgaengen unternahmen sie weite ,,Buschausfliege mit Abenteuercharakter". Maerz 2000 erlaubten sie sich Urlaub auf Galapagos, denn Ruhetanken war noetig: 3000 Seemeilen lagen noch vor ihnen. Funkspruch zu den Segelfreunden in Essen: ,,Die Insel Tahu Ata ist der Traum der Suedsee. Die frueheren Kannibalen sind jetzt katholisch und fromrn' wir besuchen mit ihnen den Sonntagsgottesdienst".
Doch sie müssen weiter, zum Tuamotu-Atoll. Unterwegs angeln sie einen Thunfisch, 1,20 Meter lang, 16 Kilo schwer. Auf Raroia werden sie von Polynesiern zum Dorffest
eingeladen. Von der Stadt Papeete auf Tahiti aber meinen sie: ,,Das teuerste Einkaufsrevier der Welt".
Vor acht Wochen nun: Anker auf, 1065 sm von Tonga nach Neuseeland. Sie muessen sich beeilen, denn ,,hier beginnt jetzt die Hurrikan-Zeit". Rasmus blies von vorn, sie mussten gegenkreuzen, kamen sich 15 Tage und Naechte vor wie ,,Fliegende Hollaender" und fanden schließlich die Bay of Islands/Neuseeland bei Regen, Sturm und stockdunk1er Nacht.
Als die Coastguard sie hereinlotste, fragten sie: ,,Wo koennen wir ein Auto mieten, vom Wasser haben wir einstweilen genug." Jetzt haben sie ein Laptop an Bord, das an den Kurzwellensender angeschlossen ist; über Amerika nach Essen, durch AGFSSprecher Thomas Mai übermittelt, kam ihre Botschaft zur WAZ: ,,Nach insgesamt 18417 sm (ca. 33 000 km) haben wir das am suedlichsten gelegene Ziel der Weltumseglung erreicht. Mit Kiwi-Sekt stoßen wir an und wuenschen Ihnen allen einen guten Uebergang ins neue Jahr".

 
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