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Törns

Cruising
    
FAHRTENWETTBEWERB 2016

Zu diesem Jahr kann man getrost sagen …….  Jaaaaaaaaaaaaaa  ….. das Wetter war anwesend. Es gab zumindest meiner Erinnerung nach keinen Tag an dem kein Wetter war. Allerdings gab es wieder die berühmten Verhältnisse an denen man eindeutig ersehen konnte das Wetter kann nicht Lesen und auch nicht Hören. Oder wenn es denn doch hört dann definitiv keinen Wetterbericht, aber das kenn wir ja schon aus den vergangenen Jahren. Aber wie lautet der Satz so schön, jeder bekommt das Wetter was er bestellt hat nur nicht zwingend an dem Ort wo er sich gerade aufhält.

Fast alle Berichte bleiben in unseren „Heimatrevieren“ also Nord- und Ostsee, englischer Kanal und selbstverständlich auch das Ijsselmeer und die friesischen Inseln. Die berühmten Ausreißer gibt es allerdings auch, nämlich Uwe Schorn der mit seiner Tara auf dem Weg ist, sich die Welt inklusive der Umgebung anzusehen und Stefan Colsmann war unter anderem im Atlantik und Mittelmeer und Familie Roth war auf Island. Das sind die echten Ausreißer dieses Jahres. Insgesamt haben 18 Meldungen meinen Schreibtisch erreicht. Und weil sie alle so schön zu lesen sind kommen auch dieses Jahr wieder viele wörtliche Auszüge aus den eingereichten Texten vor.

Die Liste der diesjährig beteiligten Boote liest sich wie folgt:

Uwe Schorn Rival 38A       „Tara“

Stephan Colsman    SunOdyssey 36     „SAGA III“

U. + P. Roth Dufour 39cc      „Ruby Tuesday“

B. + H. Stricker Forgus 36      „Villa**blau“

U. + F. Grone     Dehler 36 SQ      „Spirit of Diana“

Familie Otto                                         HR 39                                   Blaue Maus

Familie Dedert                                     Westerly 33                           Lady Mary

Fam. Hackert / Elsner                          Fellowship 33/ Bavaria 41 Padua / Vida

Baston                                                  Jeaneau 32 i                             Rubina

R. + U. Skiebe Malö 34          „Ma Vie“

Pastors/Pfeiffer      Phantom 30          „Kuddels´s P“

Manfred Ketels      Ohlson 8:8           „Stups“

Familie Mai                                           Rival 38 C                                 Lanita

Michael Röhrig                                 H-Boot                                         Semper Fidelis

Kurt Schulze                                   Waarship 725                             Windrose


Unsre drei Oben genannten fallen bei den Revieren unter Sonstige und alle anderen habe ich zu sortiert und zwar zu
Richtung England unterwegs und darüber hinaus
in der Adria unterwegs (nach dem getrailert worden war.)
Crews waren in den Niederlanden unterwegs    …..   und ebenso
Crews haben reine Ostsee Fahrten unternommen
Crews waren sowohl auf der Nordsee als auch der Ostsee unterwegs
Crews haben einen Teil des Restes der Ozeane besegelt

Das ist eine sehr gut verteilte Mischung mit durchaus unterschiedlichen Berichten und Erfahrungen und auch damit gleich der Überblick über die besegelten, befahrenen Reviere. Da auch wieder Langfahrten dabei sind kann man feststellen, dass man dies wirklich Urlaub und Erholung nennen kann, doch noch nicht alle hier Anwesenden haben den Status Rentner mit ausreichend Zeit.


Und der erste Bericht des Abends handelt von einer Rival eine 38A nämlich von der „Tara, gesegelt von Uwe Schorn. Er hat seine schwimmende Behausung von Angra dos Reis, Ilha Grande, Rio de Janeiro, Cabo Frio, Buzios, Guapari, Abrolhos Inseln, Canamu, Jacaré, Tobago nach Trinidad gebracht. Desweiteren ist er aber auch noch mit der „Outer Rim“ einer Discovery 57 von Ushuaia, Puerto Williams, Patagonische Kanäle, Puerto Natales

Zum Wetter:
Der Kampf vom Süden Brasiliens nach Norden ist kein leichter. Nordwind und Süd setzender Strom fordern viele Kreuzschläge und Wendewinkel von 160 Grad lassen den Skipper manchmal ratlos reinschauen. Squals (Gewitterzellen) in den Doldrums vermiesen so manche Nacht.

Erlebnisse /Besonderheiten: Das eigentliche Ziel der Tara hieß Patagonien, doch aus Zeitgründen musste es gestrichen werden. Da bekam ich die Einladung auf einer neuen Discovery 57 mit Eigner Thomas, seiner Frau Natalya und 4 kleinen Kindern im Alter von 2, 7 und Zwillingen von 9 Jahre durch die Patagonischen Kanäle zu segeln. Eine ganz neue Erfahrung wartete auf mich. Auf engem Raum mit 4 Kindern hörte sich spannend an. Doch Kinder haben bei mir ziemliche Narrenfreiheit und so wurde der gut 2-monatige Törn in einem mir nicht ganz unbekannten Gebiet zu einem tollen Erlebnis. Auch 80 % Regenzeit und 4 Tage mit Schneefall konnten dem nichts anhaben. Auch die Reparaturanfälligkeit dieses hoch technischen Schiffs, was auch nicht wirklich in eine so raue Gegend passte, beeinträchtigte den Genuss der wunderbaren Natur nicht. Fjorde, Gletscher, Eisberge, Wale, Robben und Delfine, Otter und Biber, Albatrosse, Möwen und Co. schenkten uns ein einzigartiges Naturerlebnis, was es nicht ein zweites Mal auf der Erde gibt. Die Begeisterungsfähigkeit der Kinder und ihr Spieldrang bei jedem Wetter machten den Törn noch einzigartiger und kurzweiliger, auch in den langen Regenphasen. Nach 2 Monaten Einsamkeit erreichten wir Puerto Natales und es hieß Abschiednehmen und es blieb die Dankbarkeit einer neuen Erfahrung.

Ich flog zurück nach Angra, wo meine Tara schon lange auf mich wartete und nach Pflege schrie. Birgit kam dann auf ein aufgeräumtes Schiff und ich wollte ihr die Schönheit Brasiliens zeigen. Ilha Grande war das erste Ziel, wo wir stundenlang schnorchelten und viele Unterwasserschildkröten trafen. Rio war wieder ein tolles Erlebnis und Birgits Begeisterung fürs Neue ließ bereits gewohnte Dinge bei mir wieder in neuem Licht erscheinen. Wir ankerten direkt unter dem Zuckerhut, waren sofort in die dortige sehr nette Seglergemeinschaft integriert und mussten doch bald wieder Abschied nehmen. 850 Meilen gegen Strom und Wind lagen vor uns und es gab viel zu erleben und immer war die Zeit zu knapp.  Alles war ein Highlight, doch vor allem die Einsamkeit der Abrolho-Inseln mit ihren vielen Seevögeln und einer tollen Unterwasserwelt bleiben unvergessen.

In Salvador de Bahia genossen wir den Pelegrino, die Altstadt mit den typischen Capoaira-Tänzen. Und dann kam der Abschied von Birgit, die nicht mehr weg wollte. Vor mir lagen dann 570 Meilen nach Jacaré mit langen Kreuzschlägen. Beim Ausklarieren machte man mich auf Fehler in meinen Einklarierungspapieren aufmerksam und man wollte mir 5000 Dollar Strafe auf brummen. Eine Diskussion über widersprüchliche brasilianische Bürokratie entflammte und am Ende wurde ich per Handschlag entlassen, mit dem Hinweis 5 Jahre lang nicht mehr nach Brasilien einzureisen, denn solange würde die Strafe im Computer stehen. Wie ein Flüchtling verließ ich in den Morgenstunden Brasilien, immer darauf achtend, dass ich nicht verfolgt wurde. 15 Monate war Tara in einem widersprüchlichen Land, eine tolle Natur mit großer Umweltverschmutzung, liebenswerten, freundlichen Menschen und gleichzeitig den meisten Morden weltweit. Korruption vom Präsidenten abwärts und gleichzeitig wieder der gefeierte Ausrichter der Olympischen Spiele.

Die See machte mich wieder frei. Freie Sicht auf dem Horizont mit neuen Zielen dahinter. 1980 Meilen bis Tobago lagen vor mir. Anfänglich ging es hoch am Wind bis Wind und Tara sich mehr voneinander wegdrehen. In Rauschefahrt ging es mit Etmalen bis 170 Meilen dem Ziel entgegen und nach 15 Tagen und einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 5,5 Knoten erreichten wir Tobago. Dort hielt ich es nur 24 Stunden aus. Die See hatte mich empfindlich gemacht für Verkehrslärm, Menschenmassen und Bürokratie. Ich segelte nach Trinidad und ankerte in einsamen Buchten, reinigte dort das Unterwasserschiff und bereitete Tara auf ihren Landliegeplatz in Chaguaramas vor, wo sie bis zu meiner Rückkehr warten soll. Schön zu sehen dass du heute hier bist.

Nachzutragen wären noch die 180 Reisetage davon 60 reine Segeltage mit ca. 4000 zurückgelegten Seemeilen.


Stephan Colsman hat seineSAGA III mit wechselnden Crews im Ärmelkanal, Atlantik und dem Mittelmeer gesegelt. Und Zwar Von Dieppe (Normandie) über Camaret (bei Brest) nach Carmarinas (Spanien), die Atlantikküste entlang nach Gibraltar. Die Mittelmeerküste weiter bis Alicante, dann über Ibiza, Mallorca, Menorca nach Sardinien. Von dort nach Sizilien, an der Küste entlang bis Catania. Von dort über Crotone (Süditalien) nach Korfu und weiter südwärts bis Lefkas.

Anmerkungen zum Wetter
www.marine.meteoconsult.co.uk/marine-weather-forecast hat sich am Atlantik als sehr zutreffend erwiesen
www.lamma.rete.toscana.it/mare/modelli/vento-e-mare sagte das Mittelmeerwetter sehr präzise voraus.
Eine stürmische Nachtfahrt im Ionischen Meer,  fast 9 Stunden unter krachenden Donnern und zwischen beängstigend vielen Blitzen war wohl nicht vorherzusehen - wäre ich religiös, hätte ich die Nacht in 'stillem Gebet' verbracht, so habe ich mich nur in der Kajüte verkeilt und gehofft, dass die Blitze daneben gehen...

Erlebnisse /Besonderheiten:
Der Tidenstrom im Ärmelkanal - fantastische Geschwindigkeiten über Grund lassen sich da herausholen. Ein kleiner Fehler bei der Berechnung bietet allerdings auch die Chance, sich ein Leuchtfeuer stundenlang bis in das letzte Detail einzuprägen
Der Sternenhimmel über der küstenfernen Biskaya - eine ungeahnte Sternenfülle, der Blick geht in die Unendlichkeit und kurz davor werden noch mehr Sterne sichtbar
Delphine, die für eine kleine Weile das Boot umspielen, begeistern einfach immer wieder! Ebenso die seltener gesehenen, elegant dahingleitenden Baßtölpel auf dem offenen Meer!
Die Atlantikküste der iberischen Halbinsel ist ein wunderschönes Segelrevier: sehr wenig Yachttouristen, dadurch in jedem Hafen viele persönliche Begegnungen und die Einheimischen durch die Bank weg sehr freundlich und hilfsbereit (die Räder drehen sich langsamer - wohltuend, sich späestens hier von dem aus Deutschland gewohnten Verständnis von Effizienz und Geschwindigkeit verabschieden zu dürfen/müssen)
Das schönste am Affenfelsen von Gibraltar ist der Liegeplatz direkt neben der Lande/Startbahn des Flughafens und der Spritpreis von 0,39€! Der Rest ist eine zivilisatorische Katastrophe, wie sie sich auf spanische Art dann die gesamte Costa del Sol bis Malaga nahezu lückenlos fortsetzt: max. Bebauungsdichte und -höhe auf engstem Raum, nachhaltig befreit von ursprünglichen Ortsstrukturen
Die Costa del Sol gleicht von See gesehen über fast 100sm einer einzigen zusammenhängenden hässlichen Großstadt. Es lohnt sich aber unbedingt hinter diese 3-4 km tiefe Küstenbebauung zu schauen - eine beeindruckende, kaum besiedelte, karge Bergwelt!
Die Balearen bieten wunderbare Ankerbuchten, hier findet man Ruhe und Frieden -  wahrscheinlich im Winterhalbjahr, während der Saison sollte man jedenfalls beim Ankern die Fender raushängen!
Der Süden Sardiniens auch in der Hochsaison erstaunlich leer, die Liegegebühren mit 60-100€ für ein 11-Meterschiff allerdings nicht von schlechten Eltern, zumal einige der Häfen auf den Aufwand von sanitären Einrichtungen gerne verzichten. Ausflüge ins Landesinnere entschädigen beeindruckend für diese Abzocke.
Sizilien, Korfu, Lefkas, wunderschöne Fleckchen Erde mit klarem Wasser drum herum, was andere, vor allem Charterflottenbetreiber schon längst vor mir erkannt haben!

Tipps zum Weitergeben
Die meisten kleineren Häfen Portugals sind Flusshafen und liegen nur wenige Seemeilen von der Schelfkante entfernt. Dadurch können selbst bei schönstem Segelwetter bei entsprechender Dünung vom Atlantik in der Hafeneinfahrt Grundseen entstehen, die für unsereins gefährlich werden können (siehe SY Meri Tuuli, Figueira da Foz, 10.04.13). Aus Sicherheitsgründen werden die Häfen in solchen Fällen geschlossen: die Kennzeichen dafür an Land sind sehr schwer auszumachen, die Hafenmeister lieber beim Kaffee als am Funk (eigene Beobachtung) - einzige verlässliche Quelle ist Navtex, wo die Schließungen von Lissabon aus veröffentlicht werden.
Da sich der Zustand im Laufe des Tages durchaus ändern kann, sollte man sich mental darauf einrichten, am Abend eventuell nicht im Hafen zu landen, sondern weitersegeln zu dürfen...


Nach zu reichen wären 220 Reisetage und ein Verhältnis von 78 Segel- zu 142 Hafentagen und zurückgelegte Meilen von 3397



Und nun machen wir uns mit Ute und Peter Roth und ihrer „Ruby Tuesday“ auf den Weg nach Island. Der Weg vom 17.04.2016 – 09.09.2019 vom Ijsselmeer über die Orkneys, Shetlands und Färöer nach Island, rund Island und wieder zurück zum Ijsselmeer.

Anmerkungen zum Wetter:
Zu Beginn der Reise war es meist sonnig, aber eisig kalt. Die Kuchenbude ist auf längeren Schlägen zum Schutz gegen Kälte und Wind immer geschlossen geblieben. Der Teeverbrauch war riesig!
In Island haben wir den "Jahrhundertsommer" erlebt - viel Sonne, wenig Wind und wenig Regen. Auch keine plötzlichen Wetterumschwünge - selbst die Isländer waren von diesem Sommer mehr als begeistert. Gerne hätten wir manchmal zum Segeln etwas mehr Wind gehabt. Sturmtiefs, die uns auf der ganzen Reise auch immer mal wieder erwischt haben, haben wir dann aber doch lieber in den Häfen abgewartet.
Ab Ende Juni, Anfang Juli wurde es auch auf Island richtig warm - zumindest für isländische Verhältnisse. Oft hatten wir 15°C, manchmal auch mehr als 20°C - im Schatten. Sehr angenehme Temperaturen zum Wandern!
Auf den Überfahrten von den Shetlands zu den Färöern und weiter nach Island hatten wir moderaten Wind zwischen 3 und 6 Bft, leider mussten wir aber fast die ganze Zeit einen Am-Wind-Kurs segeln - Bauch-Beine-Po-Programm inklusive. Auf dem Rückweg war der Wind etwas schwächer, dafür segelten wir dann aber auch hoch am Wind.
Alles in allem haben wir mit so guten Bedingungen und so gutem Wetter nicht gerechnet - haben es aber gerne genommen und sehr genossen!

Erlebnisse /Besonderheiten:
Rund Island - das war unser Ziel für dieses Jahr. Drei Monate von Juni bis August hatten wir dafür Zeit. Mitte April sind wir in Holland gestartet und hatten genügend Zeit, auch Edinburgh, die Orkneys, Fair Isle, die Shetlands und die Färöer zu besuchen. Waren die Berge der Orkneys und der Shetlands noch eher sanft geschwungen, haben uns die Färöer schon einen tollen Vorgeschmack auf die Berge Islands gegeben. Wir haben auf allen Inseln die Zeit mit Wanderungen und Sightseeing genutzt, bis wir ein passendes Wetterfenster zum Weitersegeln hatten.
Einsam war es auf den langen Überfahrten von den Shetlands zu den Färöern und nach Island - wir haben keine anderen Schiffe gesehen oder gehört. Beeindruckend war die Kulisse Islands, die sich schon lange vor Ankunft immer deutlicher am Horizont zeigte. Schneebedeckte Berge bis fast ins Tal Ende Mai, Sonne und klare Sicht. In Djupivogur, unserem ersten Hafen auf Island, wurden wir vom Hafenmeister herzlich begrüßt - so haben wir es in allen Häfen, die wir angelaufen sind erlebt. Immer haben wir einen Liegeplatz bekommen, Strom gab´s auch immer. Und wenn nicht, dann hat der Hafenmeister dafür gesorgt. Sanitäre Einrichtungen gibt´s allerdings in den isländischen Häfen mit Ausnahme von Patreksfjördur und Reykjavik nicht - es sind Fischerhäfen und keine Marinas.
Vor allem in den Ostfjorden waren wir oft die Attraktion des Dorfes - die Isländer kamen mit dem Auto zu unserem Schiff, haben geguckt, manche haben sich mit uns unterhalten, und sind dann freundlich winkend wieder gefahren.
Landschaftlich ist Island grandios - Gletscher, bunte Berge aus Rhyolit-Gestein, Vulkane, viel unberührte Natur, Geothermalgebiete mit blubbernden Schlammpötten und qualmenden Bergen. Wir haben drei mal für 5 Tage und zwie mal nur für einen Tag einen Leihwagen gemietet, haben fast ganz Island umrundet und auch das Hochland auf einer "Anfängerpiste" durchfahren. Island ohne die Landausflüge wäre nur halb so schön gewesen.
Island liegt fast am Polarkreis, d. h. , dass die Nächte nicht mehr dunkel wurden. Die Sonne scheint rund um die Uhr - ein tolles Erlebnis. Die Mitternachtssonne hat ein unglaublich warmes Licht. Entsprechend angenehm waren die Nachtfahrten - meistens im Sonnenschein!
Absolute Highlights in Island waren das Segeln mit Walen im Norden und in den Westfjorden, das Ankern in den zum Teil nicht vermessenen Fjorden in den Westfjorden und eine Wanderung am Kerlingafjöll, eines der spektakulärsten Geothermalgebiete im Hochland Islands.
Gerne wären wir länger in Island geblieben - ein fantastisches Land mit einer unglaublich schönen Natur und sehr freundlichen Menschen. Wäre das Wetter nicht so gut gewesen, hätten wir vielleicht einen ganz anderen Eindruck von Island. So ist der Törn nach Island für uns aber der absolute Höhepunkt unserer bisherigen Segelreisen.
Rund Island sind wir 1.450 sm vom 28.05. bis 19.08.2016 gesegelt, unterwegs waren wir vom 17.04. bis 09.09.2016 und haben 3.936 sm im Kielwasser gelassen. Von den 146 Tagen, die wir unterwegs waren, sind wir an 70 Tagen gesegelt, haben 76 Hafentage eingelegt und sind 20 Nächte durchgesegelt, wobei die meisten Nachtfahrten aber taghell waren.

Tipps zum Weitergeben:
Man sollte keine hohen Erwartungen an die Ausstattung der Häfen haben - es sind Fischerhäfen, in den gearbeitet wird.
Ein Satellitentelefon oder Kurzwelle sind sinnvoll, um auch auf den längeren Seestrecken einen aktuellen Wetterbericht zu bekommen oder um im Notfall Kontakt zur Heimat zu haben.
Wanderschuhe mitnehmen - die Berge sind einfach unglaublich schön.



Das war jetzt viel Information aus Gebieten in denen wir nicht so häufig Segeln und Berichte erhalten, was jetzt aber im Gegenzug nicht heißt, dass alle anderen noch folgenden Berichte weniger spannend sind nur kürzer.

Es gab auch einen schönen Törn dieser wurde von Beatrix und Heinz Stricker unternommen. Die haben ihre „Villa**blau“ in Schweden und Norwegen gesegelt.
Reise von – über – nach: Stationen nur als Auszug, Großenbrode – Dänemark (Rödvig
Helsingör) – Schweden – Göteborg – Skagen und dann nach Norwegen: Arendal – Mandal -Stavanger – Lysefjord – Skudenshavn – Bergen – Bakkasund – Eikelandsosen – Hardangerfjord – Espevaer – Haugesund – Kvitsoy – Stavanger – Mandal - Grimstad – Risör - Schweden (Väderöama) –  Dänemark – Copenhagen – Großenbrode
Anmerkungen zum Wetter :
Das Wetter war beeindruckend – wir hatten fast jeden Tag das komplette Programm – herrliche Sonne – schwarze Wolken mit Regen – Nebel und Regenbogen.
Da schlägt der Herz des Fotografen doch höher. Und Wind hatten wir auch – draußen, in den Fjorden war eher der Motor gefragt.

Erlebnisse /Besonderheiten:
Leider ist mein eigentlich geplanter Segelpartner für die Anreise ausgefallen (Archillessehnenriss – aua) Bin dann mit einem alten Kollegen bis nach Göteborg –
da dann weiter mit einem Kontakt aus einer Crewbörse. Der Gute hatte aber leider nur Mittelmeererfahrung und ist dann grün und blau in Mandal vom Boot getürmt – dabei hatte ich alle wichtigen Fragen zur Seefestigkeit gestellt!!!! Alleine bin ich dann um die Ecke bei Lindesness bis nach Stavanger. Das war mal eine Erfahrung aber ich bin gut angekommen. Von dort dann mit einer Schulfreundin weiter bis nach Bergen. Dann endlich mit Beatrix
für einen Monat in den Fjorden und auf den Inseln vor der Küste. Mit einer Woche Pause in einem Ferienhaus mit Freunden und einem eigenem Steg. Angeln dazu jeden Tag unser Essen selbst. Das ist absolut beeindruckend wie schnell das in Norwegen geht. In Stavanger sammeln wir dann unsere Tochter Helen ein und besteigen noch den Preikestolen über dem Lysefjord – leider ist Nebel. Wieder in Stavanger fliegt Beatrix heim und ich verbringe mit Helen erst mal 3 Tage auf einer Insel vor Stavanger um einen Sturm abzuwarten. In den nächsten 3 Wochen segeln wir dann wieder um die Ecke bei Lindesness - Entlang der
norwegischen Südküste – ein kleiner Schlenker an die schwedische Westküste – und dann über Copenhagen zurück nach Großenbrode. Eine nette Reise – nach Schweden im letzten Jahr noch, mal beeindruckender!! Ich war froh mir vor der Reise ein Radar angeschafft zu haben – das hat uns in vielen Situationen Sicherheit gegeben – sei es der Abgleich der Küstenlinie mit dem Plotter und bei Einfahrten zwischen den Inseln oder für die weitere
Kontrolle neben dem AIS zum Schiffsverkehr. Auch die neue Windpilot Anlage möchte ich nicht mehr missen. Und weil Beatrix den Süden von Norwegen verpasst hat fahren wir da im nächsten Jahr noch mal hin.

Man hat gemeinsam an 71 Reisetagen an 43 Tagen gesegelt und in dieser Zeit 1688 sm zurückgelegt.


Wenden wir uns nun dem Bericht von Uta und Frank Grone zu. Die Beiden haben mit Ihrer „Spirit of Diana den englischen Kanal und die Nordsee besegelt. Sie haben dort an 23 Reisetagen und davon 9 Hafentage eine Strecke von 718 Seemeilen zurückgelegt und haben uns folgendes zu berichten:
Das Wetter ließ leider weder eine Querung des Kanals Richtung Kanalinseln, noch eine Weiterreise vom Solent nach Westen zu. Also bestand unser Urlaub eigentlich nur aus einer Rücküberführung nach Hindeloopen. Schade – aber nächstes Jahr wird’s bestimmt wieder besser….. waren die Angaben zum Wetter und unter Besonderheiten war folgendes vermerkt:
Bei Mistwetter kann man sich auch die Pubs in Brighton schön trinken.
Eine Wanderung entlang der Abbruchkante der Seven Sisters (es sind aber tatsächlich acht Hügel, die diese Kreidefelsenkette bilden) ist wirklich sehr schön.
Inspiriert durch unseren Reiseführer haben wir eine Radtour durch die nord-östlichen Stadtteile von Amsterdam unternommen. Dort haben wir wunderbare Ecken entdeckt, die uns die lebhafte Stadt in einem ganz anderen Licht gezeigt hat – wirklich sehr schön!

Tips zum Weitergeben haben die beiden aber auch:

Rund 40 Liter Trinkwasser in den Dieseltank füllen ist nicht gut.

Wir haben von Deutschland aus dem Hamble Yacht Service mit dem Tausch der Kühlwasserpumpe beauftragt, während unser Boot in Portsmouth lag. Eine derartig optimale Kommunikation vor und nach Durchführung des Auftrags habe ich noch nicht erlebt. Die Durchführung des Auftrags in unserer Abwesenheit war perfekt, der Motorraum anschließend sauberer, als vorher. Die Abrechnung war extrem fair und günstiger als der Voranschlag. Bei etwaigen Problemen am Boot während eines Aufenthalts im Solent kann ich den Hamble Yacht Service unbedingt empfehlen. Das ist eine extrem vertrauenswürdige Adresse. Solch einen Betrieb würden wir uns am Ijsselmeer wünschen……

Familie Otto hat ihre HR39 mit dem schönen Namen „Blaue Maus“ in Dänemark unter Segel gehabt. Im Detail heißt das : Überführung  Makkum --Cuxhafen dann: Esbjerg,  Thybøren,  Limfjord (2Wochen), Aalborg, Hals, Ebeltoft,  Samsø,  GrosserBelt,  Korsør, Svendborg,  Marstal, Kiel, Cuxhafen, Norderney, Lauwersoog und Makkum.

Die Anmerkungen zum Wetter sind kurz und knapp : 1.Woche recht  kühl, danach so warm, dass Baden gut möglich war.

Erlebnisse /Besonderheiten:
Start in Cuxhaven 05.00 Uhr morgens, bei 0-1 Bft., Ankunft in Esbjerg bei Ende 8 Bft. 21.30 Uhr wettertechnisch erlebten wir das gesamte Spektrum an diesem Tag
tolle Landschaft im Limfjord und recht einsam z.T. waren wir das einzige Schiff auf dem  Wasser  –herrlich-- z.T. super Restaurants. Skandinavier grüßen eher selten!! Das sollte aber einen nicht irritieren. Die 1. Brücke über den Nissum Fjord wird z.Zt. überholt. Sie ist daher nur am Wochenende offen Sa 0800-So 1600 (wir mussten uns also sputen) unbedingt Klappräder und Wanderschuhe mitnehmen, gerieten im Großen Belt nach kurzer Zeit in extrem dichten Nebel, Sichtweite unter 10m, der zwei Stunden anhielt, anschließend wieder wie ein Spuk verschwand dank Radar konnten wir eine Kollision mit einer genau auf unserem Kurs entgegenkommender Yacht verhindern
Nok-Schleusungen in Kiel: einziges Schiff geht doch!!! haben nur 20 Min. gewartet
in Brunsbüttel : 4 Jachten also auch sehr entspanntes Schleusen bei ebenfalls geringer Wartezeit

Insgesamt war die Familie Otto an 23 Reisetagen unterwegs, hat 3 Nächte in Häfen verbracht und hat 1200 sm auf dem Reiseweg unter dem Kiel gelassen.


Marianne und Horst Dedert haben ihre „Lady Mary“ eine Westerly an 84 Reisetagen an 26 Fahrttagen in der Ostsee bewegt und dabei 800 sm bewältigt. Ihr Reisebericht im Detail   ………………..  und erstens kommt es anders und zweitens als man denkt …….

Wir verlassen Makkum am 29.05.16 Richtung Leeuwarden bis zur ersten Stadtbrücke, doppelt Rot fünf Minuten vor der Zeit des Brückenwärters Pünktlichkeit. Dafür macht die Brücke am nächsten Morgen nach mehrerer Telefonaten erst um 10.00 Uhr auf und es hieß er habe verschlafen. Was soll´s! Dafür Sonne pur und drei Monte Segeln.
Herrlicher Segelwind 6 Bft kleine Drücker mit 7 Bft leider aus Ost, also Ostmahorn. Richtung Elbe höchst ungeeignet. Nach 1 ½ Wochen Wetter Änderung, endlich Richtung Elbe. Unser lieber Freud Thomas lässt uns nicht unbeaufsichtigt fahren und so kamen Wind und Wetterberichte, inclusive Nebelwarnung.
Mit Motor und Segelunterstützung plus kleiner Hilfe der  mitlaufenden Tideerreichten wir beim letzten Büchsenlicht Norderney. Fügung des Schicksals, am späten Abend mussten wir einer älteren Dame sturzbetrunken (die ältere Dame) aus dem Wasser ziehen. Welches ihr Ehemann (auch sturzbetrunken) tatkräftig zu verhindern suchte.
Am nächsten Morgen, zogen die letzten Nebelschwaden über den Deich und wir fuhren Richtung Elbe, wo uns wie aus dem Nichts eine dicke Nebelwand überraschte, mit Sichtweiten zwischen 10 und 30 Metern.
Radargerät eingeschaltet, welches sich leider auch sofort verabschiedete. Geholfen hat uns der Plotter mit AIS Funktion und der neuesten Software. Auf Höhe der Kugelbarke war der Nebel schlagartig vorbei. Im Yachthafen schnell noch mal Maschinenkontrolle, alles schien in Ordnung, oder?
Öl in der Bilge, Motorpeilstab zeigt Öl voll. Getriebe Peilstab null. Öl aufgefüllt und am nächsten Morgen kontrolliert, Öl blieb voll und weiter nach Brunsbüttel in den Yachthafen, Ölkontrolle – Getriebeölstand NULL. Techniker kommen lassen 60,,,Euro bezahlt, darin enthalten ein O-Ring mit 85,--€ , glücklicherweise hat das Getriebe keinen Schaden genommen.
Die Ostsee kann kommen.
Die Besatzung der La Mer hatte uns einen Liegeplatz in Möltenort reserviert. Bei schönen Wetter ging es dann am nächsten Tag nach Burgstaken, wo wir das Winterlager schon mal klar machten, daraus wurde ein Aufenthalt von 14 Tagen. Nebel, Sturm, Regen und vor allem Gewitter, also alles was man sich garantiert nicht wünscht. Somi wurde der Plan in die ostschwedischen Schären vertagt. Also großer Belt über Kerteminde. Langör auf Samsö, Greena bis nach Anholt. Eine Woche Badeurlaub bei angesagter Wetteränderung ging es weiter nach Schweden, Vaberg und weiter nach Falkenberg. Da weitere Wetterverschlechterung prophezeit wurde, blieben wir nur eine Nacht in Falkenberg und segelten nach Dänemark zurück, Gilleleje. Zur Begrüßung öffneten sich alle Himmelstore und Unmengen an Regen prasselten auf uns nieder. Dazu gesellte sich ein kräftiger Wind zwischen 7 und 10 Bft. Dieser Zustand hielt unglaubliche 14 Tage an, dass wir dem Hafenmeister schon Leid taten und einen kräftigen Rabatt bekamen. In dieser Zeit wählten wir das Unwort des Jahres „Schauerböen“!
Endlich weiter über Oddehaven, Lngör auf Samsö, Kerteminde, Lundeborg, Svendborgsund, Aerosköbing, Bagaenkop bis Burgstaken.
Gefahrene Meilen 800, davon 400 mit Motor und den Rest mehr schlecht als recht unter Segel.
Trotz alle dem waren wir nicht unzufrieden, da wir das erste Mal so lange Zeit hatten für unseren Törn, und beim nächsten Mal wird alles besser.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Es waren insgesamt 84 Tage, davon 26 Reisetage (14Ssegel und 12 Motorfahrten). 58 Hafentage wurden gemacht (davon 28 wegen schlechten Wetters und 30 waren geplant).


Kleine Flottille bestehend aus er „Padua“ mit Familie Hackert und der „Vida“ mit ihrem Skipper dem Oberhaupt der Familie Elsner hat die Ostsee, speziell Dänemark besegelt.
Die Crews im Einzelnen:
Vida: Claudia, Julia, Vivi , Frank
Padua : Leonie, Moni, Udo, Fabian, Brisco

Reise von – über – nach:
Überführung der Schiffe: Vida über Norderney  NOK  mit eigener Crew
Die Padua hatte den Luxus eine Rentnergang-überführung, die Heuer wurde mit Rotwein abgegolten. Beide Schiffe trafen sich an dem Abzweig Rendsburg und führten nun den Törn gemeinschaftlich weiter Erster Stopp war Laboe,  dann ging es weiter nach Sonderborg, über Arö, Samsö/Marup, Tunö, Aarhus , Samsö/Ballen, Kerteminde, Lundeborg, Svendborg (Mittag), Marstal, Damp, Rendsburg, Cuxhaven, Norderney, Dokkum, Franeker, Makkum.

Das Wetter bescherte in der erste Woche, segeln mit Handschuhen und Mütze, Heizung an Wind 5 aus West, in der zweiten Woche Sonne wenig Wind Badewetter und in der dritte Woche durchwachsen gewittrig mäßiger Wind.

Als Besonderheiten wurde folgendes notiert:
Treffen mit Miringa (Jörg-Michael/Doris) im Marup, Grill war vorbereitet heiß. Mit Gegenwind in beiden Richtungen. Extremshopping (5 Frauen zusammen). Aarhus.
Abschleppmanöver nach Langör. Bergelohn 2 Flaschen Rotwein + Restvorräte dänisches Bier. Badebucht Ballen . 15 Grad ( Wasser). Wasserpass geputzt. Jetskis …
Samsö: Frisches Obst Gemüse überall aus unbesetztem Verkaufsstand.
Hafen Damp: würden wir nicht freiwillig dauerliegen. Vom Boot Aussicht auf Krankenhaus. Umgekehrt geht’s wohl.

Nachahmung empfohlen. Crews sprechen noch miteinander. Na wenn das kein Kompliment ist.

An 20 Reisetagen wurden 4 Häfen angelaufen und insgesamt 792 sm absolviert


Johannes Baston hat seine „Rubina“ eine SO 32i entlang der friesischen Inseln gesegelt
Präzisiert heißt das: Reise von – über – nach: Heeg – Texel – Amsterdam – Makkum –
Terschelling – Schiermonnikoog – Juist – Greetsiel  – Ameland – Lauwersoog – Dokkum - Leuwaarden – Grouw – Heeg

Anmerkungen zum Wetter:
Wechselhaft, wenig Regen, kein überraschender Sturm beim Segeln, häufig sogar zu wenig Wind, für Jahreszeit (Juni) recht kalt, kein Badewetter für die Nordsee.

Erlebnisse / Besonderheiten:
Wir wollten einen ruhigen Törn mit möglichst wenig gegenan und wenig Motoreinsatz. Gar nicht so einfach, NW statt angekündigtem W – schon muss im Wattfahrwasser der Motor helfen. Daher dann – bei geplantem Kurs zu den weiteren Inseln bei NE erst mal ein Abstecher außen rum nach Amsterdam – mit Treffen einer Eigner - Crew aus dem Verein. Bei wechselnden Winden – teils mit Motor, dann mit Gennaker, dann am Wind
durch Markermeer und Ijsselmeer. Auch mal zügig als einziges Boot in Kornwerderzand durch Schleuse und Brücke, wo wir im Mai auch schon mal ca. 3 Stunden warten mussten. Voller Hafen in Terschelling (Oerol-Festival), dafür dann aber auch interessantes Landprogramm. Über Stopp in Schiermonnikoog weiter nach Juist, wo in
diesem Jahr der Yachthafen noch ausgebaggert wurde – für die Zukunft unsicher.
Hier auch ein Sturm - und Starkregentag, 8Bft aus SW. Doch dann wieder Sonne und fast zu wenig Wind für den Schlag nach Greetsiel. Auch die 3-4 aus SW wollten nicht so richtig für das Weiterkommen über die Ems in das westfriesische Watt.
Ungenaue Betonnung im Eemswad je mit unfreiwilligem Festkommen – mit unserem Twinkieler aber kein Problem. Bei Niedrigwasser den Verlauf des Priels gecheckt und in der Karte vermerkt. Damit konnten wir später anderen Seglern einen kleinen Tipp geben. Auf Ameland Segelfreunde aus dem RaSC getroffen, die mit dem kleinen Kajütkreuzer des Vereins erstmalig im Watt unterwegs waren – und dabei sehr viel Segelspaß hatten.
Wetterbedingt binnen zurück nach Heeg.

Tipps zum Weitergeben:
Watt - Segeln mit reviergeeignetem Boot, sorgfältiger Gezeitenrechnung und Ausnut-zung der Strömung macht uns sehr viel Spaß, auch wenn man dafür mal früh los muss.
Segeln im Juni: - Häfen noch nicht zu voll (Ausnahme s.o. -Terschelling mit Festival)
lange Tageslicht für das Watt sehr hilfreich wenn wg. Tide sehr früh oder noch spät gesegelt werden muss.
Segeln bei Dunkelheit in un-befeuerten Wattfahrwassern unmöglich
Selbst die aktuellsten Korrekturen und Updates der Watt-Seekarten geben nicht immer den genauen Verlauf des Fahrwassers wieder. Hier hilft Erfahrungsaustausch mit anderen Watt-Seglern.

Roswitha und Udo Skiebe haben ihreMa Vie in heimischen Gewässern gesegelt und folgende Route beschrieben:  Makkum- Den Over- Texel- Makkum-Hindeloopen-Enkhuizen- Hoorn-Medenblick - Makkum

Zum Wetter gab es folgendes zu berichten: Fast alles, was die Wetterküche hergibt: Sonne, Regen, Starkwind, zum Segeln, auch schöne Hafentage

Erlebnisse /Besonderheiten:
Unser Sohn Oliver und Schwiegertochter Vina lieben Texel schon lange, besonders den Campingplatz Koogestrand. Auch gibt es da eine kirchliche Betreuung der
Touristen durch das Bistum Essen. Da lag es für die Beiden nahe, ihr 1 -Jahr altes Töchterchen eben dort taufen zu lassen. So wurde daraus spontan ein großes Familien- und Freundestreffen: Die einen mit Zelt und Caravan, wir eben mit dem Boot. Nach einer Woche wurde das Wetter deutlich schlechter, sodass wir zurück nach Makkum segelten. Dort tauschten wir das Boot mit dem Auto und machten halt verschiedene Tagesausflüge z.B. nach Alkmaar, Den Helder oder Utrecht. Nach 5 Tagen gab es wieder schönes Segelwetter, sodass wir noch eine gute Runde durchs Ijsselmeer und Markermeer machen konnten.

Insgesamt war man 23 Tage unterwegs und hat ca. 150 sm gesegelt.

Nun kommt noch die „Kuddels´P mit den Familienseglern Kurt und Bärbel Pastos und Thomas, Michaela und Henriette Helene Pfeiffer. Die Kleine Henriette Helene, gerade mal etwas über drei Jahre alt scheint ja bereits viel Spaß am Segeln zu haben. Euer diesjähriger Kurs führte Euch über  ….  Warns – Texel – Vlieland – Harlingen – Makkum – Ijlst – Warns
Meistens herrlicher Sonnenschein, aber auch ein paar bedeckte Tage; schöner Wind zum Segeln waren die Angaben zum Wetter.
Bei den Besonderheiten klingt das so:
Tja… viel gibt es diesmal wirklich nicht zu berichten. Es war ein ganz normaler Familientörn mit viel Freizeit an den Stränden von Texel, Vlieland und Makkum.
Ein ziemlicher Schock erwartete uns, als wir in Kornwerdersand aus dem Ijsselmeer ausschleusten und auf der Watt-Seite den wohl größten Stau an Segelschiffen sahen, den wir außerhalb einer Sail je erlebt haben. Die Sperrung in Den Oever hatte für ein wahres Chaos auf der anderen Seite geführt. Damit stand für uns fest: zurück geht es sicher nicht an einem Wochenende!
Da man auch nach 30 Jahren in einem Revier immer noch Neues entdecken kann, haben wir auch diesmal wieder für uns neue Wege gewählt. Von Texel aus haben wir das Scheurrak gewählt, um nach Vlieland zu kommen. Das sorgte schon für etwas Nervosität, denn bisher dachten wir immer, dass wir dafür zu viel Tiefgang hätten… Naja, was soll ich schreiben? Es hat gereicht ;-)
Der zweite neue Weg war nicht ganz so spannend, aber trotzdem haben wir auf der Fahrt von Bolsward nach Ijlst in Oosthem etwas ganz Neues entdeckt: eine Brücke mit Selbstbedienung. Das kannten wir bisher nur aus Schweden. Aber auch hier in Friesland scheint es zu funktionieren. Nur, dass die Niederländer es hier mit dem roten Licht nicht ganz so genau nehmen und trotz Gegenverkehr durch die offene Brücke fahren, war nicht ganz so toll… Aber wer will schon anlegen und einen Knopf drücken, wenn es nicht unbedingt nötig ist?
Alles in allem gibt es nur ein Fazit: ein ganz ruhiger und wunderschöner Törn bei super Wetter!
Tipps zum Weitergeben
Paal 9 auf Texel ist der ideale Ort, um sich am Strand zu „chillen“!
11 Reisetage bescherten 5 Hafentage und 125 sm.
Auch unser Einhandsegler Manfred Ketels war wieder mit der „Stups auf der Ostsee unterwegs, auch seine Angaben zum Wetter waren den anderen sehr ähnlich: sehr wechselhaft.
Insgesamt war er 55 Tage unterwegs hat an 2 Tagen 20 sm gesegelt und schreibt:

Erlebnisse /Besonderheiten:
Törnbericht..........muß ich mal ins Logbuch sehen. Achja, habe 90% der Strecke gesegelt, solche Ausbeute hatte ich ja noch nie. Von der Strecke her wäre das aber noch steigerungsfähig. Heiligenhafen am Wochenende in der Hochsaison, beim Hafenfest bei sehr guten Wetter, muß man wohl auch mal erlebt haben. Das hat eine gewisse Anziehungskraft auf eine ganze Menge Menschen.

Tips zum Weitergeben
Heiligenhafen: Beim SVH kommt man gut unter und die Stadt ist trotzdem nahe genug. Es hat sich sehr viel in Nähe der Marina verändert. Zur Seebrücke hin wurde immer noch gebaut.



Von der Familie Mai kann man zwei Dinge berichten, sie haben ihre Rival 38c die „Lanita“ auf der ersten Tour über das Ijsselmeer gesegelt. Und zwar von Makkum-Enkhuizen-Volendam-Muiden-Hoorn-Enkhuizen-Makkum.

Da wir unseren Törn in die Ostsee aus familiären Gründen abbrechen mussten, haben wir zum ersten Mal seit längerer Zeit mal eine Runde um Ijsselmeer gedreht. War auch mal sehr schön, alles schöne Städtchen, die man gerne besucht. 130 sm an 8 Reisetagen

Im zweiten Törn haben sie eine Beneteau 38 mit dem Namen „La Grotta“ in Kroatien um genau zu sein in den Kornaten gesegelt. Die Reise ging von Trogir – Biograd- Skradin-Trogir und das bei durchwachsen 18-20 Grad, Wind ok, aber nicht immer aus der richtigen Richtung, Wassertemperatur noch 20 Grad, Sonne dabei aber auch ein Tag mit Regen
Erlebnisse /Besonderheiten:
Fluß Krka bei Sibenik bis zu den Wasserfällen bei Skradin, Wunderschön und ein absolutes „Muss“ ansonsten ist die Ausgangsbasis Trogir perfekt um nach Norden oder auch nach Süden zu segeln. Nach Split gibt es viele Flüge. In den Herbstferien bietet sich Amsterdam als Abflughafen an, da erheblich!! Günstiger.
Man hat zusammen an 7 Reisetagen 145 sm gesegelt.
Tipps zum Weitergeben
Trogir ist ein sehr guter Ausgangshafen. Nahe beim Flughafen Split und direkt vis a vis der sehr schönen Altstadt.


Und nun kommen wir zu einem dreifach Bericht, nämlich die Berichte von Michael Röhrig
Und zwar immer mit seinem H-Boot der „Semper fidelis“ einmal ein Urlaub, zweitens das Flottillensegeln der H-Boot Klassenvereinigung und zum guten Schluss die Teilnahme an der Einhandregatta „Silverrudder Challange of the sea“ ………………  wie auch immer ein volles und spannendes Programm.
Beginnen wir mit dem Urlaub, einer  Trailerfahrt nach Hellevoetsluis (NED) – Zeebrugge (BEL) – Ramsgate (UK) – Themse – London – River Medway – Ramsgate – Dover – Eastbourne – Dieppe (FRA – Boulogne sur mer – Dunkerque – Zeebrugge (BEL) – Hellevoetsluis (NED). 667 sm, davon 131 sm/4 Tage mit Gabi Grothe. Sie hatte gerade ihren Londontrip mit Tochter beendet und segelte von London nach Dover mit. Wegen des ab Ramsgate herrschenden schlechten Wetters war leider nicht mehr gemeinsame Strecke möglich und so ging ihre Heimfahrt bereits ab Dover per Fähre

Anmerkungen zum Wetter
Überwiegend freundliches Sommerwetter, aber zumeist sehr frischer Wind gegen an. Egal in welche Richtung ich gesegelt bin, IMMER gegen an mit entsprechend unbequemem Seegang und Wasser über Deck. Die Wetterberichte stimmten zu 70% NICHT! Manchmal wechselten sich Flaute und Starkwind innerhalb 1-2 h ab! Es war oft nicht zu glauben. Selten, dass eine Etappe ohne Reff gesegelt werden konnte.

Durch die unsichere Windlage sind für meine Verhältnisse überproportional viele Hafentage zustande gekommen. Nach einem entsprechend harten 20h-Tripp ist man für Starkwindwarnungen im Funk sehr empfänglich. So musste meistens nach Ankunft in einem Hafen für 1 – 2 oder mehr Tage Pause eingelegt werden, bis die Musik in den Masten abnahm und wieder ausgelaufen werden konnte. Das hat trotz 5 Wochen Zeit zu einer bedauerlichen Kürzung der geplanten Strecke geführt. Hafentage bringen eben keine sm.

Interessant und neu waren die Erfahrungen auf der Themse: gut zu besegeln bis etwa zur QE II-Bridge = ca. 2/3 der Strecke bis London City. Übernachtung an Moorings relativ unproblematisch. Das Tidal Barrier muss und das letzte Viertel der Strecke sollte auf jeden Fall motort werden, weil starke Abdeckung durch die Uferbebauung kein sicheres und zügiges Segeln unter Beachtung der Berufsschifffahrt gestattet. Die Strömung kommt als Handicap hinzu, sie läuft länger ab als auf. Pflicht zur Hörbereitschaft im Seefunk in verschiedenen Revierabschnitten auf wechselnden Kanälen. Anmeldung bei London VTS zur Passage des Tidal Barrier ist Pflicht. An Polizeiboote sollte man sich gewöhnen und auf die entsprechende Kommunikation mit ihren Crews eingestellt sein. Das ist unter Segeln nicht immer leicht, aber möglich und sie sind immer SEHR höflich.
Imposant sind die zahlreichen Designer-Wolkenkratzer aus Glas in den absurdesten Formen, die das Ufer säumen und das Stadtbild vom Wasser aus prägen. Erhaben die Ankunft vor der Towerbridge. Ein H-Boot an der Towerbridge, einfach klasse. Da musste mal ein Selfi für die Freunde z.H. drin sein. Der letzte (obere) Teil der Themse ist mit besonderer Aufmerksamkeit wegen gefährlichen Treibguts zu befahren. Mit Glück bin ich Müllfeldern mit großen Tauwerksresten entkommen.

Von London war es eine kleine Tagestour mit dem Bus nach Stonehenge. 5.000 Jahre Mysterium, sehr ergreifend.

Das Befahren von Schießgebieten an der engl. Südküste ist – wenn es von Land aus nicht rummst – zwar nicht gefährlich, aber dennoch verboten und dort gibt es aufmerksame Schnellbootbesatzungen, die freundlich darum bitten, den Kurs MEHR westlich als nördlich zu nehmen. Mein Bedürfnis zum leichteren Aufkreuzen stieß nur auf eingeschränktes Verständnis.
Insgesamt waren die Behördenkontakte auf dem Wasser harmlos, teils informativ und immer höflich verlaufen.
Die franz. Polizei war diesmal nicht so sehr interessiert, vielleicht, weil Calais Port für Yachten geschlossen war … Und noch etwas: Ersatzpatronen für Secumar-Rettungs-westen sind in Frankreich nicht zu bekommen. An 33 Reisetagen wurden 670 sm gesegelt.
Und nun zum Flottillen segeln auf dem Ijsselmeer.
Die H-Boot-Klassenvereinigung hat zum zweiten Mal zu einem Flottillensegeln eingeladen. Vom 02.09. bis zum 10.09.2016 sollte es gehen. Die Organisation habe ich übernommen und ein Flottillensegeln “Ijsselmeer rund 2016“ durchgeführt, an dem 4 weitere H-Boote teilgenommen haben. 1 Boot aus Berlin, 1 Boot aus Frankental bei Mannheim, 3 Boote vom Baldeneysee/ YCRE. Ein sechstes Boot vom Möhnesee hat kurzfristig absagen müssen. Die Reise begann und endete in Lelystad und führte über Lemmer – Hindeloopen – Den Oever – Enkhuizen – Hoorn. Die Boote, jeweils per 2-er Crew besetzt, legten bei schönstem Spätsommerwetter 105 m zurück. Lediglich der erste Tag (Sonntag) ist wegen Starkwind als Segeltag ausgefallen, konnte aber für Ausflüge, Besorgungen und Optimierungen am eigenen Boot genutzt werden. Morgens ein gemeinsames Briefing am Steg, nachmittags war vom ersten Boot das Einlaufbierchen zu organisieren. Für die meisten war das Revier völlig unbekannt und deshalb spannend. Die Landgänge gestalteten sich gesellig und in der Flottille herrschte beste Stimmung. Beim abschließenden Flottillendinner war denn auch nicht die Frage, ob so etwas noch einmal organisiert wird, sondern, “wohin fahren wir denn 2017“?
Abgesehen vom Startwochenende (Bft 5 – 6, sonntags in Böen 7 und schwere Schauer) war es eine sehr schöne sommerliche Woche mit Winden zwischen 2 und 4 Bft. Kein Regen!
Die tel. Voranmeldung in den jeweiligen Zielhäfen hat uns die Annehmlichkeit verschafft, dass wir mit allen Booten stets dicht beieinander liegen konnten und bereits beim Einlaufen wussten, in welche Gasse wir einbiegen mussten. Das hat insbesondere den Neulingen geholfen.
Auch das Durchschleusen bei Enkhuizen und Lelystad war für die meisten spannend, obwohl dort kaum bis kein Tidenhub zu vermelden war.
Das mit passenden Winddrehern stundenlange Spinnackerkurse möglich waren, hat alle sehr erfreut und auch zu schönen Anblicken auf See geführt.
Wer mehr dazu mehr erfahren möchte, kann sich unter www.h-boot.org/Fahrtensegeln einen ausführlichen Bericht auf der website der Klassenvereinigung anschauen, viele Fotos inklusive.
Tipps zum Weitergeben
Die FlevoMarina ist für solcherlei Veranstaltungen bestens zu empfehlen. Ein sehr engagiertes Hafenpersonal, den Kundenwünschen sehr aufgeschlossen. Für die Gespanne wurde Parkraum auf abgeschlossenem Gelände kostenlos z. Vfg. gestellt. Zubehör ist auch am Sonntag zu bekommen. Die Auskranzeiten am SONNTAG konnten wir uns aussuchen. Ja wo gibt’s denn sowas? Wir waren alle begeistert, wie reibungslos Ankommen und Weggehen verlaufen sind.
So und nun zur Einhand- Regatta rund Fünen 23.09. – 24.09.2016 (25.09.2016) Teilnahme an der Einhandregatta “Silverrudder Challenge of the sea“: einhand und nonstop rund Fünen/DEN. Von den Dänen auch “Ironman im Segeln“ genannt. 150sm mit Kreuz-kursen (134 sm min.) mit 426 Booten in 31h15min (Svendborg – Svendborg gegen die Uhr). Bei 0 Bft bis 5 (-6) Bft (W). Das Zeitlimit beträgt 48h. Ich habe 4 weitere H-Boote, 1 Folkeboot vom Baldeneysee und 1 J22 vom Möhnesee aus meinem Seglerfreundeskreis zur Teilnahme motivieren können. Insgesamt waren von den ursprünglich gemeldeten 10 H-Booten, 8 dabei: 1 Däne, 7 Deutsche.
Nach dem Race kleine Entspannungsrunde durch die dän. Südsee gemeinsam mit 1 weiteren H-Boot (ebenfalls einhand, ist in dem Artikel der Yacht Nr 22 abgebildet), 2 gemütliche Tage bei schönstem Spätsommerwetter, 45sm. Bei der Silverrudder habe ich Martin Kampmann getroffen, der mit seiner Rival34 mitgemacht hat.
Anmerkungen zum Wetter:
Sommerlich milde Temperaturen (auch nachts), Wind: Start mit Flaute bei Gegenstrom im Svendborgsund. Nachmittags im Großen Belt aufgefrischt auf NW 4, später im freien Seeraum bis ca. Mitternacht W 5 (6) Bft. Zweite Nachthälfte/Eingang zum kleinen Belt bei Fredericia/Middelfahrt Flaute, nach Sonnenaufgang SW 3-4 Bft im kleinen Belt auf dem Weg nach S. Spinnackerkurs durch den gesamten Svendborgsund bis ins Ziel bei E-Kurs. 1/3 aller Schiffe ist nicht durchs Ziel gekommen, alle 8 teilnehmenden H-Boote sind angekommen!
Erlebnisse /Besonderheiten:
Die 426 Boote wurden am Freitagmorgen in verschiedenen Gruppen ab 08.00 Uhr gestartet, eingeteilt lediglich in Längen ohne jede Vergütung. Meine Startgruppe (smallboats = 25-30 feet) umfasste 107 Boote. Im riesigen Pulk durch den engen, östl. Svendborgsund gequetscht, bin ich unter Spi auf eine Kiesbank aufgelaufen. Weil die Fahrwassertonnen von den anderen Booten verdeckt waren, habe ich nicht bemerkt, wie weit ich aus dem Fahrwasser war; da ist’s passiert. 1/2h verloren, bis eine Bö die nötige Krängung unterstützte. Und das nach einem Flautenstart, der mühseligst bei Gegenstrom mit leisestem Hauch aus W nur unter Spi gelang (36 min verloren!). Die Zeit wurde gem. der Zeit lt. Segelanweisung gerechnet, egal, wann die Startlinie tatsächlich überfahren wurde.  Der Artikel in der Yacht 22/2016 spricht von anderen Teilnehmerzahlen, meine sind der Melde- bzw. Ergebnisliste entnommen.
An der Westseite der Große Belt-Brücke galt es keine Umwege zu fahren, aber auch nicht zu dicht unter Land die zu niedrigen Brückenbögen zu nehmen. Eine X79 hat hier kurzerhand ihr Rigg halbiert. Mit Beginn des Westkurses nördlich von Fünshoved ging es dem Sonnenuntergang entgegen. Inzwischen hatte es ordentlich aufgebrist. Der Seegang im freien Seeraum ließ die Boote tanzen. Beeindruckend, wenn ein Trimaran nach dem anderen achtern aufkam und sein nahezu vollständiges Unterwasserschiff an allen Rümpfen zeigte, um dann steil nach unten zu verschwinden usw, usw. Die erste Nachthälfte war rau, der Mondaufgang gegen Mitternacht hingegen faszinierend. Die vielen beweglichen Lichter nah und fern ums eigene Boot herum haben zu jeder Zeit hohe Aufmerksamkeit  eingefordert. 3 Notmanöver musste ich fahren, weil mein Wegerecht mißachtet wurde. Man hängt ja schließlich an dem bisschen Leben ... Dabei sind 2 Mützen und 1 Stirnlampe aussenbords gegangen. Tja, zuerst kein Glück gehabt und dann kam Pech hinzu …
Aber es gab Schlimmeres. Auf einem befreundeten Trimaran sind Plotter, I-pad und I-phone nacheinander ausgefallen. Da hat der Segler den restlichen Kurs “frei Schnauze“ gewählt und prompt eine Ecke zu knapp genommen. Bei hoher Geschwindigkeit wurde die Doppelruderanlage komplett abgefahren. Als führendes Boot in seiner Klasse durfte er dann aufgeben.


Und nun last but not least eine sehr knappe, aber auf den Punkt gebrachte Beschreibung von Kurt und Roswitha Schulze. Liebe Barbara, mit 88 hat sichs ausgetörnt , -- da bütschern wir schön auf der idyllischen Schlei 6 Wochen lang , auch wenn es zwischendurch mal donnert und hagelt.

Und nun doch noch etwas Statistik die Summe aller eingereihten Fahrten beträgt
18.570 Seemeilen.

So das war es lesetechnisch von meiner Seite aus und jetzt sollte auch die Preise vergeben werden.
Zuvor möchte ich aber nicht versäumen mal zu erwähnen, dass wir uns mit den gemeldeten Törns auch dieses Jahr wieder hinter keinem renommierten Wettbewerb verstecken müssten, wenn wir denn einer wären. Und nochmal ganz herzlichen Dank für so viele schön geschriebene Berichte, ihr werdet von Jahr zu Jahr besser. Unsere Preisträger in diesem Jahr sind:

Familienpreis:
Skiebe

Reise mit dem kleinsten Segelschiff:
Röhrig

Drei Fahrtenpreise:
Stricker
Otto
Hackert / Elsner

Besondere seglerische Leistung AGFS Trophy
Stephan Colsman

Kompasspreis:
Ute und Peter Roth
    
 

FAHRTENWETTBEWERB 2015


Moin, moin Ihr Lieben,

Ich hoffe ihr hattet ein schönes auch segelsport- oder bootstechnisch betrachtet erfolgreiches Jahr.

Ich habe wieder schöne Reisen und Berichte im Gepäck. Dieses Jahr ist sogar ein Bericht mit dem Wohnwagen dabei, über den ich mich richtig gefreut habe weil er mich zum Schmunzeln gebracht hat, tja mein Problem ist nun, da es sich hierbei nicht um eine schwimmende Variante handelt (und wir nun mal alle Wassersportler sind) wie soll ich das werten?  Habe also beschlossen dich aufzunehmen aber nicht zu werten.

Fast alle Berichte bleiben in unseren „Heimatrevieren“ also Nord- und Ostsee, englischer Kanal und selbstverständlich aus das Ijsselmeer und die friesischen Inseln. Die berühmten Ausreißer gibt es allerdings auch, nämlich Uwe Schorn der mit seiner Tara auf dem Weg ist, sich die Welt inklusive der Umgebung anzusehen und Arne Schmidt, der sein Schiff die Seven Seas von Antigua zurückgeholt hat nach Makkum. Insgesamt haben 16 Meldungen meinen Schreibtisch erreicht (leider der letzte erst vor drei Tagen, was mir nicht viel Zeit gelassen hat) und weil sie alle so schön zu Lesen waren, wollte ich euch diesmal mehr davon zu Gehör bringen als die letzten Male.


Die Liste der diesjährig beteiligten Boote / Gefährte liest sich wie folgt:

Uwe Schon Rival 38A „Tara“

Arne Schmidt Rival 38cc „Seven Seas“

M. + M. Kaatze Shark 24 „Katzenhai“

U. + F. Grone Dehler 36 SQ „Spirit of Diana“

Stephan Colsman SunOdyssey 36 „SAGA III“

U. + P. Roth Dufour 39cc „Ruby Tuesday“

U. + I. Boltendahl 7 KR „Fenua Ura“

Martin Kampmann Rival 34 „Seven Seas“

W. + R. Bechem Contest 44 „La Mer“

B. + H. Stricker Forgus 36 „Villa**blau“

Manfred Ketels Ohlson 8:8 „Stups“

R. + U. Siebe Malö 34 „Ma Vie“

D. + J-M. Müller Hanse 34 „Miringa“

Pastors/Pfeiffer Phantom 30 „Kuddels´s P“

H. Rick Motorboot „ALEA“


Unsre Beiden oben genannten fallen bei den Revieren unter Sonstige und alle anderen habe ich zu sortiert.

1 Crews war Richtung England unterwegs und eine zweite Crew zum Schluss dann auch
  • 1 Crew war in der Adria unterwegs (nach dem getrailert worden war.)
  • 3 Crews waren in den Niederlanden unterwegs    …..   und ebenso
  • 3 Crews haben reine Ostsee Fahrten unternommen
  • 4 Crews waren sowohl auf der Nordsee als auch der Ostsee         unterwegs
  • 2 Crews haben einen Teil des Restes der Meere besegelt
     
    und

    Das ist eine sehr gut verteilte Mischung mit durchaus unterschiedlichen Berichten und Erfahrungen und auch damit gleich der Überblick über die besegelten, befahrenen Reviere. Da auch wieder Langfahrten dabei sind kann man feststellen, dass man dies wirklich Urlaub und Erholung nennen kann, doch noch nicht alle hier Anwesenden haben den Status Rentner mit ausreichend Zeit, aber glaubt mir …… wir arbeiten dran.

    Und nun geht es mit den Wasserfahrzeugen weiter. Und dieses Jahr gibt es eine Besonderheit, die wir noch nicht hatten. Es gibt zwei Reiseberichte von zwei Rivals mit dem gleichen Namen und doch sind es zwei unterschiedliche Schiffe. Es handelt sich um die beiden Seven Seas.
    Sie waren mal beide im Besitz von Arne Schmidt. Die Kleinere der Beiden (die Rival 34) hat er dann an Martin Kampmann verkauft, der dieses Jahr bereits einen sehr schönen Trip mit der Kleinen gemacht hat. Und Arne hat bei seiner Rival 38cc den Namen beibehalten. Wer jetzt hier bei Rival 38cc aufhorcht und meint den Typ hätte er schon mal gehört, kann ich das nur bestätigen. Die Lanita von Tom und Anita ist ein Schwesterschiff.

    Da Arne mit seinem Trip in den Bereich Sonstiges fällt, kommen wir hoffentlich auch nicht durcheinander mit den Namen und den Eignern.

    Und mit den Sonstigen legen wir jetzt auch gleich los.
    Arnes Anmerkungen zum Wetter für den

    Atlantik: schwierige Wetterverhältnisse mit viel Flaute und schweren Gewittern und Schauerböen, bis fast zum Schluss keine Westwinde, Wind 0-8BFT
    Azoren England: hartes Segeln zwischen 0 und 9BFT, mehrere Schlechtwetter Fronten und Gegenwind
    Helford River-Dover: meist Flaute und Motoren
    Dover – Hoorn: anfangs 4-5, später 7 mit schweren Schauern und schlechter Sicht

    Von der näheren Beschreibung möchte ich ein paar Punkte herausgreifen.

    Atlantik 21 Tage, Azoren England 12 Tage

  • meine 9. Atlantiküberquerung und die 4. Einhand, und die 1. Einäugig ;-), Arne hat seit einem Arbeitsunfall nur noch ein voll Funktionstüchtiges Auge (mit einem Schiff, welches ich fast nie gesegelt bin und schon gar nicht Einhand,
     
    geht auch nicht so toll allein;-)

     
    Azoren- Helford River 12 Tage bei sehr unterschiedlichem Wetter Flaute unterbrochen von Tiefdruckgebieten mit Wind zwischen 7 und 9. Zerrissenes Groß und in den Mast klettern, um das verhedderte Segel nachts herunterzubekommen. Nebel, Motoren, verstopfte Dieselfilter... Sowohl für Julia als auch für mich eine extrem nervige und anstrengende Etappe, Julia Dietel ist von den Azoren bis Makkum mitgesegelt

     
    Das Resümee dieser Fahrt : alles in allem keine sehr angenehme Reise. Am Ende froh, das Schiff heil nach Makkum bekommen zu haben. An ca. 85 Reisetagen wurde an 47 Tagen gesegelt und insgesamt waren 38 Nachtfahrten darunter. Die Gesamtmeilen betragen 4537 und davon hat Arne 2515 Einhand gesegelt.
    Aber etwas Positives bekommen wir mit auf den Weg:
    Azoren, Azoren und nochmals Azoren, dort muss es wohl wunderschön sein.

    Und der nächste Bericht handelt wieder von einer Rival, diesmal eine 38A nämlich von der „Tara, gesegelt von Uwe Schorn. Er hat seine schwimmende Behausung von Portugal über Marokko, Kanaren, Kap Verden nach Brasilien gebracht.
    Auch hier ein paar mehr Punkte seiner Detailbeschreibung (sie ist einfach zu schön und prickelnd geschrieben), die man übrigens auf seiner Homepage komplett nachlesen kann.
    Portugal hat mich länger festgehalten als geplant, doch wer verlässt schon einen sicheren Ankerplatz, wenn man Deutschland nur alle 24 Jahre als Sieger einer Fußballweltmeisterschaft sehen kann?
    Dementsprechend ging es von Faro aus zu einer kleinen Atlantiküberquerung nach Marokko in Afrika. In Rabat bzw. Sale blieb ich 18 Tage und fühlte mich zurückversetzt in Tausend und eine Nacht. Die Souks, die orientalischen Märkte von Sale, ohne touristischen Schnickschnack hatten es mir angetan. Im Ramadan machten die Essensstände erst nach Einbruch der Dunkelheit auf und die Menschen flanierten in Festtagskleidung zwischen den wohlschmeckend gedeckten Tischen umher und nachts um 12 Uhr spielten die kleinen Kinder noch auf den Straßen.
    Die Kanaren, ein Millionen von Touristen anziehendes Inselreich, verstand es einem Segler das Leben schwer machen zu wollen. Lang lebe die spanische Krise war wohl hier die Devise. Nach gut 2-tägiger stürmischer Überfahrt erreichte ich den Hafen von La Graciosa im Norden von Lanzarote. Der Hafen war halb leer, doch man verweigerte mir das Festmachen, da ich nicht auf der Liste des Hafenmeisters stand. Dieser erklärte mir, dass ich eine E-Mail an das Naturschutzministerium in Madrid hätte schicken müssen und die hätten dann darüber befunden, ob ich anlegen dürfte oder nicht. Auf Fuerteventura war ein Hafenmeister entsetzt, das ich abends angelegt hatte, weil ich ihn nicht über Funk erreicht konnte. Sein Hafen sei gesperrt meinte er und dachte wohl, wir brauche dein Geld nicht, denn sonst können wir der EU nicht die Krise erklären. Im Süden dieser Insel das gleiche Spiel. Keiner wollte im Hafen von Morro Jable für einen Yachtie zuständig sein, die Fallböen machten einem zusätzlich das Anlegen schwer und so verließ ich diesen Hafen nach 7-stündiger Anreise voller Wut im Bauch, schrie Ihnen etliche Verwünschungen herüber und segelte die ganze Nacht durch nach Gran Canaria. In Las Palmas, immerhin der größte Hafen der Kanaren, wollte der Hafenmeister mir kopfschüttelnd weiß machen, das er mir keinen Platz an bitten könnte, da in 6 Wochen die ARC von dort aus starten würde. Ich machte ihm deutlich, dass es für seine Gesundheit erträglicher wäre, wenn er einen müden Segler nicht noch mehr reizen würde und sich den Belegungsplan noch mal genau anschauen sollte. Plötzlich klappte es und ich bekam einen guten Platz und der Hafenmeister konnte wieder entspannt aufatmen.
    Auf meiner Lieblingsinsel Sao Nicolao wurde mir mein 14-tagealter Außenborder samt Dinghi gestohlen. Das Dinghi ist das wichtigste Bindeglied von Yachties zur Teilnahme am öffentlichen Leben, was mir Fischer am nächsten Morgen zurückbrachten. Eine Bezahlung wurde vehement und strikt abgelehnt, da die Leute erschüttert waren, dass mir so etwas auf ihrer friedfertigen Insel passierte und sie hatten das Gefühl, dass sie mir etwas schulden, da ich der Geschädigte war. Wie die Menschen von Sao Nicolao vermuteten war es kein Einheimischer und als Täter wurde ein Senegalese identifiziert.
    Nach gut 2 Monaten auf den Kap Verden startete ich zu meiner 2 Atlantiküberquerung nach 1993, die in West-Ostrichtung verlief. Viele wollten mitsegeln, doch diesen langgehegten Traum wollte ich alleine erleben. Abflugtermine auf der anderen Seite des Atlantiks hätten wieder alles zeitlich begrenzt, doch ich wollte den Atlantik, ohne Zeitdruck besegeln, mich tagelang treiben lassen und die Weite genießen, Zeit haben mich frei zu fühlen. Nach knapp 15 Tagen erreichte ich die brasilianische Küste und fragte mich was ich dort sollte. Riffe, Fischer, nervige Flusseinfahrten und Behördengänge würden wieder alles beschränken und reglementieren. Der Atlantik hatte mir den Frieden geschenkt den ich suchte und ich hätte noch Wochen, gar Monate auf ihn treiben können ohne etwas zu vermissen.
    Heute liegt meine Tara, die Wunscherfüllende und Schützerin des Lebens, 1500 Meilen südlicher in Angra dos Reis, das reale Leben hat mich wieder eingeholt - und täglich wird die Sehnsucht nach dem Meer größer.
    Nachzutragen wären noch die 416 Reisetage davon 100 reine Segeltage mit ca. 4000 zurückgelegten Seemeilen.

    Das war jetzt viel Information aus Gebieten in denen wir nicht so häufig Segeln und Berichte erhalten, was jetzt aber im Gegenzug nicht heißt, dass alle anderen noch folgenden Berichte weniger spannend oder mit weniger Herzblut geschrieben wurden.

    Wieder einmal war einer unserer Kollegen im Mittelmeer unterwegs M.+ M. Kaatze waren mit ihrer Shark 24 der „Katzenhai dort und haben so einiges zu berichten. Zuerst hat man sich nach reiflicher Überlegung dazu entschlossen ohne die erwachsenen Kinder zu fahren und hat im Internet nach einem italienischen Hafen als Start Ausschau gehalten und ihn in Bibione gefunden. Er hatte alles was man brauchte um loszulegen. Anreise über die Autobahn kamen in Bibione in Italien an und stellen fest: Hässlicher geht nicht! Der Hafen ist aber OK und unsere Shark kommt gut ins Wasser. Wir bunkern noch 54l Mineralwasser und verlassen am nächsten Tag den Hafen. Geplant ist eigentlich die Überfahrt nach Umag, aber aufgrund von Winstille bleiben wir doch auf der italienischen Seite und motoren nach Lignano. Dort liegen wir in einem riesigen Nobelhafen (45€), leider als einziges Boot ohne Personal. Die Stadt ist trotzdem nicht schön und für den hafeneigenen Tennisplatz und Pool kommen wir zu spät.

    Unser eigentliches Ziel Kroatien wurde angelaufen und wir besuchen die wunderschöne Stadt Rovinj und laufen dann die ACI-Marina in Pula an. Diese wurde in den letzten Jahren renoviert und entspricht allen Anforderungen einer modernen Marina.
    Wir liegen neben einer wunderschönen italienischen Ketch und bereiten uns auf einen Besuch in der Stadt vor. Auf Englisch fragen mich die beiden italienischen Nachbarn, ob wir schon gegessen hätten. „Nein“, sage ich, wir gehen heute Essen. Mario und Peter, beide Rentner und Fischexperten, laden uns darauf zur Seezunge auf ihr Schiff ein. So verbringen wir den Abend in netter Runde auf einer Holz-Ketch, Prosecco inclusive. Spät am Abend schlägt uns Mario dann noch eine Stadtführung durch Pula vor. Auf Englisch erfahren wir interessantes über die verschiedenen Baustile und beenden den Abend mit einem Absacker neben dem Augustus-Tempel auf dem Platz der Republik.
    Am 7. Juli erreichen wir mit der Soline-Bucht südlich von Pula den südlichsten Punkt unserer Reise. Wir wären noch gerne über den Kvarner gesegelt, aber eine Bora-Warnung übers Internet (Unwetterwarnung mit 35 – 50 kn) macht uns einen Strich durch die Rechnung, dass wir bis Nachmittags in der Bucht bleiben und dann bei auffrischendem Wind zurück nach Pula segeln.

    In den folgenden Tagen segeln wir dann die Küste Istriens langsam wieder hoch nach Norden. Leider hat mit unserer Wende auch der Wind gedreht. Sind wir die ersten 10 Tage nach Süden gegen Südwind gekreuzt, kreuzen wir die nächsten 10 Tage nach Norden gegen Nordwind. Wir haben auf der gesamten Reise kein einziges Mal wenigstens Halbwind gehabt. Der Spi war tief verbuddelt!

    Ein paar Daten am Schluss:

    Wir sind 175,3 sm gesegelt, davon 66 sm unter Motor bzw. mit Motorunterstützung.
  • Mit An- und Abreise waren wir 20 Tage unterwegs.
  • Eine Shark 24 ist für zwei Personen groß genug und wir bekamen insbesondere von Chartercrews oft Anerkennung. Wir haben zwar weniger Platz, aber dafür absolute Freiheit.
  • Die Hafenpreise lagen für und bei 25 bis 45 €. Probleme, einen Liegeplatz zu bekommen, hatten wir nie (Vorsaison?).
  • Die meisten Marinas waren komfortabel mit freiem W-Lan und teilweise mit Pool und Eiswürfelmaschine.  
  • Der Wetterbericht ist äußerst verlässlich.
  • Beim nächsten Mal starten wir nicht in Italien, sondern trailern direkt nach Kroatien.
  • Wir brauchen ein Bimini.
  • Der Urlaub war ein Traum!
     


    Wenden wir uns nun dem Bericht von Uta und Frank Grone zu. Die Beiden haben mit Ihrer „Spirit of Diana den englischen Kanal und die Nordsee besegelt. Sie haben dort an 24 Reisetagen und davon 9 Hafentage eine Strecke von 761 Seemeilen zurückgelegt und haben uns folgendes zu berichten:
    Wir haben einfach viel „Schwein“ gehabt, es war zwar nicht brüllend heiß, dafür hatten wir durchgängig sehr gute Windverhältnisse, d.h. aus der richtigen Richtung und passend für gute Etmale.
    Waren die Angaben zum Wetter und unter Besonderheiten war folgendes vermerkt:
    Hier gibt’s nicht wirklich etwas zu vermelden; wir waren inzwischen so oft im Solent und Umgebung, dass die Besonderheiten mitunter ausbleiben.
    Ehrlich gesagt waren wir aber auch gar nicht auf der Jagd nach großen Erlebnissen; wir wollten einfach nur unsere Akkus wieder auftanken – deshalb die vielen Hafentage ;-).
    Spannend waren die Begegnungen auf dem Solent mit der „Ranger“ (J|5) und den Kats aus der America’s Cup Series vor Portsmouth.
    Der Solent bzw. Südengland sind immer eine (Segler)Reise wert ist der Tip den die Beiden uns mitteilen wollen.
    Stephan Colsman hat seine „SAGA III zu dritt von Wolphartsdijk (bei Vlissingen) über die Nordsee und durch den NOK nach Kiel gebracht.
    Anschließend einhand von Kiel an Deutschlands, Polens, Litauens und Lettlands Küste entlang nach Estland bis Tallinn. Weiter in die finnischen Schären, über die Aland-Inseln nach Schweden, die schwedische Küste hinunter und über Kopenhagen, Anholt und den Limfjord bis Thyboron. Die Nordseeküste hinunter bis nach Glückstadt an der Elbe, von dort entlang der Inseln bis Lauwersoog, dann die Staande Mastroute bis Ijmuiden und mit einem Schlenker durch Zeeland weiter bis derzeit Boulogne sur mer im Ärmelkanal…
    Die Bemerkungen zum Wetter waren:
    Angeblich gab es schon viele deutlich wärmere Sommer in Skandinavien (so hielt sich zumindest die Anzahl der Mücken sehr in Grenzen)! Regen war außerordentlich selten, aber der Wind schien sich lange Zeit entweder zwischen 0-2 Bft. oder 5-6 und mehr Bft. zu bewegen.
    Die aufgeschriebenen Besonderheiten sind folgende:
    In der Vorsaison (im April der Törn von Wolphartsdijk nach Kiel) ist es schon ein Erlebnis, wenn man auf der Nordsee einen zweiten oder gar noch mehr Segler sieht – auf Helgoland außer uns vielleicht noch 3-4 andere Segelboote. Vergleichbar ‚ruhig‘ bleibt es auch in der Saison an der Küste von Swinoujscie bis zum Rigaischen Meerbusen (die Häfen selbst sind in der Regel wenig attraktiv - auffallend schien mir allerdings ein unmittelbarer Zusammenhang im Sinne von: je niedriger der Wohlstand, desto herzlicher und persönlicher das Willkommen).
    Die Ruhe auf dem Wasser ändert sich in Estland schlagartig mit dem Ferienbeginn in Finnland: fast scheint die wunderschöne Inselwelt Estlands für die Finnen so etwas, wie das Ilsselmeer für die NRW-ler zu sein.
    In der Schärenwelt von Finnland bis Schweden findet man immer wunderschöne stille Ankerplätze. Aber auf den Strecken dazwischen sollte man die Vorfahrtsregelungen bestens kennen und kann nur hoffen, dass die anderen sie auch gelernt haben – gelegentlich ein Gedränge wie auf dem Ijsselmeer am Wochenende im Hochsommer bei max. 3 Bft. und schönstem Sonnenschein!
    Tips zum weiter geben bekommen wir auch und zwar:
    - Von Polen bis Estland sollte man die Grenzen der Sperrgebiete bei Betrieb (Info’s über Navtex) unbedingt einhalten! Anders als in D gibt es keine Sicherungsboote, die einen bei Grenzlinienüberschreitung vertreiben, sondern im nächsten Hafen Polizeibesuch.
    - Russland würde im Übungsfall gerne die gesamte russische Wirtschaftszone vor Kaliningrad sperren, darf es aber nicht. Da heißt es dann also im Navtex in etwa: „Schießübungen in der russischen Wirtschaftszone, das Befahren könnte gefährlich sein“. Polnische Segler empfahlen, dann entweder um die Zone herumfahren oder warten, bis sie mit dem Spielen fertig sind…
    - In die Schärenwelt der Aland-Inseln unbedingt mit vollen Wassertanks aufbrechen. Zwar gibt es an den beliebtesten Stellen Abfallentsorgungsmöglichkeiten, aber kein Wasser. Das gibt es nur in den wenigen Häfen und da sollte man in der Saison wohl am besten kurz nach dem Frühstück einlaufen, wenn man einen Liegeplatz haben will.
    Nach zu reichen wären 196 Reisetage und ein Verhältnis von 88 Segel zu 108 Hafentagen und zurückgelegte Meilen von 3118,4.

    Auch die „Ruby Tuesday ging auf der Nordsee auf Tour gesteuert von ihren Eignern Ute und Peter Roth. Ihre Reise ging von Westküste Norwegens bis zum Nordkap
    Vom 14.05.2015 – 20.09.2015 von Fehmarn über Dänemark, durch den Limfjord entlang der norwegischen Westküste bis zum Nordkap und zurück nach Vlieland. Insgesamt dauerte diese Reise 131 Tage. Sie beinhaltet 104 Segeltage mit enthaltenen 12 Nachtfahrten (oberhalb des Polarkreises taghell, weil es einfach nicht dunkel wird). Für Entspannung sorgten 27 Hafentage und insgesamt haben die beiden 3923 sm unter dem Kiel gelassen.

    Die Aussagen zum Wetter sind sehr detailliert:

    Im Gegensatz zum Wind hat es das Wetter anfangs nicht so gut mit uns gemeint. Es war eisig kalt - oft hatten wir nur 7°C, dann 10°C und dann blieb das Thermometer lange Zeit auf 12°C stehen. Thermounterhose, Fließhose, Segelhose, mindestens drei Pullover, Handschuhe, Schal und Mütze waren Standartgarderobe - und jede Menge heißer Tee, um wieder aufzutauen. Wir sind richtige "Kuchenbudensegler" geworden - zum Schutz gegen Kälte, Wind und Regen haben wir oft die Kuchenbude aufgestellt gelassen, für die Norweger ganz normales Segeln ;-). Schleichend wurde es dann doch immer wärmer - erst brauchten wir keine Thermounterhose mehr, dann reichte die Segelhose und dann konnten wir tatsächlich in Jeans und Fleece-Shirt segeln. Erst Anfang Juli wurde es richtig warm - so 15°C bis 17°C ;-) . Das gute Wetter blieb uns dann bis zum Ende der Saison erhalten! Der Wind war manchmal eher zu wenig und wenn es aus der falschen Richtung zu fest geblasen hat, sind wir im Hafen geblieben. Wir hatten auf unserer Tour Richtung Norden fast ausschließlich Südwestwind und auf der Rücktour überwiegend Wind aus Nordwest, Nordost und Südost, also kaum Kreuzkurse.

    Besonderheiten gibt es auch in diesem Jahr wieder zu berichten:
    Zum dritten Mal haben wir unsere Wohnung gegen Langzeitsegeln auf unserer Ruby Tuesday getauscht - diesmal nur für fünf Monate, nicht wie in den letzten beiden Jahren mehr als ein halbes Jahr - und wir sind wieder ganz begeistert, trotz der Kälte und des sehr durchwachsenen Wetters! Irgendwie hat Segeln echtes Suchtpotenzial ;-).

    Am 14.05.2014 ging es in der Ostsee Richtung Norwegen los - eher spät für uns, denn normalerweise starten wir Anfang April. Rückblickend war es ein wirklich guter Zeitpunkt - wir hatten auf unserer Tour Richtung Norden fast ausschließlich Südwestwind und auf der Rücktour überwiegend Wind aus Nordwest, Nordost und Südost.

    Dadurch, dass wir unseren Törn erst so spät begonnen haben, hatten wir keinen wirklichen Plan, wann wir wo sein wollten und was wir alles so sehen wollten - also ein eher "planloser" Start. Falls der Wind aus Südwest wehen sollte, wollten wir so viel "Strecke nach Norden" wie möglich machen. Das klappte tatsächlich - nur wurden wir schon nach zwei Tagen und Nächten Segeln in Dänemark im Limfjord durch eine defekte Heizung und einen defekten Fäkalientank ausgebremst. Eine weitere Herausforderung wurd die Beschaffung des "Doppelnippels" um unsere norwegischen Gasflaschen an unser Gassystem anzuschließen - fast dachten wir in Haugesund, dass unser Törn beendet ist, bevor er überhaupt richtig begonnen hatte.

    Der Südwestwind blieb uns erhalten, die Nächte wurden immer kürzer und heller und wir machten doch so langsam Pläne für diesen Törn - Mittsommer am Nordkap, das wäre was, danach den Juli auf den Lofoten segeln und wandern, den August langsam mit viel Sightseeing und Abstechern weiter nach Süden und im September gezielt jedes Wetterfenster nutzen, um wieder nach Hause zu segeln.

    Der Plan ging auf! Am 17.06.2015 umrundeten wir nach 1.612 Seemeilen das Nordkap und bummelten dann Richtung Süden. Machte der Weg nach Norden eher den Eindruck einer "Flucht", ließen wir uns für den Rückweg jede Menge Zeit, die grandiose Landschaft Norwegens zu erleben.

    Navigatorisch war Norwegen keine große Herausforderung - in den Fahrwassern ist immer genug Tiefe und die Fahrwasser liegen bis auf wenige kurze Strecken immer gut geschützt hinter vorgelagerten Bergen. Schwieriger war es schon, das richtige Fahrwasser zu finden - oft gibt es zwei oder drei parallel verlaufende Fahrwasser, gerne mit Brücken, die für unsere Masthöhe nicht ausreichen. Da halftnur ein genauer Blick in die Karte, bevor es denn losging. Oft waren aber weder in der Papierkarte noch in den elektronischen Karten weder Brückenhöhe noch Höhe von Überlandleitungen angegeben. Nicht wirklich gut :-(. Häfen und Ankerplätze gibt es in Norwegen scheinbar jede Menge, nur entspracht nicht jeder Ankerplatz unseren Vorstellungen von sicherem Ankern. Entweder war es zu flach oder zu tief. Auf 20 Metern Wassertiefe mit ganz geringem Schwojenraum zu ankern, ist nicht so unser Ding. Also haben wir viel häufiger, als wir eigentlich wollten, an Anlegestegen oder in kleinen Häfen festgemacht. Hatte auch den Vorteil, dass wir Strom für unseren Heizlüfter bekommen haben ;-:. Wegen Überfüllung geschlossen war nicht ein Liegeplatz - auf unserm Weg nach Norden haben wir nur eine handvoll Segler in den Häfen getroffen, auf dem Wasser haben wir niemanden gesehen. Erst ab Juli und weiter südlich waren wir nicht mehr ganz alleine.

    Gestartet sind wir am 14.05.2015 in Großenbrode, in Vlieland angekommen sind wir nach 3.923 Seemeilen am 20.09.2015 - ein ganz schön strammes Programm für nur vier Monate. Gerne wären wir öfter mal ein paar Tage am gleichen Ort geblieben, dafür war die Strecke aber einfach zu lang. Obwohl wir das Nordkap schon nach relativ kurzer Zeit erreicht haben, hatten wir doch immer den sehr langen Rückweg und die immer kleiner werdenden Wetterfenster im Herbst zur Überquerung der Nordsee vor Augen. Schöner und dadurch auch entspannter wäre es, diese traumhafte Küste verteilt auf zwei Jahre zu besegeln. Aber mit einer Überwinterung unserer Ruby Tuesday in Norwegen konnten wir uns nicht so richtig anfreunden.

    Waren wir in den letzten beiden Jahren schon von der Ostsee ziemlich begeistert, so übertrifft das Segeln in Norwegen alles, was wir bisher erlebt haben. Das Panorama ist einfach gigantisch - segeln in den Alpen mit schneebedeckten Bergen, Gletschern und einer faszinierenden Natur, Seeadler, Wale, Delphine inklusive. Das entschädigt für die Kälte und das nicht immer gute Wetter und macht auf jeden Fall Lust auf mehr!!

    Und als Tip wird vermittelt:
    Unbedingt hinsegeln und den Heizlüfter nicht vergessen - Strom gibt es überall!!


    Der nächste Bericht ist der von Inge und Ulrich Boltendahl. Sie haben ihre „Fenua Ura“ Richtung Hamburg und zurück gesegelt, und alles in Allem haben sie dabei 485 sm ihrem Meilenkonto hinzufügen können. Im Detail hörte sich das wie folgt an:
    Das Wetter spielte dieses Jahr bis Hamburg super mit, allerdings relativ schwachwindig, so dass die Fahrt über Helgoland nach Hamburg „easy going“ war und der Jockel fleißig seinen Dienst verrichten musste.
    Auf Norderney trafen wir Familie Handke und so in einer schönen Bierlaune meinte Jakob dass er noch nicht auf Helgoland war, dies aber gerne einmal machen möchte.
    Gesagt getan, unsere Hundekoje war frei und so hatten wir am nächsten Tag einen neuen Mitsegler und Jakobs Bruder Johannes eine endlich große Koje für sich alleine.
    Hamburg war ein „Highlight“, direkt neben den Landungsbrücken liegt der City Hafen und man kann von dort aus schöne Ausflüge machen.
    Eine Fleet-fahrt gehört sicherlich auch zu den Attraktionen, Blankenese und Schanzenviertel sind allemal einen Besuch wert.
    Jakob fuhr dann von Hamburg aus mit den Zug nach Hause und wir machten uns auf die Rückreise.
    Eine Wetteränderung bahnte sich an, so dass wir zeitweilig abwarten mussten bis wir ein geeignetes Zeitfenster erwischten.
    In Norderney hatten wir uns entschieden über Delfzijl binnen nach Makkum zu fahren, da für die Nordsee schweres Wetter bei Westwind angesagt war.
    Die Wattfahrt von Norderney nach Delfzijl war noch OK vor dem angesagten Unwetter aber dann…    Die erste Brücke nach der Schleuse Delfzijl ist defekt und keiner wusste wann die Reparatur erledigt und die Brücke wieder in Betrieb geht. Am Montag hieß es dann eventuell Freitag, aber mit vielen Fragezeichen.
    Da Michael und ich am Donnerstag wieder arbeiten mussten, entschieden wir uns die Autos in Makkum abzuholen und die Schiffe bis zum Wochenende in Delfzijl liegen zu lassen.   …   Also mit  Bahn und Bus quer durch Holland (was ein echtes Abenteuer sein kann!!) und am nächsten Tag nach Hause.
    Freitagnachmittag fährt uns Monika Handke dann nach Delfzijl und wir können am Samstag und Sonntag die Schiffe nach Makkum überführen. Diese Wochenendfahrt begleiteten uns anstatt unserer Frauen, Bertold Wiesing von der Equinoxe und Frank Hämmerling.
    Und nun zu einer Reise auf der Nord- und Ostsee bis Moss in Norwegen als nördlichster  Punkt. Diese Reise hat Martin Kampmann zum Teil Einhand oder mit seiner Frau gesegelt. Dies ist nun die Reise der zweiten „Seven Seas und hatte im Einzelnen folgende Stationen:
    Teil 1 ging von Workum einhand in den Oslofjord nach Moss. Über Kristiansand, Blindleia und Tallakshavn das Wetter ist angegeben mit viel Starkwind und Sturm
    Teil 2 ging dann zusammen mit meiner Frau von Moss in Norwegen nach Großenbroderfähre. Über Halden, Koster, Fjällbaka, Mölden, Klintholm und viele weiter Stationen. Das Wetter war im zweiten Teil etwas gemächlicher und wird beschrieben als viel Sonne und gemäßigte Temperaturen.
    Der Beginn der Reise am 28.05.2015 in Details wie folgt:
    Um 14:00 Uhr kommen Maximilian und ich am Boot an. Zum Glück ist er gerade aus München bei uns zu Besuch. Auch Jan und Sonja von der Eiswette sind da und Rainer von der Stina. Der Abschied ist herzlich und wenn ich daran denke, dass ich die nächsten Tage alleine bin, berührt mich der Abschied umso mehr. Vielen Dank an euch.
    Von Jan habe ich noch einen SAT-Transponder bekommen, der dreimal täglich die Position via Satellit überträgt. Das hilft mir persönlich nicht viel, beruhigt die Familie aber ungemein.
    Aufgrund von Westwind mit Stärke 6 fahre ich durch die Workumer Trekfahrt binnen bis nach Makkum und gehe dort durch die Schleuse ins Ijsselmeer. Das wollte ich in den letzten 10 Jahren schon immer mal ausprobieren und mache es jetzt zum Abschied. Es läuft alles reibungslos mit dem Tiefgang, den Brücken und der Schleuse in Makkum. 1,5 sm westlich von Makkum geht es schon durch die Schleuse in Kornwerderzand ins Wattenmeer und weiter durchs Bontjes nach Harlingen. Der Motor läuft ca. 4 h mit um im Kanal besser manövrieren zu können und um im Bontjes voran zu kommen, bevor der Strom kentert. In Harlingen mache ich im Norderhaven fest, schaue noch mal nach dem Wetter und gehe ziemlich müde in die Koje.
    Wetter laut DWD: Deutsche Bucht NW-W 5-6 Fischer NW-W 4-5 zunehmend. Tagsüber gibt es viel Sonne aber es bleibt kalt.Es herrscht viel Schiffsverkehr, aber keiner der Dicken kommt näher als 1 sm.  Insgesamt ist diese Überfahrt ereignisloser als im letzten Jahr. Der Wind nimmt wieder zu und der Windpilot steuert wieder präziser. Gegen Abend binde ich das 2. Reff ein und so geht es in die Nacht.
    Kristiandsand Hafentag
    Über Nacht legt der Wind stark zu. Der Betonsteg bewegt sich sehr unangenehm, sodass ich in der Nacht alle Leien verlängert habe und an weiter entfernten Klampen belegt habe. Viele der Klampen waren schon ausgerissen, von vergangenen Stürmen. Drei Tage soll es im Skagerrak stürmen mit Orkanartigen Böen und bis zu 6 m Welle. Wie gut das ich im Hafen bin auch wenn die Nacht gefühlt unruhig war.
    Nach Mittag legt die „Bank von Bremen“ an. Sie kommt gerade aus Edinburgh, wo sie die Nordseewoche gewonnen hat. Ich nehme die Leinen zusammen mit dem ehem. Berliner Tatortkommissar an, der mit auf die weitere Reise nach Kiel gehen will. Die 12 köpfige Crew ist von den Wellen im Skargerrak sichtlich beeindruckt. Beim Anlegerbierchen habe ich die Möglichkeit, mir das 18 m Schiff anzusehen. Beeindruckend ist die Organisation der Crew, mit ihren Zuständigkeiten und Wachplänen. Einen Autopiloten sucht man auf dem Schiff im Übrigen vergeblich.
    Als der Wind nachmittags etwas nachlässt verhole ich in den eigentlichen Hafen, wo ich aus sehr ruhig liege.
    Kurz vor 20:00 Uhr lege ich in meiner reservierten Box in Moss an. Ich hatte den Kontakt zum Hafenmeister über den Trans-Ocean-Stützpunkt in Norwegen bekommen. Der gute Aksel sprach sogar deutsch, weil er viele Jahre in der Schweiz Seilbahnen gebaut hat. Vielen Danke an Aksel und einen schönen Ruhestand. Dies ist vor allem so erfreulich, weil viele Emailanfragen und Anrufe an Vereine und Häfen im Oslofjord erfolglos blieben. Teilwiese sogar unbeantwortet.
    Nach 566 geloggten sm habe ich den ersten Teil meiner Reise einhand und ohne Verluste zurückgelegt. Ich freue mich über die gewonnen Erfahrungen und die netten und lieben Menschen die ich kennengelernt habe. Aber genau so groß ist die Freude auf den Juli, wo ich zusammen mit meiner Frau den ruhigeren Teil der Reise vor mir habe.
    Entspannt geht es heute in Richtung Süden. Nachdem wir noch Wasser gebunkert haben verabschieden wir uns von diesem modernen und sicheren Hafen. Es geht unter Spinnaker mit 2-5 kn Richtung Hankøhavn. Nach 14 sm haben wir den Naturhafen erreicht und legen die SevenSeas erstmals mit dem Bug an eine Schäre. Ein tolles Gefühl und absolut beeindruckend.
    Der Wind ist mit Stärke 5 aus Süd präsent und über die nach Süden offene Wasserfläche baut sich eine kabbelige See auf. Die ersten 4 sm motoren wir nach Süden und segeln dann nach Osten in  den Kjøkøysundet. Dieser verbindet den Bereich Oslofjord/ Skargerrak mit dem Singelfjord der an der Grenze von Norwegen und Sdchweden nach Osten ins Landesinnere führt. Wir wollen durch den Fjord in Richtung Süden, geschützt vor dem Seegang und dabei die ein oder andere schöne Ankerbucht besuchen.
    So gehen die Tage dahin bei wie bereits gesagt gemäßigten Temperaturen und den Rest des Berichtes könnte ich jetzt auch noch vorlesen aber die anderen wollen ja auch noch genannt werden. Zum Schluss sei erwähnt dass man natürlich auch eine Flaggenparade gemacht hat, die leider keiner sieht.
    Haben wir doch auf unserer Reise die Niederlande, Norwegen, Schweden und Dänemark befahren und insgesamt seit Workum in 22 Segeltagen 974 sm zurückgelegt. 566 sm davon einhand. Mit 4,5 Wochen an Bord kann ich mehr als zufrieden sein.
    Tips:
    In Kristiansand möglichst nicht an den Betonschwimmsteg gehen, da es dort bei viel Wind gefährlich fürs Schiff wird.
    Die Blindleia ist für Schifft bis 19 m Höhe ein muss.
    Brevik auf Südkoster ist ein einfacher nicht überlaufener Hafen, der auch bei Starkwind Schutz bietet.
    Weiter geht es mit der „La Mer, die nun schon einige Zeit in der Ostsee liegt und dort auch fleißig gesegelt wird. Ihre Besitzer Wiltrud und Rainer Bechem haben sich dieses Jahr zu einem Event in Stockholm angemeldet. Die Fahrt führte überfolgende Orte:
    Kieler Förde – Lübecker Bucht – Hanö Bucht – Kalmar Sund – Stockholmer Schären – Stockholm – Mälaren See – Öland – Süd Schweden – Öresund – Kopenhagen – Kattegat – Samsö – Kleiner Belt – Flensburg – Schlei – Kieler Förde. Es wurde eine sehr schöne Zeichnung der Reiserout beigefügt, auf der man gut nachvollziehen kann wo gesegelt wurde.
    Die Reise betrug insgesamt 69 Tage und an 42 Segeltagen hat man 1340 sm hinter sich gelassen und zum Wetter wurde folgende Aussage getroffen:
    Der kälteste und sonnenärmste Juli in Schweden seit Aufzeichnung. Das Skandinavien Hoch hat sich in 2015 nicht gebildet. Der Sommer kam erst Anfang August. Wassertemperatur kam nicht über 15 Grad. Wind entweder zu viel  oder zu wenig.  3-5 Beauforts kamen so gut wie nicht vor, dafür hatten wir den Wind nie auf der Nase.
    Auch bei den Besonderheiten gibt es was zu erzählen:
    Vom 01. bis 06. August fand ein internationales Seglertreffen in Stockholm statt, zu dem wir uns angemeldet hatten. 50 Schiffe aus 6 Nationen trafen sich im Wasa Hafen und nahmen teil an dem interessanten Programm, organisiert durch den KMK (Königlicher Schwedischer  Motorboot Club ).
    Und der respektive die Tips sind echt sehenswert:
    Schaut Euch mal die Webseite des ICCY ( www.iccy.org ) und des Touren Yacht Club von Deutschland ( www.tyvd.de ) an.
    Es gab noch zwei weitere Schweden Törns, der nächste wurde von Beatrix und Heinz Stricker unternommen. Die haben ihre „Villa**blau“ in die Ostschären gesegelt.
    Ihre Wegbeschreibung sieht wie folgt aus:  Großenbrode – Rönne – Utklipan – Kalmar – Fyrudden – Landsort – Stockholm – Vaxholm – Schären – Schären – Sandham - Schären – Dalarö – Schären – Visby – Kalmar – Karlskrona – Sirisham – Ystad – Klintholm – Großenbrode und die Angaben zum Wetter ähneln den Angaben der La Mer sehr.
    Von 57 Reisetagen wurden an 30 Segeltagen eine Strecke von 1230 sm zurückgelegt und folgende Besonderheiten berichtet:
    Schnelle Anreise mit meinem Arbeitskollegen Frank Baumeister nach Stockholm. Das ganze bei besten Windbedingungen und Richtungen. Rönne war nach 21h (135sm) von Großenbrode aus erreicht. Genauso schnell ging es bis nach Stockholm weiter. Crewwechsel in Stockholm: Beatrix kommt – Frank geht. Nach 3 Tagen in der Stadt sind wir dann in den Schären abgetaucht. Traumhaftes Schärenankern in unterschiedlichen Buchten und immer wieder Tage in kleinen Häfen mit den lustigen Schwedensaunas.  Zu meinem runden Geburtstag sind dann Helge und Paul dazugekommen. Auch mein Bruder mit Freundin hat sich für 3 Tage dazugesellt – wobei das auf dem Schiff mit 6 Personen schon eng wird. Nach 3 Tagen waren wir dann wieder zu zweit und haben in Öxelösund unsere Tochter Helen an Bord genommen. Leider ist Beatrix bei dem Anlegemanöver auf die Stegkante gestürzt und hat sich schwere Prellungen zugezogen. Mit Helen sind wir dann nach Visby/Gotland gesegelt. Eine traumhafte Insel und super Stadt. Zurück ging es dann über Kalmar – da hat Beatrix den Zug nach Essen genommen – ich bin mit Helen zurück nach Großenbrode gesegelt.

    Das war meine erste richtige Reise mit einem Segelboot. War super und das machen wir jetzt öfters und intensiver!!!!

    Der Tip, den glaube ich Einige bestätigen können lautet:
    Die Schären und Gotland – da muss man mal hin!!!! Und das ist ein Revier was wirklich einfach zu besegeln ist.
    Auch unser Einhandsegler Manfred Ketels war wieder mit der „Stups auf der Ostsee unterwegs, auch seine Angaben zum Wetter waren den anderen sehr ähnlich: Im Juni kalt, ein Gewitter auf See, Im Juli sehr wechselhaft und im August windig. Insgesamt war er 55 Tage unterwegs hat an 16 Tagen 401 sm gesegelt und schreibt: Noch mehr Hafentage, wegen instabilem Wetter und für Treffen mit Freunden. Nur kurze Zeit Badewassertemperaturen. Hatte die Lust verloren, war selbst für meine Verhältnisse zu früh zurück. Und er hat eine wichtige Info für uns:
    Tjärö hatte keine Versorgung mehr. Der private Besitzer hat alle Aktivitäten eingestellt. An dem langen Schwimmsteg kann eine Segelyacht wegen der Wassertiefe wohl nur noch am Ende anlegen.
    Und nun zum guten Schluss kommen unsere drei Ijsselmeer Törns.
    Roswitha und Udo Skiebe haben ihre „Ma Vie in heimischen Gewässern gesegelt und folgende Route beschrieben:  … Makkum- Enkhuizen- Hoorn- Amsterdam- Edam- Medemblik- Den Oever- Texel- Harlingen- Makkum.
    Zum Wetter gab es folgendes zu berichten: überwiegend schönes Segelwetter mit ein paar Regentagen, Sonnenschein aber auch ein paar Starkwindtörns waren dabei.


    Es sollte diesmal wieder mit Jörg-Michael u. Doris Müller von der „Miringa“ ein ruhiger, erholsamer Sommertörn werden. Daher nur die kleine Ijsselmeer-Rundreise mit einem Abstecher nach Texel. Wir haben die Hafentage in Amsterdam, Hoorn oder Texel doch sehr genossen. Eine Sturmwarnung von 12 bft am Ende des Urlaubs veranlasste uns den Aufenthalt auf Texel abzubrechen und noch schnell nach Harlingen auszuweichen. Es wurden zwar „nur“ ca. 8 bft, doch das Geschaukel 4 Tage im Hafen war heftig genug. Danach noch 2Tage Makkum mit „klar Schiff“ bei schönem Sommerwetter, und der Alltag hatte uns wieder.
    Die „ALEA mit ihrem Eigner Heinz Rick hat in diesem Sommer nur auf Terscheliing außer Wind auch noch Sonne und Badewetter gehabt. An 15 Reisetagen wurde an 5 Fahrttagen 116 sm motort. Ds ganze zwischen  ..  Lemmer  > Harlingen > Vlieland > Terschelling > Makkum > Lemmer. Und wenn ich deine Besonderheiten richtig gedeutet habe, seid ihr viel mit dem Fahrrad unterwegs gewesen und habt es euch einfach nur gut gehen lassen, inklusive gutem Essen.
    Nun fehlt noch die „Kuddels´P mit den Familienseglern Kurt und Bärbel Pastos und Thomas, Michaela und Henriette Helene Pfeiffer. Die Kleine Henriette Helene, gerade mal etwas über zwei Jahre alt scheint ja bereits eine gestandene Seglerin zu sein. Euer diesjähriger Kurs führte Euch über  ….  Warns – Enkhuisen – Horn – Volendam – Almere – Amsterdam – Alkmar – Den Helder – Oudeschild / Texel – Makkum – Warns.
    Beim Wetter war wohl alles dabei aber bei den Besonderheiten gibt es schon was zu berichten. Insgesamt hattet ihr 26 Erlebnistage und seid an 11 Tagen 157 sm gesegelt.
    Die erste Hälfte des Törns war wieder unser klassischer Familientörn mit den Großeltern Kurt und Bärbel Pastors, Thomas und mir und unserer kleinen Henriette Helene, die mit ihren knapp über zwei Jahren schon eine richtig gestandene Seglerin ist. Neben den inzwischen schon klassischen Zielen für uns (Enkhuizen wegen des Sprookjeswonderlands und Volendam wegen den tollen Spielmöglichkeiten im Hafen) bleibt hier die riesige Kirmes in Horn zu vermerken, die sicherlich für Kirmesfans ein lohnendes Ziel ist.
    Der absolute Höhepunkt unserer Fahr war jedoch die Sail Amsterdam! Die Kuddel’s P lag eine Woche lang in der Marina Amsterdam auf einem Logenplatz: längsseits am Wellenbrecher mit direkter Sicht auf die Ij und die Schiffsparaden. Diese Tage waren ein unvergessliches Erlebnis und die Atmosphäre in Amsterdam wirklich unbeschreiblich! Unser persönlicher Höhepunkt während dieser Tage war jedoch, dass wir abends im Konzert ganz unvermutet die Königsfamilie getroffen haben – seine königliche Hoheit Wilhelm Alexander hat meinen Vater sogar direkt angesprochen und ihm einen schönen Abend gewünscht! Das passiert auch nicht alle Tage!  
    Nach dem unglaublichen seglerischen Trubel in Amsterdam stand noch ein weiterer einschneidender Tag an: zum ersten Mal legten Thomas, Henriette und ich mit der Kuddel’s P ab und ließen Opa Kurt und Oma Bärbel an Land zurück – denn für den zweiten Teil unserer Fahrt, die letzten beiden Wochen, gehörte das Schiff ganz allein der „jungen Familie“. Es war schon komisch, vom Wasser aus dem Schiffseigner an Land zu winken… Für uns drei ging es über den Nordhollandkanal nach den Helder. Das spannendste an dieser ansonsten recht langweiligen Kanalfahrt war unsere Mittagspause direkt an der Zaanse Schans, während der unser Schiff vor den Windmühlen Fotomotiv für unzählige Chinesen und Japaner wurde.
    So langweilig wie die Kanalfahrt auch war, so wunderbar wurde jedoch der sehr ausgedehnte Spaziergang durch die Dünen von Den Helder aus zum Seeaquarium Fort Kijkduin und weiter bis fast nach Julianadorf. Seglerisch wurde es erst ab Den Helder wieder interessant und wunderschön: sowohl die kurze Überfahrt nach Texel als auch einige Tage später  - nach ausführlichen Fahrradtouren und Besichtigungen auf der Insel  - die Rückfahrt von Texel nach Kornwerderzand waren einfach wunderbar, da wir beide Fahrten bei herrlichstem Wind aus der richtigen Richtung früh morgens bei Sonnenaufgang angetreten sind – eine einmalig schöne Atmosphäre, so ganz allein im Watt! Auch Henriette war dabei gut beschäftigt, denn nachdem der erste Seehund seinen Kopf aus dem Wasser gestreckt hatte, musste sie natürlich gut aufpassen, ob nicht noch mehr da waren…
    Zum Abschluss der Fahrt haben wir uns noch einen Strandtag in Makkum gegönnt und haben anschließend die Kuddel’s P wieder in ihren Heimathafen Warns gesegelt
    Was man aber zwingend beherzige sollte ist folgender Tip:
    Wer sich in der neuen Marina Amsterdam, den während eines Törns sehr ungewöhnlichen Luxus eines Schaumbades in einer Wanne mit Blick auf den Hafen und die Ij gönnen möchte, sollte dabei unbedingt bedenken, dass die bodentiefen Fenster direkt neben der Badewanne erst dann von außen nicht mehr einsehbar sind, wenn man den kleinen, sehr unscheinbaren Schalter neben der Tür gedrückt hat…
    So das war es lesetechnisch von meiner Seite aus und jetzt sollte auch die Preise vergeben werden
    Zuvor möchte ich aber nicht versäumen mal zu erwähnen, dass wir uns mit den gemeldeten Törns hinter keinem renommierten Wettbewerb verstecken müssten, wenn wir denn einer wären. Und nochmal ganz herzlichen Dank für so viele schön geschriebene Berichte, ihr werdet von Jahr zu Jahr besser.
    Unsere Preisträger in diesem Jahr sind:

    Familienpreis: Pfeiffer
    Reise mit dem kleinsten Segelschiff: Kaatze

    Drei Fahrtenpreise: Bechem
    Kampmann

    Stricker


    Besondere seglerische Leistung AGFS Trophy Ehepaar Roth


    Kompaßpreis: Arne Schmidt
        
     

    FAHRTENWETTBEWERB 2014
    „Törns“


    Moin, moin liebe Motor- ,Wind- und Wassersportler,
    es ist schon wieder ein Jahr vergangen und auch dieses Mal beginnt die Wintersaison mit vielen gelesenen Berichten. Genau genommen waren 1 Flottillenbericht (der 6 Schiffe betrifft) und 12 Einzelberichte bis zum 09.11 bei mir angekommen. Und das Ganze ohne Anmahnen und nachtelefonieren. Euch allen ein ganz dickes Lob. Aber auch die paar Nachzügler fanden noch Ihren Platz und ich hoffe es ist wie immer lustig und informativ verpackt und vor allen Dingen leicht verdaulich. Alles in Allem berichte ich heute über 19 Urlaube. Jeder ist ein bemerkenswertes Unikat. Viele Berichte sind dieses Jahr so schön geschrieben, dass man jeden davon hier vorlesen sollte. Das braucht aber doch ein bisschen viel Zeit und die haben wir heute Abend dann doch nicht. Ich denke wir können sie vielleicht auf unserer homepage veröffentlichen.  
    Warum ich den Motor mit in die Überschrift genommen habe ist ganz einfach. Diesmal sind auch wieder tolle Berichte übers Motorbootfahren dabei. Auch diese gehören zu uns und der AGFS und sollten deshalb auch die ihnen gebührende Beachtung bekommen. Sie sind ja nicht nur unsere Helfer bei der Pfingstregatta sondern Freunde und Kollegen. Und man kann auch mit dem Motorboot wunderschöne Touren machen. Das haben ja auch schon ein paar von euch bewiesen.
    Legen wir dann mal los mit den Revieren und deren Besucher

    * Die Welt und Umgebung (präzisiert Europa und Afrika)
    Auf diesem Trip ist uns „Uwe“ Schorn, der sich auf den Weg gemacht hat seinen Traum zu Leben.
    * Nordsee und englischer Kanal
    Uta und Frank Grone
    haben wieder in Ihrem Wohnzimmer gesegelt (würde Boris Becker jetzt sagen) und alle Achtung Michael Röhrig war bis auf eine kleine Etappe auch einhand dort unterwegs.
    Martin Kampmann
    segelte ebenso einhand von Workum nach Norwegen und mit
    Sohn Maximilian
    zurück.
    Jan Winschermann und Sonja Welters
    segelten von Workum über Helgoland nach Hamburg, von dort durch den NOK in die Ostsee hoch bis zum Limfjord nach Thyborön. Zurück ging es über Sylt und Helgoland nach Lauwersoog / Workum.
    * Die Ostsee und die Schlei
    Die Ostsee als die Segelheimat vieler Segler wurde wie jedes Jahr gleich von mehreren unserer Segelfreunde besegelt.
    Unsere Ijsselmeer – Flüchtlinge die  
    Wiltrud und Rainer Bechem
    hat ihr neues Revier ausgiebig erkundet.
    Ute und Peter Roth
    haben wieder sehr viel Zeit damit verbracht ohne Zwang und Stress bis zum Norden des bottnischen Meerbusens zu kommen.
    Manfred Ketels
    hat wie immer einhand  Dänemark und Westschweden besucht.
    Und die bereits erwähnet Flottille bestehend aus den Schiffen
    Ma Vie, Miringa, Lanita, Padua, Helli und Vida
    hat zwar nicht die ganze Zeit gemeinsam verbracht, aber die Hin- und die Rückreise doch größten Teils. Lediglich die
    Lanita
    verließ für eine Woche die Flottille um bei der Warnemünder Woche als Trossschiff für die 420er Flotte der ETUF – Jugend zu dienen. Außerdem nahm man  die Gelegenheit war mal an einer richtigen Seeregatta teilzunehmen und segelte die Küstenregatta mit. Thomas meinte dazu hinterher nur, dass sie das einzige Regattaschiff mit weißen Segeln, Fahrrädern und einem größeren Getränkevorrat an Bord gewesen seien.
    Die
    Miringa
    blieb später noch ein wenig länger in der Ostsee und wurde von dort in ihr Winterlager in Bremen überführt.
    Und last but not least
    Kurt und Roswitha Schulze
    haben seinen 86.Geburtstag auf der Schlei mit Freunden verbracht.
    * Das
    Ijsselmeer, west- und ostfriesische Inseln
    Jochen Dietel hat mit Tochter Julia
    und Crew einen Plattboden  
    gechartert und damit das Wattenmeer unsicher gemacht, aber auch Familie Baston hat sich dort mit ihrem neuen Schiff, der Rubina herumgetrieben
    Familie Pastors
    (wirklich Familie man war zu fünft unterwegs) haben die Tage im südlichen Ijsselmeer genossen.
    * Neue deutsche Bundesländer
    Das kann doch nur ein besonderer Motorboottrip sein. Ist es auch:
    Familie Rick
    hat sich 73 Tage Zeit genommen, doch dazu später mehr.

    Damit haben wir schon mal einen groben Überblick über unsere Reviere und sehen uns die Reisen, die Segler und die Boote im Einzelnen an, dieses Mal wieder im bunten Mix.

    Die „
    Tara“ wurde von Uwe Schorn
    alleine gesegelt. Nur zum neidisch werden hier mal alle Standorte die er angegeben hat:
    Von Lagos nach Culatra, Portugal nach Ayamonte, Spanien, Rabat, Essouira (Marokko), La Graciosa, Lanzarote, Fuertoventura, Gran Canaria, La Palma, El Hierro, Kanaren, Sal, Sao Nicolao, St. Luzia, Sao Vincente, Kap Verden.
    Ich weiß nicht wie es euch geht für mich klingt das nach Sommer, Sonne, Sand und Meer, oder nach einem Angebot eines großen Reiseunternehmens.
    Weil es so lebendig beschrieben wurde hier zwei Auszüge (wörtlich) von Uwe.
    Marokko war mein nächstes Ziel und es erwies sich als Traum aus 1001 Nacht. Ich verbrachte 4 Wochen dort. Die Menschen waren sehr hilfsbereit und freundlich. Die Märkte außerhalb der Touristencenter waren so authentisch wie vor 1000 Jahren. Frischfleisch wurde direkt geschlachtet und die Auswahl an Gemüse, Obst und frischen Tees zu Spottpreisen, die jedes Handeln verboten, waren sehr überzeugend.  
    Die Friedlichkeit der Menschen, die Zurückhaltung und Ehrlichkeit und Liebe zu ihren Kindern hat mir gezeigt, dass es richtig war diesen nicht ganz üblichen Kurs zu wählen.  
    Und die Zweite:
    Die Kanaren waren das nächste Ziel der Tara, die 2-tägige Überfahrt war sehr ruppig und aus meinem ersten Hafen auf der Insel La Graciosa, der nur halb voll war, wurde ich wieder hinaus geschickt, weil ich mich nicht in Madrid, bei wem auch immer angemeldet hatte. Willkommen in der Krise, dachte ich mir und ging ohne Genehmigung vor Anker, auf einem Ankerplatz, der sich als der schönste der Kanaren herausstellte.  
    Auch aus anderen Häfen in Fuerteventura wurde ich herausgeschickt oder solange herum geschickt bis ich wütend und resignierend ihnen (ungehörterweise) sagte was sie mich mal könnten und bin dann die Nacht durch gesegelt nach Gran Canaria, wo man auch erst meinte, dass man mir keinen Liegeplatz garantieren könnte, da ja die ARC (Atlantik Rally for Cruiser) 2 Monate später starten sollte. Auch ein friedliebender Mensch musste dann mal eine Drohung aussprechen und dann bekam ich endlich einen Platz für 4 Tage zugewiesen. Weiter ging es nach Teneriffa, wo mich Birgit wieder besuchte. Wir mieteten uns ein Auto und erkundeten die tolle Insel.
    Von El Hierro segelte ich 7 Tage bis zu den Kap Verden und genieße z. Z. die Inseln und die tollen Menschen. Es gibt auf den ganzen Kap Verden nur einen Hafen und der ist auf Sao Vicente. Ansonsten hat man hier bisher nur windige Ankerplätze. Auch gerade, als ich diesen Text schreibe sind wir wieder eingeweht und Böen bis 35 Knoten Wind ausgesetzt.  
    Trotzdem sind die Kap Verden bisher traumhaft. Hier werde ich ca. 3 Monate bleiben, bis es weiter nach Brasilien geht.  
    Da kann man nicht mehr viel zu sagen außer: Ich wünsche Dir dass du, egal wo du bist, findest was du suchst. Wir freuen uns auf weitere schöne, phantasieanregende Zeilen und tolle Fotos auf deiner Homepage „sy-tara.de“ Zurückgelegt (nur für die Statistik) hat Uwe 2570sm an 220 Reisetagen (Hafentage hat er nicht angegeben).


    Die „
    Semper Fidelis“
    ein Regatta H-Boot (nur 8.28 lang und ziemlich Niedrigbordig) wurde von
    Michael Röhrig
    einhand von Hellevoetsluis via Stellendam, Oostende ,Dünkirchen und  Calais nach Dover, Eastbourne  nach Boulogne sur Mer gesegelt. Zurück über Dünkirchen via Cap Gris Nez, Blankenberge nach Hellevoetsluis .
    Seine Aussagen zum Wetter: 70-80% der Windvorhersagen stimmten nicht, er hatte viel unangekündigten Schwachwind bzw. sogar Flauten zu bewältigen, allerdings waren der Sturm- und der Starkwindtag angekündigt worden. Er hat sich über wunderschöne Nachtfahrten gefreut, eklige Flauten mit Dauerschwell überstanden und die Erkenntnis gewonnen, dass auch driften eine Art der Fortbewegung ist. Freundlicher französischer Zoll in Calais und „Stuff“ am Steg in Dover waren eine echte Überraschung. Aber die größte Überraschung war, dass 95% aller Segelyachten die ihm begegnet sind auch bei Wind motort sind. Insgesamt war Michael 21 Tage unterwegs und hat von den 405,2 sm die er an 14 Segeltagen absolviert hat nur 20 sm motort.

    Die „
    Ma Vie“
    mit ihren Eignern Udo und Roswitha Skiebe hat dieses Jahr das Flottillensegeln mitgemacht. Ebenso mit von dieser Partie waren die
    „Lanita“,
    Anita, Lisa und Thomas Mai,
    die „Padua“,  
    Monika und Udo Hackert,
    die „Helli“,
    Monika und Horst Guntermann,
    die „Miringa“
    Doris und Jörg – Michael Müller  
    und die „Vida“
    Claudia, Julia und Frank Elsner.
    Mit Unterbrechungen wegen Starkwind und einem völlig veränderten Seegat bei Lauwersoog ist man dann doch in Cuxhaven angekommen. Und dort traf man auf die nächste Herausforderung. Kurzgesagt in ganz Cux gab es keine Kutterscholle! Das geht gar nicht,  aber so was von gar nicht.
    Nach der glücklicherweise problemlosen Schleuserei auf dem NOK, fiel die ganze Armada dann abends in Heikendorf bei Bechems ein, die dort jetzt ihren Liegeplatz haben.
    Die Ostsee zeigte sich erst einmal von ihrer windigen Seite und das auch noch aus NE-E.
    Auf der Ostsee seid ihr erst jeder eurer Wege gesegelt um euch dann alle in Vitte auf Hiddensee zu treffen. Ein Highlight war wohl das public viewing in Warnemünde und Stralsund ist auch immer eine Reise wert.  Interessant war auf der Rückfahrt der Besuch in Darßer Ort. Einlaufen nur im Notfall erlaubt. Aber was sollte denn nun als Notfallbegründung beim Hafenmeister herhalten,  um eine Nacht dort verbringen zu dürfen?  Gunti gab ein „rektale Disharmonie“ an, andere Begründungen wurden nicht mitgeteilt.
    Nebenbei bemerkt gab es in dieser Nacht noch weitere 20 Notfälle.
    Zum Rücktörn habt ihr wieder die große Gruppe gewählt, es ist alles gut geworden und Udos Meinung dazu: „Für uns war es ein sehr schöner harmonischer Urlaub. Gerade weil es in der großen Gruppe recht zwanglos und fröhlich zuging haben wir uns wohl gefühlt und würden eine solche Reise gerne wiederholen“. Und 3 Wochen schönes Wetter mit Wind mehr oder weniger nur von achtern hat man  sehr selten!! 600 sm sind es geworden.

    Die „
    Spirit of Diana,
     Uta und Frank Grone sagten zum Wetter: „das war der eigentliche Star dieses Urlaubs, so gutes Wetter hatten wir schon viele Jahre nicht mehr“ eine wie ich finde sehr schöne Bemerkung, weil ihr meist passenden Wind hattet aber immer passende Temperaturen. Die waren sogar so passend dass ihr Beiden sowohl im englischen Kanal als auch im Solent schwimmen ward. Ihr habt euch in diesem Jahr für „chillen“ entschieden und mehr Zeit in Häfen verbracht als sonst. Das Vor-überführen in den Solent hat euch die richtige Grundlage dazu gelegt.
    Als Tipp zum Zeit-totschlagen der Pub „King and Queen“ in Hamble und der Biergarten vom Master Builder´s Hotel in Buckler´s Hard im Beaulieu River, sowie das Museum des Flussbesitzers, Lord Montague, ist sehenswert. Ich habe leider keine Ahnung ob es da eine Verbindung zu Romeo und Julia gibt, aber da kann Wikipedia bestimmt weiterhelfen. Leider hat ein Brand den historischen Pier in Eastbourne zerstört und dies konnte man schon über eine Meile bei der Annäherung riechen. Es ist ein sehr trauriger Anblick und ein echtes Unglück für diese Stadt oder besser gesagt für die ganze Region.
    Ganz kostenlos bekommen wir auch noch zwei Gourmet Tipps, erstens das „Clubhaus Alberta“ in Zeebrugge; das Steak Grillé dort ist unschlagbar, bekommt aber mittlerweile echte Konkurrenz durch das „Lotje aan´t IJ“ der neuen Amsterdam Marina.
    Selbst das Seegras das wir uns eingefangen haben, konnte unser Urteil über diesen Urlaub nicht ändern: Es war herrlich und erholsam wie lange nicht mehr. An 27 Reisetagen habt ihr 745,2 sm zurückgelegt und euch 9 Häfen näher angesehen.

    Auch
    Kurt und Roswitha Schulze
    fanden das Wetter gut, windig, trocken und warm bei Ostwindlage. Ich kann mir vorstellen dass dies eine gute Grundlage für einen 5 wöchigen Törn mit eurer „Windrose“ auf der Schlei war. Ihr habt euch dazu entschieden, weil über See gehen mittlerweile ein No-Go ist. Und nur zur Erklärung für alle Nicht-engländer, das ist wie Kaffee TOGO, nur das eben genau das das nicht geht. Dass ausgerechnet an Skippers 86tem Geburtstag schwere Gewitter und Sturmböen über euch hinweggefegt sind, dies eure Partylaune aber nicht geschmälert hat. Und zusätzlich wurde dadurch für eine wahrlich „aufgehellte“ Stimmung unter der Kuchenbude gesorgt.

    Unsere Umzügler das Ehepaar Bechem hat mit seiner „
    La Mer“
    ihr neues Heimatrevier erkundet. Sie genossen das Segeln bei wenig und viel Wind und haben viele neue Häfen und Inseln kennengelernt. Ihr habt ja auch endlich Zeit. Euch ist die dänische Südsee ans Herz gewachsen, ebenso der große Belt und das bunte Treiben vor Kopenhagen. Ein Höhepunkt war sicherlich das Treffen mit ehemaligen Stegnachbarn aus Makkum mit denen ihr bis zur Insel Omö gesegelt seid. Insgesamt habt ihr 1146 sm lang eure neue Freizeit genossen. Und deshalb kann ich euren Tipp nur allzu gut verstehen.
    „Wer kann, sollte so früh wie möglich seinen zeitfressenden Beruf an den Nagel hängen …… es gibt so schöne Segelziele.

    Das ist nun wirklich mal was ganz Anderes; mit einem Plattboden durch das Watt zu gleiten. Leider hattet ihr durch die Bank weg schlechtes Wetter, viel Wind und wenn es mal segelbar war dann immer auch mit viel Wasser on oben. Lediglich an den letzten drei Tagen kam mal die Sonne zum Vorschein. Genau das haben Jochen und Julia Dietel mit Ralph auf der „
    Eersteling“
    zusammen erlebt, einmal richtiges Wattsegeln. Das ist ehrlich gesagt für kielgewohnte Segler eine echte Umstellung. Das Segelverhalten ist deutlich anders und die große Abdrift ist ziemlich ungewohnt. Aber wenn man den Bogen mal raus hat, macht es echt Spaß. Was man akzeptieren muss ist, das Kreuzen keinerlei Sinn macht, aber das driften hat doch heute schon einer erwähnt.
    Immerhin habt ihr es 14 Tage auf dem platten Boden ausgehalten, 182 sm hinter euch gebracht mit einem ziemlich ausgeglichenen Verhältnis von Segel- zu Hafentagen, nämlich 8 zu 6.

    Der nächste Bericht stammt auch von einem Ehepaar dass endlich ohne Zeitlimit Segeln kann und dies auch wieder ein halbes Jahr lang getan hat.
    Ute und Peter Roth
    waren auf den Spuren von Elchen und Rentieren unterwegs, haben den bottnischen Meerbusen bis Haparanda besegelt und sind mit dem Auto dann bis zum Eismeer vorgedrungen. Sie waren aber auch noch am nördlichsten Punkt der Ostsee und der ist auf den Alandinseln in Törehamn. Ein Landausflug durch Lappland war auch dabei und über Schweden und Bornholm ging es zurück nach Heiligenhafen. Das Wetter wurde erst ab Ende Juni schön (vorher nicht erwähnenswert) und das blieb Gott sei Dank bis Ende August so. Von den vielen Sturmtiefs haben sie nur ein paar Ausläufer gestreift.
    Dieses Jahr habt ihr 200 Tage auf der „
    Ruby Tuesday“
    verbracht und es war nach eurer Aussage wie ein nach Hause kommen, also vertraut. Ihr seid an 146 Tagen gesegelt und habt 49 Hafentage dazu benutzt Land und Leute kennenzulernen, notwendige Reparaturen auszuführen oder einfach nur schlechtes Wetter auszusitzen. Ganz besonders hat euch die „Landhebung“ im Kvarken, der Meerenge zwischen Vaasa und Umea fasziniert. Ein weiteres Highlight habt ihr auf eurer Süd Fahrt Richtung Heimat erlebt die Höga Kusten. Dieses Jahr habt ihr euch von der Natur gefangen nehmen lassen und seid einfach eingetaucht unter anderem auch in die hellen Mittsommernächte. Ein Wehrmutstropfen ist leider die schlechte Kartierung der Gewässer im bottnischen Meerbusen. Es gibt viele Steine die nicht verzeichnet sind. Und ein solcher im 3-6 m Bereich hat dem Rumpf auch einen Schaden zugefügt, der erst beim Auskranen festgestellt wurde. Um solches zu vermeiden sollte man sich ausschließlich an die ausgewiesenen Fahrwasser halten, das schmälert allerdings auch sowohl das Segel- als auch das Ankervergnügen. In Summe hattet ihr 195 Reisetage, 146 Segeltage mit zwei Nachtfahrten. Ihr ward in 49 Häfen und euer Schiff hat euch 3810 sm  sicher getragen.


    Man muss nun nicht unbedingt Hellseher sein um zu wissen der jetzt beschrieben Törn ist ein Preisträger. Überschreiben könnte man ihn mit wenn der Vater mit dem Sohne ……
    Die Varianta K4 „
    Majotinka“
    , Volker und Dieter Seitz, fährt 23 km in einer Stunde (die Kleine ist 6,5 meter lang und hat sich auf eine 5 -Schleusen-Tour vom Baldeneysee bis nach Stavoren (Ijsselmeer) gemacht, genau genommen vom 28.5.-01.06.2014.
    Man ist ca. 276 km motort (und getrieben), ca.40 km gesegelt. „Schon seit vielen Jahren haben mein Vater und ich den Traum, auf eigenem Kiel von unserer seglerischen Heimat Baldeneysee zum Ijsselmeer zu fahren. Diverse Kinder, Bootswechsel, Rentnerpläne, Sperrungen der Schleusen,… ließen uns das Vorhaben immer wieder verschieben. Bis zum 28.05.2014  An einem total verregneten Mittwoch haben wir einen Schleusentermin für 13 Uhr verabredet und so gab es auch kein Zurück mehr, als wir am Baldeneysee feststellten, dass unsere sorgfältig verpackte Varianta einen kleinen Wassereinbruch (Schiebeluck nicht richtig geschlossen) erlitten hatte“……..
    So beginnt der Bericht von Volker Seitz und er geht spannend weiter,  
    „eine Ehrenrunde vor dem ETUF haben wir noch gedreht, bevor es zur ersten Schleusung ging. Direkt 9.5 m geht es hinunter an der Baldeneysee-Schleuse.  Eine imponierende Wand baut sich innerhalb weniger Minuten auf, bevor es dann in die Ruhr geht, die uns mit einer Strömung von ca. 3-4 km/h schob.
    Da wir bei dem Wetter die einzigen Fahrtensegler waren, informierten sich die Schleusenwärter gegenseitig und wir hatten schnelle freie Fahrt. Nach weiteren 4 Schleusungen und 30 km  steuerten wir auf den Rhein zu. Zwar mussten wir nur 600 m stromabwärts, aber wir waren sehr gespannt, ob mit der Motorleistung (4 PS Yamaha Viertakter), Strömung, Welle und Verkehr zu bewältigen waren.
    Der Rhein hat eine Strömung zwischen 3 und 6 km/h und der erste Test  war bestanden und das etwas flaue Gefühl in der Magengegend verschwand, als wir mal ein paar Meter gegen an Motoren konnten.
    Es gab endlich die Zeit für Vater-Sohn und Sohn-Vater Gespräche, die im Alltag oft zu kurz kommen, aber enorm wichtig sind. Mein Vater (77 Jahre jung) und ich (45 Jahre) verbindet neben der familiären Bande schon lange die Liebe zum Segelsport.
    Solche Touren sind sicherlich nicht mit jedem Mitfahrer so angenehm, da wir uns (fast) blind aufeinander verlassen können, war es ein echtes unvergessliches Erlebnis.“
    Euer Bericht liest sich spannend und enthält viele Infos über den Rhein, die IJssel und Euch Beide. Eines soll hier aber nicht unerwähnt bleiben der Abschluss Satz dieses Berichtes: Vielen Dank an meinen Vater, ohne den ich diese Tour nicht gemacht hätte, an meine Familie, die mir ein paar Tage frei gegeben hatte und an Andi, der uns mit Rat und Tat (und Auto) zur Seite stand.

    Und dieser Bericht stammt nun von Einsendeneulingen.
    Familie Baston
    hat mit ihrer neuen Yacht „Rubina“ das Ijsselmeer, die Waddenzee und die friesischen Inseln erkundet. Das Wetter hat eure Urlaubs-Premiere mit guten Wetter begleitet, nur zwei Tage Regen und dafür umso mehr baden in der Nordsee (bei ca. 22 Grad macht das Laune). Wegen des teilweise kräftigen Ostwindes habt ihr es vorgezogen nicht weiter als bis Norderney gegen an zu gehen sondern die angenehmen Seiten zu genießen. Als Besonderheiten eurer neuen Yacht habt ihr den Bi-Kiel und Schwert erwähnt, welches es euch ermöglicht hat aufrecht trocken zu fallen. Außerdem konntet ihr durch den geringen Tiefgang von 0,85 m mit raumen Wind im Watt auch außerhalb des Fahrwassers segeln. Ich wünsche euch auch weiterhin viele Gelegenheiten das Cockpitzelt eurer Rubina als Sonnenschutz zu nutzen. Ihr habt in diesem Jahr an 23 Reisetagen 362sm wirklich gesegelt denn nach eurer Aussage habt ihr nur 40 sm und 15 Stunden motort und das meistens für Hafenmanöver.


    Und noch eine, allerdings Andere, Vater / Sohn Geschichte. Der neue Eigner der „
    Seven Seas“,
    Martin Kampmann, hat nachdem er sich mit seinem Boot vertraut gemacht hat, seine Reisepläne geschmiedet und sich für einen ersten längeren Einhandtörn nach Norwegen entschieden. Um den Anreiz des Ankommens noch zu erhöhen bekam Sohn Maximilian ein Flugticket nach Bergen, um von da den Rücktörn mit zu segeln. Ein toller Bericht den man eins zu eins hier vortragen könnte und es würde nicht langweilig werden. Werde mich aber auf die Besonderheiten und vor allen Dingen an die Tipps halten. Dies war dein ersten mehrtätiger nonstop Schlag einhand auf dem du türkisblaues Wasser erleben konntest, traumhafte Landschaften bei permanentem Sonnenschein und das in der regenreichsten Stadt Europas. Was mir besonders gut gefallen hat ist das bis 12.00 Frühstücken und trotzdem noch 10 Stunden bei Sonnenschein segeln zu können. Auch der Gletscherbesuch per Boot ist eine super Sache, und Handyempfang mitten auf der Nordsee ist auch nicht ohne und hätte ich jetzt nicht gedacht, aber gut zu wissen. Du hast vier Tipps für uns die ich hier auch alle nenne. Da ich selber schon mehrfach in Norwegen war, kann ich vieles deiner Beschreibungen ausdrücklich bestätigen. Doch nun zu deinen Tipps:
    1. Skuddeneshaven ist ein guter Ansteuerungshafen von der Nordeee kommend. Die Tankstelle funktioniert ausschließlich mit Kreditkarte.
    2. Bergen – dort am Wochenende im Hafen zu liegen bedeutet Party bis in die frühen Morgenstunden, ob man nun teilnimmt oder nicht.
    3. Sundal (Maurangerfjord) ist ein schöner kleiner Steg am Campingplatz. Von dort aus kann man zum Folgefonnagletscher und zum Gletschersee wandern.
    4. Haugesund – schöner und günstiger Liegeplatz direkt vor dem Hotel Maritim. Nutzung der Sanitäranlagen und WLAN. Bezahlt wird an der Rezeption

    Dieser Trip hat 19 Segeltage und 1264 sm lang gedauert, davon wurden 563 einhand absolviert und das Ganze war zeitmäßig betrachtet eine Punktlandung mit einem Entspannungstag.

    Lieber Manfred Ketels, von Dir weiß ich nun ja schon lange, dass du mit der „
    Stups“
    einhand unterwegs bist. Diesmal hast Du es an 86 Reisetagen geschafft doppelt so viele Hafentage als Segeltage zu absolvieren. Deswegen auch dein Fazit: Mir gefällt es so viel Zeit zu haben, dass ich nicht nur bei ungünstigen Bedingungen sondern auch wenn es mir im Hafen gefällt, länger dort zu bleiben. In der Vorsaison war es in Westschweden besonders schön. Doch noch etwas mehr über die Besonderheiten dieser Tour. Du warst in den westschwedischen Schären unterwegs und hast dort den ungewöhnlichen Tierpark „Nordens Ark“ und die urige Insel „Lilla Kornö“ besucht. Leider hast Du dir einmal die Achterleine eingefangen und doch, mit Hilfe eines doch noch festgehaltenen Motorbootes samt Taucherausrüstung, konntest du dann weiter. Und da aller bösen Dinge wohl offensichtlich auch drei sind, hattest du auch noch zweimal Probleme mit der Motorkühlung, einmal einer undichten Schlauchverbindung zu Folge und beim zweiten Mal hat sich eine Qualle in die Seewasserzuleitung und den Filter verirrt. Es gibt sicherlich schönere Erinnerungen an Haustiere als diese.


    Die Reise der „
    Eiswette“
    mit Jan Winschermann und Sonja Welters begann in Workum führte dann über Lauwersoog und Helgoland bis in die Hamburger City., selbstverständlich mit ein paar Tagen Aufenthalt dort. Dann ging es die Elbe wieder hinunter und durch den NOK in den kleinen Belt hoch bis zum Limfjord. Dieser wurde durchquert und von Thyborön über Sylt und Helgoland ging es zurück nach Workum. 45 Tage waren die beiden unterwegs. Dies ermöglichte, dass die 1051 sm in überschaubaren Etappen gesegelt werden konnten.

    Die Familie Pastors hat auf ihrer „
    Kuddel´s P“
    wirklich einen Familienurlaub gemacht. Da klein Henriette Helene, nun schon groß genug ist auch beschäftigt werden zu wollen und die 1 1/2qm der Plicht nicht so ganz ausreichen war, traf man einen Entscheidung. Lange Segelschläge sind nicht drin. Opa, Oma und Mama waren auch irgendwann am Ende Ihrer Ideen, also entschloss man sich dazu „Spielplatznavigation“ zu betreiben. Startpunkt war das Ziegengehege in Hindeloopen. Weiter ging es über den Tollen Märchenpark in Enkhuizen nach Volendam, Erkenntnisse des Vorjahres ausnutzend. Und in diesem Jahr gab es etwas ganz Tolles. Zwei Boxen waren umgebaut worden und an deren Seite steht nun eine schwimmende Plantschbecken-landschaft mit einem tollen Kleinkinderbecken mit einer Rutsche und einem spritzenden Walfisch und diversen anderen Wasserspielgeräten. Einfach toll. Seglerisch nicht anspruchsvoll aber absolut Familiengerecht und ein Tipp gibt es auch noch:
    Wer mit Kindern segelt und ab und zu mal „frei“ von ihnen haben möchte ist in Volendam bestens aufgehoben. Die Marina bietet nicht nur zahlreiche Spielmöglichkeiten, sondern im Sommer auch Animationen für alle Altersstufen. So habt ihr an zusammen 18 Reisetagen, 14 Tage in Häfen verbracht und an den verbleibenden 4 Reisetagen 96sm gesegelt.

    Und nun zur letzten Reisebeschreibung, die Reise der
    „Alea“
    mit ihrem Skipper Heinz Rick und wechselnder Crew. Du hast an 73 Reisetagen und 1885 km die neuen Bundesländer besucht. Gestartet bist du in Lemmer und in der 18 KW 2014 bist Du über unter andern den Dortmund-Ems-Kanal nach Hörstel gekommen. Dann in den Mittellandkanal bis Haldensleben und weiter durch den nächsten Kanal, den Elbe-Havel-Kanal bis Brandenburg. Viele weiter Orte habt ihr besucht, Teltowkanal, Berlin-Köpenick den Müggelsee, Templiner Gewässer, Spandau und Potsdam um nur einige zu nennen. Ihr habt euch aber auch immer wieder die Zeit genommen die eine oder andere Fahrrad Tour zu machen. Aber eines habe ich an Hand der Bilder in deinem Logbuch entnommen, Angst vor hohen Schleusenwänden sollte man auf dieser Tour nicht haben. Nur ein Beispiel die Schleuse in Hohenwarthe hat eine Wandhöhe von 19,5 Meter (nicht schlecht !!).
    Aber was es da sonst noch so alles zu sehen und bewundern gibt, Schloss und Park von Sanssouci, allerdings auch das Regierungsviertel und so unendlich viel schöne Landschaften und Natur pur. Ich glaube das alles kann man wirklich am besten von Wasser aus sehen und genießen.
    Und dann auch noch Leichtmatrose Baby Filip mit Eltern an Bord. Die haben dich bis Lemmer begleitet und ich denke mal dass Filip mit seinen gerade mal 5 Monaten in diesem Jahr wohl der jüngste Teilnehmer war. Dein Fazit: die Alea hat die Reise gut überstanden bis auf eine Kollision mit einem Gegenstand unter Wasser bei der Hafeneinfahrt in Lingen. Jeder gute Kapitän denkt zuerst an sein Schiff, doch vor Ort konnten keine Schäden gefunden werden. Ich hoffe du hast beim Kranen fürs Winterlager auch keine größeren Schäden entdecken können. Berlin und die neuen Bundesländer sind ein sehr interessantes und landschaftlich schönes Wassersportgebiet mit verzweigten Wasserwegen und klaren Seen. Du hast viele nette Häfen und Leute kennengelernt, ein paar würdest du nicht mehr besuchen, aber trotzdem überlegst Du diese Tour noch mal zu fahren. Besser kann es doch nicht sein.

    Unsere Preisträger in diesem Jahr sind:
    Familienpreis:
    Fam. Pastors                      
    Kuddel´s P

    Reise mit dem kleinsten Segelschiff:
    Volker und Dieter Seitz                  
           Majotinka

    Drei Fahrtenpreise:
    Fam. Rick
                          Alea
    Michael Röhrig                       
    Semper Fidelis

    Jan Winschermann und Sonja Welters         
    Eiswette

    Die AGFS Trophy für
    die besondere seglerische Leistung:
    Martin und Maximilian Kampmann           
    Seven Seas
    Kompasspreis:  
    Peter und Ute Roth           
    Ruby Tuesday

    Törns 2013


    Moin, moin liebe Wind- und Wassersportler,

    Ich bin´s mal wieder und wie jedes Jahr mit vielen gelesenen Berichten im Gepäck. 20 Berichte wurden diesmal eingereicht. Ein schönes Ergebnis. Einen großen Dank an alle Crews.

    Zuerst möchte ich aber noch im Nachhinein unserer „Hausreporterin" Fee Kapteina zum Geburtstag gratulieren. Fee ist vor 3 Wochen 90 Jahre geworden. Über Jahrzehnte war Fee bei der WAZ für das Thema Segeln zuständig. Unzählige Berichte hat sie über und für die AGFS in der WAZ veröffentlich. Unvergessen der Gemeinschaftstörn der AGFS im Jahre 1986 nach Polen, auf dem sie uns begleitet hat. Viele Berichte, die Fee über die AGFS geschrieben hat, findet ihr übrigens auf unserer Homepage.

    Was  gibt es nun von dieser Saison  zu berichten:

    Unser Segelfreund Uwe Schorn ist im Juni zu seinem Großen Törn  aufgebrochen. Kurz gefasst könnte man sagen, dass unser lieber Uwe die Segelreviere  aller diesjährigen Teilnehmer besegelt hat. (na ja fast) und das waren dann schon mal so u.a. ca. 3000 sm EINHAND …. Alle Achtung!


    Bevor ich nun zum Überblick komme, noch ein kurzer Rückblick auf das Wetter in dieser Saison. Ich glaub, ich kann es kurz sagen: das 1. Halbjahr war fast die ganze Zeit kühler und mieser als unser letztes Weihnachtsfest, denn da hatten wir immerhin gute 15 Grad.  Und im 2. Halbjahr  kam der Supersommer!!


               Jetzt aber der Überblick:

    5 Crews waren Richtung England unterwegs
    1 Crew war im Mittelmeer
    4 Crews waren auf den deutschen Inseln unterwegs
    5 Crews waren in oder besser gesagt auf der Nord und Ostsee unterwegs
    3 Crews waren in den Niederlanden unterwegs
              1 Crew war auf den deutschen  Binnengewässern
              1 Crew war auf den weitergehenden Weltmeeren



    Im Detail:

    Die Nord- und Ostsee
    Rainer und Ingrid Peters
    Manfred Ketels (einhand)
    Stephan Colsmann
    Ute und Peter Roth

    Rainer und Wiltrud Bechem

               Englischer Kanal

    Ehepaar Grone
    Familie Mai mit Tina Seitz
    Ehepaar  Guntermann
    Familie Hackert
    Ehepaar  Otto


    Niederlande
    Familie Pastors / Pfeiffer mit Baby

    Ulli Boltendahl (Herrentörn)
    Familie Handtke

    Mittelmeer
    Jörg Schöddert


    Deutsche Binnengewässer
    Ursula und Heinrich Boltendahl


    Deutsche Inseln
    Ulrich und Inge Boltendahl (Sommerurlaub)

    mit ihren Freunden von der Libertine
    Doris und Jörg-Michael Müller
    Udo und Roswitha Skiebe


    Den Rest der Welt bestehend aus Niederlanden, Norwegen, Island, Nordirland/Irland, Spanien und Portugal   
    erledigte Uwe Schorn

    So!!! Damit haben wir schon mal einen großen Überblick über unsere Reviere und sehen uns den bunten Mix der Reisen im Einzelnen an.



    Nun zu den Törns:

    Fangen wir heute mal im Mittelmeer an:
    Dort  war Jörg Schöddert mit kleiner Crew unterwegs, um einen Catamaran  mit dem schönen Namen „Liberty" nach Helgoland zu überführen.
    Wind gegen Strom in der Straße von Gibraltar führte zu
    gewaltiger Übelkeit beim Eigner des Cats.  Daraus folgte unmittelbar das Kommando  –

    Sofort! Sofort an Land!!  Man bog links ab und der Törn endete, statt auf Helgoland im

    Winterlager, auf den Canaren.

    Die Reise ging von ALMERIMAR über GIBRALTAR – PORT SANTA MARIA  nach  SEBO auf  LA GRACIOSA.

    Jörg hat ein paar Besonderheiten erwähnt:
    1. Ein umgekipptes Motorboot (ca. 10m) trieb in der Straße von Gibraltar. Das gab ihm die
       Möglichkeit, einen echten SECURITÈ Ruf an die Coast Guard  abzusetzen.

    2. Für ihn ist dies das Boot der ersten Wahl: der komfortable Catamaran

    3. Da es  ja vom warmen Süden in den kühlen Norden gehen sollte, war es schwierig, die
       Garderobe in dem erlaubten 15kg Fluggepäck unterzubringen.

    4. Es stimmt, der englische Affenfelsen ( Gibraltar )  ist schon sehenswert.

    5. Fünf Tage und Nächte Atlantik für zwei Wachgänger  sind ganz schön ermüdend und
      anstrengend.

    Fest zuhalten ist, dass nicht nur eine völlig erschöpfte Taube Teil dieser Reise war, sondern auch zum guten Schluss zwei müde Segler auf den Kanaren ankamen.

    Tipps gibt es auch noch:
    Wecker mitnehmen (???????)
    Neben RYANAIR auch alternative  Fluglinien prüfen
    Auf schriftlichen Abmachungen bestehen (????????)

    .
    Fünf Crews hat es in den englischen Kanal gezogen, davon schlossen sich vier Crews  für ihren Törn zusammen.

    Das Ehepaar Grone hat seine „Spirit of Diana" von Hindeloopen aus über die Niederlande und Belgien nach Portsmouth in 4 Tagen vorüberführt. „In nur 4 Stunden waren wir via London Gatwick wieder zu Hause.
    Und das war das schönste Erlebnis vom ganzen Urlaub: Mit kleinem Handgepäck den Urlaub zu beginnen und am Boot im Urlausrevier anzukommen. Kein Anreisestress, keine Wetterunwägbarkeiten.
    Die von uns angefahrenen Häfen westlich von Portland Bill haben uns enttäuscht. Sie waren arg heruntergekommen. Für die schönen Flussläufe und Ankerbuchten fehlte uns leider ein gutes Ankergeschirr."
    Das Hinterland von Cornwall wurde mit dem Auto erkundet. Der Segelweg zurück musste wegen einer Plastikplane in der Schraube in Breskens unterbrochen werden.
    Fazit der Crew: „Wir sind so viele Meilen gesegelt (und nicht motort) wie schon Jahre nicht mehr. Meist in kurzer Hose aber Wind immer von vorne: welch ein Glück, dass unser Schiffchen gut kreuzt".

    Insgesamt waren sie 1065 SM unterwegs.


    Das Quartett, bestehend aus der „Lanita", der „Padua", der „Helli" und der „Blauen Maus"hat einen ähnlichen Weg gewählt und die Boote vorüberführt nach Nieuwpoort.
    Sie beschreiben den Törn als eine harmonische Reise bei idealen Wetterbedingungen, gespickt mit vielen Hafentagen für Ausflüge. In Cowes auf der Isle of  Wight wurden für zwei Tage Autos gemietet. Originalton Thomas: „Ich glaube, das war der erste Urlaub seit 35 Jahren, in dem praktisch nix kaputtgegangen ist. Umso glücklicher waren unsere Reparaturfreaks, Horst und Norbert, als bei einem Außenborder der Dinghis die Kupplung defekt war. Endlich hatte MANN was zum Spielen. Weniger glücklich war wohl die Kapitänin, als der Außenborder auf dem Salontisch mit Schraubzwingen befestigt und  seziert wurde.
    Als Unterlage wurden aktuelle Badetücher benutzt. Das zu Bett gehen der Kapitänin verzögerte sich auch erheblich, da der Zugang zur Achterkajüte  durch Werkzeug und Einzelteile versperrt war".

    Ebenso sollte hervorgehoben werden: sehr freundliche und professionelle Hafenmeister, die  immer die Möglichkeit eingeräumt haben beisammen liegen zu können.
    Jeweils 768 Seemeilen wurden zurückgelegt.  17 Segeltage, 11 Hafentage

    Nun zu den Niederlanden:

    Im Anschluss an die Pfingstregatta hat Ulli Boltendahl seinen berühmt berüchtigten Herrentörn mit der „Fenua Ura" gestartet. Er hatte Schietwetter!  Im Haringsvliet war es dann etwas erträglicher. Von Vlissingen bis Texel kalte aber auch sehr schöne Segeltage. Je kälter allerdings die Temperaturen, desto geringer der Inhalt der Bar. Auch eine Sichtweite von  fast Null vor Vlieland gehörte dazu.
    Zurückgelegte Meilen 386

    Einen längeren Urlaub (genau 35 Reisetage) haben sich Familie Pastors mit Tochter Michaela und Enkelin Henriette (zu Beginn der Reise knapp 4 Monate alt) auf der wohl vertrauten „Kuddel`s P" gegönnt. Um die Kleine nicht gleich zu verschrecken  sollte es ein geruhsamer Törn werden.  
    Michaela schreibt in ihrem Bericht:
    „Es stellte sich aber heraus, dass Henriette absolut seefest ist … An einem Tag (übrigens dem einzigen wirklich schlechten) haben wir uns mit dem Wetter verschätzt und mussten dann feststellen, dass aus den angesagten 4 Windstärken auf einmal 6-7 geworden waren. Aber da Umdrehen nicht in Frage kam, mussten wir da durch. Und siehe da … je höher die Wellen wurden und je mehr das Schiff schaukelte und Lage schob, desto mehr freute sich das Baby! Sie hat sogar laut gejuchzt und hatte sichtlich Spaß. Also Generalprobe absolut gelungen und in den nächsten Jahren können die Törns ausgedehnt werden.
    Aber es gab auch ein echtes Abenteuer zu bestehen: Zwischendurch mussten wir für 2 Tage nach Hause. Auf der Rückfahrt zum Schiff blieb der ICE mit Totalschaden irgendwo mitten im Nirgendwo auf der Strecke liegen.  Wir wurden kurz vor der holländischen Grenze samt Baby und Sackkarre  (z.T. mit flüssigem Proviant für die nächsten Wochen auf dem Schiff) von der Feuerwehr mit Notleitern aus dem Zug evakuiert. Dann weiter mit dem Bus bis Amsterdam. Wegen dieser Anstrengung war an die geplante Nachtfahrt durch Amsterdam nicht zu denken. Spannend war auch die Fahrt nach Naarden, aber die Hollandse  Brug war für uns auf der Hinfahrt hoch genug. Allerdings ist Naarden nur bei stabiler Wetterlage anzufahren, denn bei stetigem Starkwind steigt der Wasserpegel, so dass man u.U nicht mehr unter der Brücke durchpasst.

    Und auch hier ein paar Tipps:
    Die neue Marina in Amsterdam ist eine super Alternative zum Sixhafen. Der Hafen ist sehr modern, bietet viele Gastliegeplätze und auch die etwas größere Entfernung zur Innenstadt ist kein Problem, da 400 Meter neben dem Hafen eine Fähre zum Bahnhof ablegt. Dort gibt es sogar direkt am Fähranleger einen tollen Bäcker mit Cafe, der zwar KEIN Bargeld akzeptiert, bei dem man aber auch kleinere Beträge mit der EC Karte bezahlen kann (wir wussten bisher nicht, dass es tatsächlich Läden gibt, die kein Bargeld wollen …..
    Ist ja auch schon ziemlich außergewöhnlich.. hieß es doch früher nur BARES ist WAHRES.

    Wie dem auch sei, dies waren die ersten 229  Seemeilen in Baby Henriettes Leben.
    11 Seetage, 24 Hafentage ( so was kann man auch verlängerten Mutterschutz nennen. )

    Nun zur Kombi Niederlande und deutsche Inseln.
    Dieses Revier wurde unter anderem von Ulli und Inge Boltendahl mit der „Fenua Ura" als Sommerziel genutzt. Zuerst begleitet von der „Libertine" ging es von Makkum über Lauwersoog über die Inseln nach Emden und dann über Groningen, Dokkum und Haarlingen zurück. Auch Familie Handtke mit der „Sophie" war ein häufig anzutreffendes Segelboot. Nach zwischendurch getrennten Wegen gab es am Urlaubsende ein Treffen aller drei Yachten auf Vlieland. Ullis und Inges Highlight des Urlaubs war die Besichtigung des Seenotrettungskreuzers „Alfried Krupp" auf Borkum.
    Dieser Urlaub bescherte beiden - bei allem was das Wetter so zu bieten hatte - 321 sm.

    Auch Roswitha und Udo Skiebe mit ihrer Ma Vie", begleitet von Doris und Jörg-Michael Müller mit ihrer „Miringa" hatten die Nordseeinseln zum Ziel.
    Eine Erfahrung der besonderen Art berichtet Udo:
    „Nach einem schönen Ankertag im Päckchen kam etwas Wind auf. Ein Anker für zwei Boote ist übrigens nicht so ideal, wir mussten ordentlich Gas geben, um mühsam langsam vom Schiet wieder frei zu kommen. Wir verholten uns gleich in die Außenmarina Lauwersoog, nicht bedenkend, dass wir Springniedrigwasser hatten, was unsere Liegeplatzmöglichkeiten sehr einschränkte.
    Weiter ging es für einen 4tägigen Aufenthalt nach Borkum. Auf dem Weg nach Langeoog, kurz vor der Ansteuerungstonne, wurde der Himmel schwarz, und ein Unwetter setzte ein, wie wir es noch nie erlebt hatten. Maximale Sichtweite eine Bootslänge und prasselnder Regen bei 10 Bft, der richtig weh tat. Nach einer halben Stunde Richtung offener See ließ der Regen nach, und wir waren wieder an der Ansteuerungstonne.
    Auf dem Rückweg haben wir uns in Lemmer von der Miringa getrennt. Wir fuhren weiter über Den Oever nach Texel, wo wir das große Hafenfest erleben durften. Außerdem verbrachten wir einen sehr schönen Tag in Ecumare, der Seehundaufzuchtstation auf Texel.
    Wir sind ca 320 Meilen gesegelt bei grandiosem Sommerwetter und hoffentlich wird es nächstes Jahr genauso schön. 22 Reisetage, davon 11 Hafentage


    Auch dieses Jahr waren Heinrich und Ursula Boltendahl wieder auf den heimischen Binnengewässern unterwegs.
    Die „Näshörn" wurde nach Brandenburg getrailert und im Mai wurde die erste Runde auf dem „Scharmützelsee" gedreht.
    Pittoreske Orte wie  Blossin und Senzig wurden besucht. Über Wollzin und Zeuthen ging es zum Kalksee. Auch Köpenick (auch ohne Hauptmann sehenswert) und Potsdam gehörten zu den angelaufenen Städten. Als das Wetter schlechter wurde, beschloss man nach Rahndorf zu fahren, Abschied von Freunden zu nehmen, die Näshörn auf den Trailer zu packen und den Heimweg anzutreten. Diesmal sind 1280 km getrailert worden und 735 Km motort.

    Das Gebiet Nordsee / Ostsee wurde von Stephan Colsman zumeist alleine (nur in der letzten Woche mit weiblicher Crew) besegelt, mit seinem 8.20m Trimaran der Saga II".
    Es ging von Stavoren über die Nordsee und den NOK in die dänische Südsee.

    Er schreibt:
    „Es bleibt weiterhin ein Gerücht, dass ein Multihull im Seegang wesentlich ruhiger liegt als ein Monohull. Der NOK ist schön  ------ langweilig, das Schleusen einhand allerdings ein Abenteuer.
    Für die Watt Olympiade
    lohnte sich ein Hafentag in Brunsbüttel und ein lange anhaltender Lachmuskelkater war die Folge.
    Auch Stephan hat ein paar Tipps zum Weitergeben.
    In den NOK - Schleusen können die Fender nicht tief genug hängen, sofern man an den Schwimmstegen,  welches eine nette Umschreibung für glitschige Rutschfallen ist, festmacht. Muss man allerdings ins Päckchen, hängen die Fender wieder zu tief.
    Die Leitern in Holtenau zum Schleusenmeister und wieder  zurück zum Boot sind ganz schön hoch und man benötigt alle Hände.
    Dieser Törn war 870 Meilen lang. 27 Reisetage, 22 Segeltage, 5 Hafentage

    Als Überführungstörn in ihr neues Heimatrevier wurde die „La Mer" vom Ehepaar Bechem von Makkum nach Mönkeberg in der Kieler Förde gebracht. Da das alte Revier wohl was dagegen hatte, verlassen zu werden, war das Wetter entsprechend. Viel Wind, hohe Wellen inklusive Grundsee vor Terschelling, schlechte Sicht, heftiger Regen und das bei 12 Grad auf der Nordsee. Danach wurde das Wetter besser und man verbrachte schöne Tage auf der Ostsee unter anderem mit Werner Galow. Man hat 700 Seemeilen zurückgelegt und 15 Häfen besucht. Sie freuen sich als neuer AGFS Außenposten in der Kieler Förde über rege Besuche.

    So jetzt fehlen noch unsere drei reinen Ostsee Törns in diesem Jahr.
    Unser Einhandsegler Manfred Ketels war in diesem Jahr 466 Seemeilen alleine mit der „Stups"
    unterwegs. Er hat auf seinem Weg von Fehmarn nach  Südschweden und Süddänemark und zurück gesegelt. Das Wetter war immer sehr sonnig, aber nicht warm. Der Wind erlaubte zeitweises Segeln bis Karlskrona. Zurück fast immer gutes Wetter wenig Regen. Nur einmal Nebel, Starkwind ja, aber keinen Sturm.
    Eine Besonderheit war die Begleitung durch einen Schweinswal, der immer wieder an beiden Seiten vorbeizog und  sich um seine Längsachse drehte, um seinen Bauch zu zeigen. Dies scheint wohl ein Zeichen von Zuneigung zu sein. Ein gewisser Höhepunkt war der Besuch der norwegischen Freunde in Ystadt. Gemeinsam wirde die Steinsetzung von Ales Stenar auf Christiansö nördlich von Bornholm besucht.
    Sein Fazit: Weniger Seemeilen als je zuvor, mehr Hafentage als je zuvor, wieder mehr motort als gesegelt, aber ich habe mich wohlgefühlt.
    76 Reisetage, davon 19 Segeltage

    Das Ehepaar Ingrid und Rainer Peters hat zwei Monate auf der Heike" in der Ostsee verbracht. Los ging es in Eckernförde. Besegelt wurden Dänemark und Schweden (u. a. schwedische Schären, Götakanal, Vänern und Vätternsee) zurück über Sonderburg nach Eckernförde.
    Zum Wetter trafen die beiden folgende Aussage: durchschnittlich 21 Grad, der schwedische Sommer überhaupt. Insgesamt nur 2,5 Tage Regen, davon einmal nachts. Wind von 0 – 9 alles dabei aber meistens aus den richtigen Richtungen, da wir von Ost nach West durch das blaue Band Schwedens gefahren sind. (Herz, was willst Du mehr)

    Besonderheiten gab es auch:
    dänische Kronen helfen in Schweden nicht wirklich.
    Auf der Insel Hanö muss man gut zu Fuß sein.
    Die Schären bieten Gelegenheiten zu Erlebnissen beim Anlegen an den Felsen.
    Auch muss man hier genau nach Karte fahren, sonst rummst es schon mal.
    Die Schleusentreppen des Götakanals und die Wasserfälle in Tröllhatten gehören zu den Highlights.
    Ínsgesamt 1109 Seemeilen
    59 Reisetage, 43 Segeltage, 16 Hafentage



    Auch die beiden geben gerne ein paar Tipps weiter:
    Für die Schären die schwedischen Karten benutzen.
    Für Götakanal – Vänern- und Vätternsee haben wir alte Karten benutzt (20 Jahre alt). Bis auf eine Tonne ist alles so geblieben.
    Durchfahrtsgebühren für den Götakanal ca. 730€ inklusive Liegeplätze. Für den Trollhättenkanal 95 € ohne Liegeplätze.  Breite Boote bezahlen einen Zuschlag.
    Kaum Internet vorhanden, wir haben einen schwedischen Stick (10 GB), der auch für Dänemark einsetzbar ist, für 30€ gekauft.


    So nun zum halben Jahr des Ehepaars Ute und Peter Roth auf derRuby Tuesday" in der Ostsee.
    Ostseerunde vom 10.04.13 – 06.10 2013 von Hamburg über Helgoland, Dänemark, Polen, Litauen, Lettland, Estland nach St.Petersburg (auf 59 Grad 53 Minuten Nord und 30 Gad 15 Minuten Ost der östlichste Punkt der Reise) und über Finnland, Alandinseln und Schweden, Bornholm nach Heiligenhafen. 8 Länder in sechs Monaten. Das erste Mal für sie Segeln ohne Zeitlimit.
    Die Anmerkung zum Wetter: es hätte fast nicht besser sein könne. 10 Regentage, 9 Hafentage wegen Sturm ansonsten SONNE, SONNE, SONNE und angenehme Temperaturen.
    Nach den tollen Hansestädten genossen sie die polnische und litauische Küste, segelten die kurische Nehrung nach Nida und zum Memeldelta und entlang der Lettischen Küste. Je weiter sie nach Osten kamen, umso wärmer wurde es. Die estnischen Inseln lagen auf dem Weg nach Riga. Von dort nach Tallin und weiter nach Vergi. Sturmbedingt zunächst nach Finnland, wo sie in den Schären östlich von Helsinki traumhaft schöne Ankerbuchten gefunden haben. Die Fahrt nach St. Petersburg verlief ohne Probleme. Sie wurden freundlich einklariert und konnten diese Stadt 8 Tage in vollen Zügen genießen. Zurück ging es über Schweden und schlussendlich klang dieser an Eindrücken reiche Törn auf Bornholm aus.
    Die vielen Städte, vor allem Danzig, Riga, Tallin und Helsinki waren faszinierend. St. Petersburg aber war fantastisch. Die deutsche, polnische und baltische Küste war neu und schön für sie, die finnischen und schwedischen Schären haben sie in ihren Bann gezogen. Da möchten sie unbedingt nochmal hin.
    Selbst 6 Monate waren für diesen Törn zu kurz und trotzdem ist es ein Geschenk, jeden Tag segeln zu können oder auch nicht, wenn das Wetter nicht passt. Und diese Zeit lässt es sich auf einem Segelboot sehr gut leben.


    Und nun zu den Tipps der beiden.
    St. Petersburg auf dem eigenen Kiel zu erreichen ist schon toll. Die Formalitäten für das Visum und die fast undurchschaubaren Hinweise, wie man sich in russischen Gewässern zu verhalten hat, sollten einen nicht abhalten doch dahin zu segeln. Wenn man sich einmal mit dem Formalismus auseinandergesetzt hat und sich an die vielleicht nicht immer nachvollziehbaren russischen Befahrungsregeln hält, ist alles halb so schlimm. Dafür umso beeindruckender, wenn sich dann endlich die Skyline von St. Petersburg zeigt.
    Diese Reise war insgesamt 4139 Seemeilen lang.
    180 Reisetage, 129 Segeltage mit 10 Nachtfahrten und 51 Hafentage.


    Der Langzeit Bericht von Uwe Schorn liest sich sehr spannend. Er ist so interessant wie seine Segelreviere. Der Wunsch mit seiner Tara" auszusteigen und dann erst mal Stressabbau zu betreiben, blieb ein frommer Wunsch. Also ging es mit Zeitdruck gegenan über 470  Meilen nach Norwegen. Nach ein wenig Ausruhen fuhr man nach Prekkostolen. Anschließend gönnte man sich einen 10 Stunden Marsch, um den „Folgefona Gletscher" zu besteigen. Dann mal wieder ein wenig Zeitdruck bei der Tour über den Polarkreis nach Island. Gebraucht hast Du dafür 6 Tage und 18 Stunden. Deswegen hast Du wohl auf die Polarkreistaufe verzichtet, hättest dich ja auch selber taufen müssen und das ist doch irgendwie blöd oder??
    Zu deinem Glück wurdest du in Island direkt von HALLIE, einem einheimischen Fischer angenommen und direkt mit zu ihm nach Hause genommen. 20 Minuten später hatte Hallies Frau das Essen auf dem Tisch. Es wurde ein „schwankendes" Abendessen gespickt mit reichlich Infos über Land und Leute. Kurz darauf trafen Gaby und Birgit mit dem Flieger ein, um 3 Wochen mit zu Segeln.
    In Siglufjordur ist euch Hallie nochmals über den Weg gelaufen und ihr habt unter anderem den 70 Meter langen Fischtrawler besichtigt, auf welchem Hallie arbeitet.
    In den folgenden Tagen  hat die Tara doch so einige Schrammen beim Anlegen an Fischkuttern bei Hack abbekommen.
    Es ist bestimmt ein sehr bedrückt stimmendes Ereignis, mit dem Eigner und den Kindern der „Falado de Rhodos" zu reden, welche einen Tag später um 2:00 morgens im Sturm bei 12 Meter Welle gesunken ist. Gott sei Dank haben alle überlebt, aber eine traumatische Erfahrung war das allemal.
    Auch die Fahrt von Island nach Irland war geprägt von grober, stürmischer See und 200 Meter vor Portrush hat die Radsteuerung Ihren Geist aufgegeben. Mit angebautem Notruder und auf Pinnensteuerung umgebauter Windsteueranlage wurde der Sturm abgewettert.
    Der als Nothafen vorgesehene Portrush (übersät mit Verbotsschildern) erwies sich als Glücksfall." Als ich morgens wach wurde, stellte ich fest, dass der Hafenmeister mich mit der Tara sanft verlegt hatte." Morgens stellte sich der Hafenmeister händeschüttelnd als Robert vor und bot seine Hilfe an. Angesprochen auf diese Schilder meinte er nur lakonisch „give a shit!"
    Charlie, der Monteur, stand plötzlich vor deinem Schiff  und du hast dann mit ihm in Colerain die Ruderanlage repariert.
    Auch die Biskaya hat ihrem Ruf alle Ehre gemacht und dafür gesorgt, dass du nur wenig Schlaf gefunden hast.
    Dein Bericht beschreibt sehr schön die menschlichen Erlebnisse und die waren bemerkenswert.

    Dein Fazit:
    „Mit 4278 Seemeilen hätte ich schon in der Karibik oder bei meinen Freunden in Brasilien sein können, doch das Nordmeer auszulassen mit all seinen Naturwundern und freundlichen Menschen hätte mich einer neuen Erfahrung beraubt, die ich nicht missen möchte. Wer sich abseits der Highways begibt wird mit neuen Erfahrungen beschenkt, die weit über den Anstrengungen liegen, die Crew und Schiff erdulden durften."

    Schöner kann man die Liebe zur Natur und zum Segeln in der Selbigen nicht ausdrücken.
    Reisetage 140, Segeltage viele, Hafentage viele
    4278 sm, davon 3000 einhand

    Unsere Preisträger in diesem Jahr sind:

    Familienpreis:  Michaela Pfeiffer
     
    Reise mit dem kleinsten Segelschiff:   Stephan Colsmann  (8.20)

    Drei Fahrtenpreise:   a. Ehepaar Peters (Uhr)
                                                                      b. Ehepaar Grone  
                                                                      c. England Quartett

    Besondere seglerische Leistung:  Uwe Schorn
     (3000 sm Einhand)


    Kompasspreis:    Ute + Peter Roth

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    AGFS TÖRNS 2012

    Die Karibik
    In der Karibik hat unser mittlerweile mehrfacher Atlantikbezwinger ArneSchmidt“, gesegelt. Arne ist heute Abend hier. Er wird morgen den Flieger besteigen um seine neue Yacht, auf Antigua liegend, zu reparieren, restaurieren, na ja wie auch immer. Die „Seven Seas“ hat er dieses Jahr wieder in vertraute Gefilde zurück nach NL gesegelt.
    Auch die Wiesingskönnen uns nicht nur karibische sondern auch venezuelanische Geschichten erzählen.
    Der Atlantik
    Trans art lantico: Jens Meyer und Arianesind zurück, zumindest kurzfristig und können Fragen selbst beantworten und außerdem kann man eine schöne Ausstellung besichtigen, ein sehenswertes Produkt gesammelten Eindrücke.
    Englischer Kanal
    Ute und Peter Rothhaben die kompletten Schulferien NRW benutzt um den Scilly Islands und der englischen Südküste einen Besuch abzustatten.Die Nord- und Ostsee
    Die Nord- und Ostsee als unsere Segelheimat wurde wie jedes Jahr gleich von mehreren unserer Segelfreunde besegelt. :

    Die Teilnehmer 2012 und ihre Schiffe:

    Arne Schmidt Rival 34 „SEVEN SEAS“

    Udo und Roswitha Skiebe Malö 34 „MA VIE“

    Doris +Jörg-Michael Müller Hanse 342 „Miringa“

    Melanie und Markus Kaatze Sailart 18 „Maja Melaka“

    Ulrich Boltendahl 7 KR „Fenua Ura“

    Frank und Uta Grone Dehler 36 SQ „SPIRIT OF DIANA“

    Jörg Schöddert Degeroe 28 MS „Ille“

    Michael Röhrig H-Boot (Regatta) “Semper Fidelis”

    Kurt Pastors Phantom 30 “Kuddel´s P”

    Michaela Pfeiffer Phantom 30 “Kuddel´s P”

    Uwe Schorn Rival 38 “Tara”

    Kurt Schulze ¼ ton Waarship “Windrose”

    Jens Meyer Marieholm 32 „Chiloe“

    Familie Mai Rival 38c „Lanita“

    Ute+ Peter Roth Dufour 39cc „Ruby Tuesday“

    Manfred Ketels Ohlson 8:8 “Stups”



    Die Fahrten sehen wir uns dieses Mal weder in alphabetischer Reihenfolge der Namen der Schiffs-Eigner noch in alphabetischer Reihenfolge der Schiffsnamen an, weil „das hatten wir ja alles schon mal“. Auch nach den Revieren haben wir schon mal sortiert, die Länge der Boote war auch schon mal Kriterium, heute mal frei nach Barbara Schnauze (man könnte es auch Zufallsgenerator nennen), allerdings habe ich mir die drei Langzeitberichte (länger als vier Monate) für den Schluss aufgehoben:

    Die „TARA“ wurde von Uwe Schorn alleine oder mit unterschiedlichen Mitseglern/Innen mit 8,5 Knoten durch die Nordsee gesteuert, im Nordostseekanal ging man mit Ozeandampfern auf Tuchfühlung, strafverschärfend gab es dann auch noch einen Motorausfall beim Queren des Verkehrstrennungsgebietes. Nun ja, wie hieß es so schön: nur keinen Stress vermeiden! Habt ihr bestimmt nicht. Der Kalmarsund gehört nach deiner Aussage zu den schönsten Fleckchen Erde, die du seglerisch bereist hast. Den Göta Kanal mit seine 66 Schleusen und 92 zu überwindenden Höhenmetern hast Du mit den Mädels, Gabi Grothe und Birgit Nieder, gut gemeistert. Ich nehme mal an, Schleusen könnt ihr jetzt im Schlaf!!

    Die „SEMPER FIDELIS“, ein Regatta H-Boot (nur 8.28 lang und ziemlich niedrigbordig) wurde von Michael Röhrig nach technischen Abstimmungen Einhand nach Bornholm gesegelt. Dort kam er einen Tag vor der Ankunft der „charmanten Crewverstärkung“, deiner Freundin Heike an. Gemeinsam habt ihr Bornholm umrundet und Fahrrad und Busausflüge unternommen. Die Erbseninseln hast Du dir doch nur für einen weiteren Aufenthalt aufgehoben. Gib´s doch zu!

    „KUDDEL´S P“ wurde vom Senior Kurt Pastors nordgehend in einer spannenden Fahrt durch das nächtliche Amsterdam gefahren. Fahrtbeginn 1:00 morgens. Man war aber erst um 3:00 im Sixhafen. Sich zwischen Kreuzfahrtschiffen bewegen kann man getrost als sehr spannend bezeichnen.

    Und nochmals die „KUDDEL´S P“ diesmal mit einem weiblichen Pastors Kapitän. Michaela Pfeiffer hat den Weg von Warns über Harlingen, Den Helder, Ijmuiden und Volendam zurück nach Warns erst antreten können als der Wind weniger wurde. Der hatte sich aber offensichtlich verausgabt, so dass Segeln oft nur so gerade eben möglich war. Der letzte Hafentag bescherte dann den Besuch des Fischereifestes in Stavoren.

    Die „ILLE“ mit Jörg Schöddert, ein Motorsegler, wurde dieses Jahr wieder ihrer Zier, nämlich ihrem Mast beraubt, mit allen notwendigen Lichtern versehen und fungierte für jeweils gemischte Crews als Motorboot. Diese Tour führte über den Rhein, Venlo, über den Ardennen-Kanal bis hin auf die Seine nach Paris. Im Port d´ Arsenal liegend konnten von dort aus alle interessanten Hotspots zu Fuß erreichet werden. Insgesamt eine Tour, die auch für einen eingefleischten Segler wunderschön war und die er als „nachahmenswert“ weiter empfehlen kann. Die Tipps hatten wir eben schon.

    Die „MA VIE“ mit ihren Eignern Roswitha und Udo Skiebewar in diesem Jahr wieder mit Familie Müller, Doris und Jörg-Michaelund ihrer „MIRINGA“ unterwegs und hatten wesentlich besseres Wetter als im letzten Jahr, nur die Wolkenbrüche zwischen Durgerdam und Hoorn waren nicht so prickelnd. Dafür hattet ihr das Vergnügen, das Grachtenfest zu erleben. Alles in allem ein sehr schöner, harmonischer und abwechslungsreicher Urlaub. Na bitte, geht doch!!

    Die „CHILOE“, eine Marieholm wurde von Jens Meyer und Ariane über Monate auf den großen Törn über den Atlantik nach Südamerika vorbereitet. Diese Tour haben sie gemacht und dabei 7900 sm insgesamt zurückgelegt. Sie waren 117 Tage auf See und die längste Strecke am Stück waren 1200 sm in 14 Tagen. Wie bereits erwähnt sind die beiden kurzfristig zurück, fliegen aber Weihnachten wieder für einige Wochen Sommerurlaub dort hin. Wohin und wie es weiter geht wissen beide noch nicht, aber ich denke, sie werden, wenn alles gut geht ihren 58 durchsegelten Nächten noch ein paar hinzufügen.

    Die „SPIRIT OF DIANA, Uta und Frank Grone haben sich in diesem Jahr in der Lübecker Bucht vergnügt, weil das Wetter das Erreichen aller anderen Ziele vereitelt hat. Sie selber sagen: wir hatten nicht die Energie bei unkalkulierbarem Wetter 400 – 500 Meilen nach Holland zurück zu kreuzen, und haben das Wetter für nette Ausflüge genutzt und sind zu dem Schluss gekommen, dass Hamburg immer wieder eine Reise wert ist. Dass auch Kleinigkeiten besonders sein können, zum Beispiel, wenn es draußen hackt, einen guten Rum an der Bar des traditionellen Kieler Yachtclubs zu nehmen oder einen verregneten Tag in der Wellness-Oase des Arosa Hotels von Travemünde als Balsam für die Seele zu sehen.

    Uli Boltendahl hat mit der „FENUA URA“ gleich zwei Törns gesegelt. Der zeitlich erste war ein reiner Männertörn bei beständigem Hochdruckwetter, annehmbarer Lufttemperatur von 20-24 Grad und Wind mit 4 Beaufort aus nördlichen Richtungen, eben „Kaiserwetter!“. Nachdem bei der Kontrolle (Zoll) auf See alle Klarheiten aus dem Weg geräumt waren, rauschten die Jungs mit dem superschnellen Schlauchboot wieder ab. Gott sei Dank haben sie am folgenden Tag noch rechtzeitig bemerkt, dass sie die „Fenua Ura“ schon kontrolliert hatten und sind wieder abgedampft und eroberten das nächste Opfer.
    Auf dem zweiten Törn wurde Familie Boltendahl Junior von der „LIBERTINE“ begleitet. Nachdem das schlechte Wetter vorbei zu sein schien, startete man in den wohlverdienten Urlaub. Hafen und Inseltage wurden zum ausgiebigen Besichtigen und Relaxen genutzt. In Blankenberge hat man dem Wetter gehorchend kehrt gemacht und lieber Breskens besucht. „Bis auf eine schwere Gewitterfront, die uns beim Auslaufen aus Ijmuiden erwischte und uns bis kurz vor Texel begleitet hat, war uns das Wetter eher sommerlich wohlgesonnen“, war das Fazit.

    Ute und Peter Rothhatten eine Planung für dieses Jahr: „ Nachdem wir im letzten Jahr schon mit der „RUBY TUESDAY“ zu den Scilly-Inseln gesegelt sind und es uns dort so gut gefallen hatte, wollten wir dieses Jahr unbedingt wieder dorthin. Olympiade in England hin oder her, gerne in einem Rutsch von Urk bis zu den Scillys, um dann von dort Stück für Stück über die cornische Küste, die französiche Küste und die Kanalinseln wieder nach Hause zu segeln. Geworden ist es etwas anders bedingt durch viel Wind und hohe Wellen und Wind aus der falschen Richtung.“ Auch die beiden haben Wasser an Stellen gefunden …….. Man hat sich bis Honfleur durchgekämpft und dann beschlossen ab hier Urlaub zu machen.
    „Von Honfleur sind wir mit einem kurzen Zwischenstop in Cherbourg, um auch dort die Tide abzuwarten, zu den Kanalinseln, nach 10 Tagen weiter zur Ille de Brehat, Lezardrieux und Tregastel an der französichen Küste und von dort bei inzwischen sommerlichem Wetter weiter zu den Scillys. Die Scilly-Inseln haben wir umwandert und umsegelt und in vollen Zügen bei Sonne und doch sehr viel Wind genossen. Nach 9 Tagen haben wir uns auf den Weg zur Heimat gemacht und sind über den Helfordriver (erstes deutsches Boot in diesem Jahr), Fowey, Dartmouth, Swanage und Isle of Wight nach Hause gesegelt. In allen Häfen war kaum Betrieb, es gab genügend freie Moorings. Von der Olympiade haben wir vor Weymouth nichts gemerkt, wohl sind wir im Solent in die Eröffnungsregatten der Cowes Week geraten. Wie das Wetter immer so ist, mussten wir leider von der Isle of Wight bis Amsterdam ziemlich viel motoren. Der Wind war dann zur Abwechslung mal weg. Insgesamt waren sie 41 Tage unterwegs und haben 1498 sm gesegelt.“
    Tip: Trotz der langen Anreise lohnt es sich zu den Scillys zu segeln, unbedingt auch die süd-westliche Küste von England (Devon, Cornwall bis Lands End) besuchen

    Diesmal waren Kurt und Roswitha Schulzemit der „WINDROSE“ unterwegs und haben, nachdem sie einen Tag zwischen Aero und Schleimünde gekreuzt haben, den Rest auf der Schlei verbracht. Wartungsarbeiten in der ersten Juliwoche bei gutem Wetter machen bestimmt mehr Spaß als bei Sauwetter, was dann in den nächsten vier Wochen so war. Kaum zu Hause war der Sommer da, einzige Bemerkung dazu „auch schön!“ Der Urlaub musste leider wegen einer Augen OP unterbrochen werden und das Resümee lautet: „Wir haben das Beste draus gemacht – kurze Tagestörns, Konzert und Kinobesuche, sowie fröhliche Bordrunden mit Stegnachbarn wechselten einander ab. Ein Freund tröstete mich wie folgt: Kurt denke immer daran, ein Segeltag ist ein verlorener fröhlicher Hafentag.“ Lieber Kurt ich hoffe wirklich, dass Du bis 90 so weitermachen kannst.

    Manfred Ketels segelte mit seiner Stups in insgesamt 94 Reisetagen und 28 Segeltage von Burgtiefe über Skagen nach Süd – Norwegen und West –Schweden. Der lang anhaltene SW Wind hätte fast sein Treffen mit den norwegischen Freunden verhindert da es von Strömstad gegenan ging. Pünktlich zu Mittsommer war er dann in Norwegen.
    Auch zurück nervte der ewige SW wieder. Auch zeigte sich das auf Kartenplotter nicht 100% verlass sein muss. Aber die Ohlson ist ein gut gebautes Schiff, so das die leichte Berührung eines Steines keine Spuren hinterließ. ( mehr Infos zu dieser Reise: www.systups.de unter 2012 )

    Familie Mai,also Thomas, Anita und Lisa,haben zusammen mit Freundin Tina(beide segeln 420er) die „LANITA“ zwei Wochen nach der Überführung mit Horst Guntermann bei SSW 8 nach Rendsburg dort abgeholt. Dort begann der gemeinsame Urlaub mit der „BLAUEN MAUS“ von Familie Otto.In 3 Tagen ging die Fahrt nach Bornholm. Sie haben dort die Insel umrundet und viele Busausflüge gemacht. Der Weg nach Rügen war beschwerlich (74 Meilen auf der hohen Kante) aber machbar.
    Auch dort wurden viele Ausflüge gemacht. Es war schon erstaunlich zu sehen, was sich in den letzten 20 Jahren dort getan hat (solange war man nicht mehr dort gewesen). Das Ozeaneum in Stralsund wurde besucht. Die Wallensteintage wurden genossen, bevor man langsam Richtung Heimat segeln musste. Der Ostwind war schön, aber zu schwach, so dass man doch motoren musste und vor Norderney kam dann das unerwartete Tauchmanöver (Fischernetz in der Schraube) bei 14 Grad Wassertemperatur. Die beiden Schiffe waren es auch, die eine beleuchteten Yacht an einer grünen Tonne festgemacht, erleben durften. Da sich die Yacht vom Rettungskreuzer nicht helfen lassen wollte, wurde sie aufgefordert zu ankern!!



    Die „MAJAMELAKA“ wurde von ihren Eignern, der Famile Markus und Melanie Kaatzemit den Kindern erst nach Thiessow auf Rügen getrailert um von da aus mit zwei befreundeten Booten, einem Folkeboot und einer Shark 24 die Insel zu umrunden. Schade ist, dass die Übernachtungstarife offensichtlich eine Schiffsgröße von 5,20 nicht berücksichtigen und viele Hafenmeister dies für die Breite des Schiffes hielten. Um die Logistik um eine Herausforderung zu bereichern, wurde die Tochter Lara auch noch zu den 420er Jugendmeisterschaften nach Hamburg gebracht um Training und Regatta segeln. Wie gut, dass es keine Probleme gibt sondern nur Herausforderungen, die es zu meistern gilt.

    Und nun noch ein paar Worte zu den Herausforderungen, denen sich Arne Schmidtmit seiner „SEVEN SEAS“ gestellt hat. Unterwegs war er 4 Jahre, hat viermal den Atlantik überquert und dabei 17500 sm gesegelt. Er hat ca. 250 bis 300 Segeltage erlebt. Wettertechnisch hat er so ziemlich alles erlebt, von totaler Flaute (die längste gab es auf der dritten Atlantiküberquerung und dauerte mit kurzen Leichtwindunterbrechungen fast 3 Wochen) bis Sturmböen von 10 Beaufort. Seine Fahrt ging vom Ijsselmeer-Belgien-England und Spanien nach Madeira, den Kapverden, Martinique, zu den kleinen Antillen (Tobago bis Antigua) wieder zu den Azoren – Madeira und den Kanaren wieder nach Antigua und 2012 einen ähnlichen Weg wieder in heimatliche Gefilde. Auf dieser Tour hat er 90 Häfen oder Ankerplätze besucht, 31 Inseln angelaufen in 16 Ländern oder autonomen Gebieten.

    Die zweite Reise hat er mit „SCOTT“ unternommen, die er 2012 in Curacao besichtigt und gekauft hat. Widrige Umstände verhinderten eine komplette Bestandaufnahme. Erst nach der Übergabe konnte man einen Überblick über den derzeitigen Zustand bekommen. Das Ergebnis waren 10 Tage reparieren, einkaufen, putzen, ausmisten, bevor man am 22.04.2012 nach Antigua auslaufen konnte. Etwa drei Stunden nach dem Auslaufen fand seine segelunerfahrene Liebste die Bodenbretter der Pantry in einem Öl-Wassergemisch schwimmend vor. Außerdem war wohl noch so einiges andere nicht dicht, aber ihr seid heil angekommen. Habt zwar dann etliche Tage mit Ausräumen und Trockenlegen verbracht, seid aber der Meinung, dass sich eine großangelegte Überholung lohnt.
    Dein Fazit dieses Törns, nie gegen Wind und Strom aufkreuzen und wenn doch, dann nur mit einem dichten Schiff.

    Unsere Preisträger in diesem Jahr sind:

    Familienpreis: Markus und Melanie Kaatze mit den Kindern Lara und Jan


    Reise mit dem kleinsten Segelschiff Fam. Kaatze auf 18 Fuß rund
    Rügen

    Drei Fahrtenpreise: Familie Mai / Familie Otto
    Jörg Schöddert
    Uwe Schorn

    Die AGFS Tropy
    für die besondere
    seglerische Leistung: Ute und Peter Roth für ihre zu den
    Scilly Islands

    Kompass Preis Arne Schmidt für seine 4 jährige
    Blauwasserreise bei der er 4 Mal den
    Atlantik überquerte und 17500 sm
    zurücklegte


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    Törns 2011

    Bebilderter Bericht

    Auszug aus dem Vortrag am 18.11.2011von Barbara Pellenz während unseres Grünkohlessens:

    Die von uns besuchten Urlaubsreviere sind in diesem Jahr:

    Die Karibik
    In der Karibik hat unser mittlerweile mehrfacher Atlantikbezwinger Arne Schmidt seine „Seven Seas“ auf Antigua liegen. Auch die Ehepaare Leimkühler und Wiesing können uns karibische Geschichten erzählen.

    Der Pazifik
    Jörg Schöddert segelte über den Pazifik als Crewmitglied auf einer 47 Fuß Segelyacht. Die Reise geht weiter über Australien, Bali, Südafrika, St. Helena und Brasilien nach St. Lucia in der Karibik. Die Reise dauerte 1 ½ Jahre und mittlerweile ist er wieder zu Hause und hat mir seiner Frau einen ruhigeren Törn gemacht

    Der Atlantik
    Trans Art Lantico wird es auch in der nächsten Zeit viel zu berichten geben. Jens und Ariane Meyer sind der Zeit on Tour und haben bereits 5 schöne Reiseberichte an uns übermittelt.

    Das Mittelmeer
    Das Mittelmeer, um genau zu sein, die südliche Ägäis wurden von Vater und Sohn Günter und Holger Gassner besucht.

    Der Englische Kanal
    Den englischen Kanal haben in diesem Jahr die Familie Grone und Familie Bechem, als auch Familie Hackert besucht.

    Die Nord- und Ostsee
    Die Nord- und Ostsee als unsere Segelheimat wurde wie jedes Jahr gleich von mehreren unserer Segelfreunde besegelt und oder bemotort, je nach dem. Als reiner Herrentörn von Ulrich Boltendahl, Helgolandtour und retour. Und noch mal Vater und Sohn, diesmal Kurt und Heiko Schulze (aber auch Heiko mit seinen Söhnen) die sich in den westschwedischen Schären herumgetrieben haben. Auch Uwe Schorn hat einen reinen Männertörn unternommen und sich den Wind in Norwegen um die Nase wehen lassen. Unser Segelfreund Kurt Pastors und seine Frau waren gezwungen, ihr Schiff längere Zeit als schwimmende Ferienwohnung zu benutzen. Michaela und Thomas Pfeiffer nutzten anschließend das Schiff für einen Törn in der dänischen südsee. Horst und Monika Guntermann besuchten einen Teil der deutschen Ostseehäfen. Eines unserer kleineren Boote hat sich mit Michael Röhrig alleine und zeitweiliger Besatzung in der westlichen und südwestlichen Ostsee ein schönes Revier ausgesucht. Und in Süddänemark und Ostschweden war unser Einhandsegler Manfred Ketels unterwegs.

    Das IJsselmeer, west- und ostfriesische Insln
    Das IJsselmeer und die west- als auch ostfriesischen Inseln waren das diesjährige „Sommerziel“ von Udo und Roswitha Skiebe. Auch Familie Handke wurde in dieser Region beim Segeln erwischt respektive beim Warten auf ein Wetterloch.

    Die Schelde
    Unseren letzt jährigen Pazifiksegler Jörg Schöddert hat es dieses Jahr mit der „besten aller Ehefrauen (seiner Ulrike)“ wörtlich!!! in die ruhigeren Gefilde Südhollands verschlagen. Über das IJsselmeer hat auch Ulrich Boltendahl mit seiner Frau den Weg in die Randmeere gesucht und gefunden.

    Deutsche Flüsse
    Und unser immer- noch- unterwegs- Oldie Hein Boltendahl hat mit seiner Frau zusammen ausschließlich hübsche deutsche Gewässer befahren.

    So!!! Damit haben wir schon mal einen groben Überblick über unsere Reviere und sehen uns die Reisen, die Segler und die Boote im Einzelnen an, dieses Mal wieder im bunten Mix.

    Beginnen wir mit den Booten:

    Arne Schmidt Rival 34 „SEVEN SEAS“

    Udo und Roswitha Skiebe Malö 34 „MA VIE“

    Manfred Ketels Ohlsen 8:8 „STUPS“

    Heinrich Boltendahl Waterland 7m “NÄSHÖRN”

    Ulrich Boltendahl 7 KR „Fenua Ura“

    Ehepaar Grone Dehler 36 SQ „SPIRIT OF DIANA“

    Ehepaar Bechem Contest 44 „LA MER“

    Holger Gassner Maramu „SEUFEL“

    Jörg Schöddert Degeroe 28 MS „Ille“

    Fam Handke Feeling 342 “Sophie”

    Michael Röhrig H-Boot (Regatta) “Semper Fidelis”

    Kurt Pastors Phantom 30 “Kuddel´s P”

    Uwe Schorn Rival 38 “Tara”

    Kurt Schulze Schärenkreuzer “Brise II”
    Eine echte hölzerne „Nautiquität“ und eine echte Schönheit

    Horst Guntermann Contest 43/44 “Helli”

    Jens Meyer Marieholm 32 „Chiloe“

    Udo Hackert Fellowship 33 „Padua“

    Die Fahrten sehen wir uns dieses Mal weder in alphabetischer Reihenfolge der Namen der Schiffseigner noch in alphabetischer Reihenfolge der Schiffsnamen an, weil „das hatten wir ja alles schon mal“. Auch nach den Revieren haben wir schon mal sortiert. Heute mal nach der Länge der Boote:

    Wir beginnen mit den drei Kleinsten (bis 9m) zwei Segler und einem Motorboot

    Die „SEMPER FIDELIS“ ein Regatta H-Boot (nur 8.28 lang und ziemlich niedrigbordig) wurde von Michael Röhrig insgesamt 350 sm, davon immerhin die Hälfte Einhand (175 sm) in der westlichen und südwestlichen Ostsee gesegelt. Die Strecke von Lübeck bis Kopenhagen über Grömitz – Fehmarn – Rödvig wurde Einhand absolviert. Der Weg von dort über Malmö – die Insel Vejrö (Privatbesitz) – Bagenkop nach Heiligenhafen wurden zu Zweit gesegelt. Eine kleine Unaufmerksamkeit, Wasser übergenommen bei leicht geöffnetem Schiebeluk, führte zu einem unbequemen aber nicht fatalen Schaden. Und die Insel Vejrö scheint ein Geheimtipp zu sein: Ruhe und Idylle mit freilaufendem Getier, was auf das Klingeln des Fahrrades reagiert bei einem wunderschönen Sommertag –wenn das kein Urlaub pur ist. Insgesamt waren das 22 Reisetage und 350sm

    Die „STUPS“ wurde wie in den letzten Jahren auch von Manfred Ketels einhand durch die Ostsee bewegt. Genauer gesagt in Süd-Dänemark und in Ostschweden auf seinem Weg von Burgtiefe zurück nach (sie werde es nicht glauben) Burgtiefe. Für den Rückweg hat er sich allerdings 95 Tage Zeit gelassen und insgesamt 980 sm (436 davon gesegelt) zurückgelegt. Einige seiner Traumziele konnte er sich diesmal angesehen wie zum Beispiel Visby (ist immer ein paar Hafentage wert) und Harstena und der Geheimtipp die Lotseninsel Hävringe vor Oxelösund. Dort gibt es nur Platz für wenige Boote und ist ohne jegliche Versorgung. Neu besucht hat er ebenso Nyköping und die ehemalige Lotseninsel Idö. Wenn man genügend Zeit hat ist das Warten auf Wetterfenster nicht ganz stressig.

    Die „NÄSHÖRN“ mit ihrem OLDY Skipper Heinrich Boltendahl, der zusammen mit seiner Frau Ursula am 18.5.2011 das Boot überholt und prächtig in Farbe in Bad Ems an der Lahn zu Wasser gelassen hat. Von dort wird die Lahn befahren bis Limburg. Der Weg zurück führt nach Lahnstein. Zurück in Bad Ems wurde der Weg Richtung Mosel eingeschlagen. Über Städte, die ich nur vom Durchfahren per Auto kenne, ging es zurück zum Liegeplatz in Pölich. Später wurde dann auch noch die Saar unter den Rumpf genommen. Heinrich gibt uns den Tipp, dass man solche Fahrten mit gelegtem Mast und max. Tiefgang 1.50m auch noch unternehmen kann. An 27 Tagen hat man auf dem 304 km langen Weg 24 Schleusen hinter sich gebracht.

    Dann unsere Segler und Motorsegler bis 10m

    Die „BRISE II“ , wie bereits erwähnt, eine hölzerne Nautiquität oder auch eine „Wooden Beauty“. Diese wurde von Vater (83) und Sohn Schulze zwei Wochen lang wörtlich „sehr eng und nass, aber kernig und romantisch so wie ganz früher, eben hölzern“ durch die Westschären gekreuzt. In Göteborg ist dann der Senior ausgestiegen und die Söhne 7 und 11 Jahre alt sind mit ihrem Vater Heiko die gleiche Strecke zurückgesegelt. Alle Achtung Jungs!!!! Ein Highlight war der Besuch des Grabes der Gorch Fock auf der Schäre Stensholm westlich Fjällbacka.

    „KUDDEL´S P“ wurde von ihrem Herrn und Meister zusammen mit Michaela und Thomas bei zum Teil heftigen Böen vom Heimathafen Warns nach Flenburg/Sonwik gebracht. Dort hat sie sich 10 Wochen lang als Ferienwohnung wider Willen bewährt und dem Ehepaar Pastors ein trockenes Heim geboten bei sonst sehr regnerischem Wetter mit Starkwinden. Die Fahrt zurück wurde ein Freund-Törn. Zwei ganz wichtige Tipps hat Kurt noch für uns:
    Der erste betrifft die Niederlande, um genau zu sein, Dokkum. Fünf Minuten zu Fuß von den Liegeplätzen entfernt ist ein öffentliches Badehaus, wo man für 2 € pro Person 14 Minuten lang in modernen und sehr sauberen Duschen oder gar für 30 Minuten und den Preis von 6 € ein Wannenbad nehmen kann. Und die Krönung zum Schluss, wenn man fertig ist, warten die netten Betreiber mit Kaffee, Keksen und einem netten Pläuschchen. Das nenne ich Service.
    Der zweite betrifft den Jachthafen Flensburg / Sonwik. Der Service ist ausgezeichnet, die Brötchen kommen morgens per Hafenmeister zum Schiff und zu guter letzt gibt es noch drei ausgezeichnete Restaurants im Hafen.

    Und nochmals die „KUDDEL´S P“ diesmal mit einem weiblichen „Pastors“. Kapitän. Michaela Pfeiffer hatte es endlich geschafft mit Crew einen zweiwöchigen Sommertrip mit Papas Boot unternehmen zu können und dürfen. Man besegelte die Flensburger Förde und den kleinen Belt. Startpunkt war Flensburg Sonvik. Sie haben auf AErö im Hafen Söby eine gute Alternative zu Marstall gefunden. Dieser Hafen liegt sehr ruhig an einem idyllischen Dorf und ist kostenfrei. Der Inselbus fährt mehrmals in der Stunde zu allen anderen Orten der Insel. Im kleinen Belt tauchten Schweinswale auf.
    Wer einen besonders einsamen und idyllischen Anleger sucht, findet ihn auf Barsø (gegenüber der recht überlaufenen Genner Bucht). Auf Barsø gibt es nur sehr wenige Häuser, die Insel lädt zum Spazierengehen ein. Obwohl es keine Versorgungsmöglichkeiten gibt (außer einem Kiosk mit Eis für Sommergäste), ist der Anleger sehr gut und es gibt Wasser und Strom am Steg. Auch wenn es bei der Ansteuerung nicht tief genug zu sein scheint, hat man überall mind. 2m Wassertiefe.

    Die mit Abstand besten Sanitäranlagen meiner ganzen Segelzeit habe ich in der Marina Minde gesehen – das hatte eher was mit einem wirklich guten Hotel als mit einem Hafen gemein. Auch die Hafenmeister dort sind überaus freundlich und hilfsbereit – sie sind selber passionierte Skipper und wissen daher genau, womit sie ihren Gästen guttun können.

    Die „ILLE“, ein Motorsegler, wurde dieses Jahr ihrer Zier, nämlich ihrem Mast beraubt und fungierte für jeweils gemischte Crews als Motorboot. Außerdem war diese Tour als Vorbereitung geplant für einen späteren Törn. Also im Klartext, es ging vom Baldeneysee aus über den Rhein, den Verbindungskanal von Rhein und Maas nach Venlo. Danach ging es nach Maastricht. Dort wurde der Rückweg angetreten und über Biesbosch, Utrecht in die Loosdrecht´schen Plaassen. Die Vecht und die Randmeere gingen viel zu schnell. Man hatte ja auch mit 1,10 Tiefgang keine großartigen Probleme. Die IJssel hinauf bis zum Rhein, den man sich heraufquälen musste. Das Wetter tat das seine dazu und man wich auf den Wesel-Datteln Kanal aus. Der Kampf mit der Technik wurde allerdings nicht gewonnen, aber vielleicht klappt das ja bis zur Frankreichtour.
    Tipp: vermeide Drimmelen: einfach nur TOTE HOSE!!


    Und nun unsere teilnehmenden Boote bis 11m
    Die „MA VIE“ mit ihren Eignern hatten diese Jahr extrem viel Pech und ich bekam einen sehr kurzen Reisebericht: Sturm, Starkwind, Sturm, Starkwind, dazwischen Regen Sonnenschein, Regen und das Ganze bei einem 10 tägigen Zwangsaufenthalt auf Borkum (geplant war die Ostsee). 16 Tage in Häfen bei einem 24 Tage Urlaub und nur 2 Stunden Segeln ist auch hier und heute ein einsamer Rekord, und trotzdem ist es schön, dass ihr mitgemacht habt.

    Die „SOPHIE“ hat ein ähnliches Schicksal ereilt. Anmerkungen zum Wetter waren: überwiegend bescheiden (vorsichtig ausgedrückt). Im Lauwersmeer Jörg Michael und Andree getroffen und im wahrsten Sinnes des Wortes eine feuchtfröhliche Zeit verbracht. Auf Borkum hat man 7 Tage verbracht. Gott sei Dank ist die Insel groß und hat eine Menge an Abwechslung zu bieten (gut für die beiden Jungens). Meerwasserschwimmbad, Strandsauna, Tee trinken, Drachen steigen lassen ließ die Zeit auch vergehen. Eine Lücke konnte genutzt werden, so dass man am Abend in Lauwersoog in der Kneipe ein Kickerturnier austragen konnte. Schiemonnikoog und Ameland wurden besucht und vorbei an Terschelling ging es nach Vlieland, eurer Lieblingsinsel. Die Wettervorhersage bescherte einen früheren Aufbruch nach Makkum als geplant. Dort endlich schönes Wetter, so dass der Urlaub erst Sonntags Abends beendet wurde.

    Die „CHILOE“ wurde von Jens und Ariane Meyer über Monate auf den großen Törn über den Atlantik nach Südamerika vorbereitet. Viel Verabschiedung für eine ungewisse Zeit aber mindestens für 9 Monate so haben die beiden geschätzt. Ein eigenes Ständchen mit Akkordeon in Schulau am Willkommenhöft ist aber schon was Besonderes. Und dann das Unvorhersehbare, Wassereinbruch im Schiff zurück nach Cux, beim Kranen der nächste Schaden diesmal am Ruder. Das kostet Zeit und ist ärgerlich wenn man doch eigentlich schönen Wind hat. Nächster Anlauf, Pause in der Jade: weil die Bekanntschaft mit Wind gegen Strom hatten wir schon. Ein gerissener Bullenstander bescherte den nächsten Schaden eine herausgerissenen Relingsfuß. Eine höher liegende Wasserlinie (Ladungsbedingt) brachte auch noch das eine oder andere Problem mit sich. Aber endlich ging es weiter und man kam ohne größere Pannen nach Cherbourg und wartete dort auf besseres Wetter. Was man in diesen Gewässer schnell lernt ist das für Ostsee Segler ungewohnte rechnen mit der Tide. Der zweite Bericht erzählt die Fahrt von Guernsey bis La Coruna in Spanien. Auf dieser Fahrt feiert Ariane Geburtstag und die Biscaya zeigt sich von ihrer freundlichen Seite. Als Geburtstagsgeschenk werden von einer Delphinschule ein Stück begleitet. Der dritte bis Fünfte Bericht sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Dritter Bericht von La Coruna bis Vilagacia im Ria Arosa, der Vierte beschreibt die Fahrt von Vilagarcia nach Portugal, genau gesagt nach Porto. Im Fünften Bericht erreichen die beiden Lissabon. Es werden bestimmt noch mehr Berichte kommen, die so lesenswert sind wie die bereits vorhandenen.
    Alle Berichte ( auch die Zukünftigen findet ihr auf unserer homepage unter „Reiseberichte“ -> Chiloe

    Nun kommen wir zu den Yachten bis 12m
    Grones mit der „SPIRIT OF DIANA machen zum Wetter eine, wie ich finde, sehr passende Bemerkung. Ach, im Grunde war das Wetter nicht schlecht – nur, wie immer, bei Seglern nicht passend. SW bei der Fahrt nach England, an der englischen Küste herrschte Sommer (endlich!) und auf dem Rückweg (wie kann es anders sein) Ostwinde, also Volvo-time. Der Kollisionskurs mit Freunden führte zum Nebeneinander treiben auf der Nordsee und zum Erfahrungsaustausch, der wenig ermutigend war. In Dünkirchen wurde Franks persönliches Weltbild von Frankreich erheblich erschüttert. Man wurde von einer hübschen blonden Hafenmeisterin empfangen und bekam eine Box zugewiesen, die Leinen wurden angenommen und sie sprach auch noch freiwillig englisch. Davon hat er sich ein paar Tage nicht erholt. Cowes hatte eine weitere Überraschung bereit, die „Panerei Classic Week“, ein Fest für die Sinne. Bei Fish und Chips in der Gosport Marina führte der Zufall Bechems an den Tisch und man begoss dies gebührend mit dem einen oder anderen Pint.
    Der Tipp vom letzten Jahr mit dem Lokal“ Debbie´s“ gilt noch, nur heißt es heute ganz schlicht “No. 3“. Ein absolutes „must been there“ ist „the Bugle“ in Hamble.

    Die „FENUA URA“ gleich mit zwei Törns. Der zeitlich erste war ein reiner Männertörn im Anschluss an die Pfingstregatta. Mit Topwetter ging es 30,5 Stunden Nonstop für die drei nach Helgoland. Vier Hafentage (zwangsweise) ließen genug Zeit um brütende Seevögel zu beobachten. Nach dem Durchzug einer Schlechtwetter Front trat man am 20.6.2011 die Rückreise an, die man unter dem Punkt „Extremschaukeln“ gut zusammenfassen kann. Von Norderney nach Lauwersoog war auch nicht witzig. Auf dem weiteren Kanalweg zwar ruhige Fahrt, aber dafür ergiebige Regenfälle. Das Fazit lautet dieses Jahr: hat man hat das gesteckte Ziel erreicht und neue Ziele können in Angriff genommen werden.
    Den zweiten Törn unternahm Ulli mit seiner Frau in Begleitung eines Freundes mit einer Contest 31 der „Libertine“. Man fuhr über das Veersemeer nach Middelburg. Der Hinweg war gekennzeichnet durch teilweise kräftige Winde gegenan. Auf der Rückreise konnte ausnahmslos, bis auf die Kanalstrecken, gesegelt werden. Da beide Schiffe ungefähr gleich schnell waren, konnte man die eine oder andere Privatregatta segeln. Insgesamt ein harmonischer Urlaub bei nicht so ganz hochsommerlichen Temperaturen.

    Die „TARA“ wurde von Uwe Schorn mit jeweils einem Mitsegler Nonstop von Makkum nach Egersund in Norwegen gesegelt. Man hatte vorwiegend SW und W 4-6 nur am letzten Tag 7 Bft mit 5m Welle vor der Küste. Der 62- stündige Trip war recht entspannt und die Aries versah ihren Dienst bei konstantem Wind. Auch das AIS arbeitete ohne Pannen und die Schiffe, die gefährlich werden konnten, funkte man an und diese wichen dann aus. Vor Tanger machte man die ersten doch nicht so schlimmen Erfahrungen mit der Navigation um Steine und Seezeichen in Norwegen. Ist in der Realität weniger schlimm als die Karten vermuten lassen. Da die Norweger am Wochenende feiern bis der Arzt kommt, wurden einsamere Ankerplätze aufgesucht, aber immer waren die Norweger entspannt und hilfsbereit. Die regenreichste Stadt Europas Bergen strahlte Gott sei Dank im Sonnenschein. In den Fjorden konnte man sehr viel schönes Wasser von oben sehen in Form von wunderschönen Wasserfällen. In Stavanger kam Christian an Bord und Hans musste seinen Urlaub beenden. Der 50 Meilenschlag nach Egersund wurde zum Highspeed -Erlebnis mit 8,4 Knoten. Danach folgten 77 Stunden Kreuzen nach Vlieland. Unterwegs musste man auch noch Bohrinseln umfahren.
    Das Gesamtfazit lautet: Traumhafter Törn in einem navigatorisch anspruchsvollen Revier mir sportlicher An- und Abreise.

    Die „PADUA“ startete ihren Sommerurlaub am 23. Juli in Roompot .Mit dabei waren Udo, Monika, Leonie (16) und deren Freundin Luisa (16) . Vorab überführte Udo mit einer Männercrew das Schiff von Makkum über Ijsselmeer und Markermeer, binnen bis Amsterdam incl. stehende Mastroute bis nach Roompot. Unterwegs gab´s eine Kettenreaktion im Maschinenraum und mit verschiedenen Provisorien lief der Motor später wieder. Anschließend lag das Schiff eine Woche dort bis dann endlich ein schöner Urlaub folgte.
    Folgende Häfen wurden angelaufen:
    Vlissingen, Nieuwpoort, Dunkerque (dort stießen wir auf die La Mer)
    Dover, Eastbourne, Brighton (toller Ausflug zum Pier und in die Altstadt (the lanes mit Süßigkeitenladen, mit leckem Fudge), Cowes (wir erreichten unser Ziel, die Isle of Wight, erster Schwimmgang von Luisa und Leonie), Yarmouth (Wir machten eine tolle Doppeldecker Bus-tour über die Insel), Lymington (zweiter Schwimmgang der ganzen Crew)
    ..
    Rückfahrt über Brighton, Eastbourn (englisches Frühstück am Hafen, süß oder herzhaft (Bohnen mit Würstchen und Speck) und anschließend Ausflug nach London mit dem Zug, (bei englischem, wechselhaften Wetter), Dover, Nieuwpoort (Luisas Vater kam mit ihrem kleinen Bruder an Bord, sie verbrachten ein Nacht bei uns und reisten am nächsten Morgen mit Luisa ab), Oostende (mit Rockkonzert direkt am Hafen) und
    Roompot. Die Padua blieb ein Woche dort liegen und die zweite Crew (Marie und Manuel) kam an Bord.
    Der Skipper fuhr eine Woche später wieder zu seiner Padua um sie mit der zweiten Crew in ihren Heimathafen zu überführen.
    Über Ijmuiden, Amsterdam, Enkhuizen und anschließend Makkum.
    11 Häfen, 830 Meilen, 21 Tage und etliche Stunden vor dem englischen Gezeitenkalender. Vom Wetter her konnte es zum Großteil nicht besser sein können.

    Und nun die größeren ab 12m
    Die „LA MER“ ist erstmalig auf Grund von viel Wind und Regen binnen durch Amsterdam, durch die Schelde bis nach Vlissingen gegangen. Nach Treffen mit der Padua in Dünkirchen ging es gemeinsam in den Solent. Ab Dover schien die Sonne !!!!!!! Wie schön! Bei sonnigem Wetter entlang der Küste segelte sie über Brighton nach Portsmouth. Von dort weiter nach Southampton, um Sohn Hendrik im Ocean Village an Bord zu nehmen. Der Weg im Southamptom Waterway war sehr interessant, da zur gleichen Zeit der Start des“ Clipper Round The World Race“ in der Vorbereitung war. Alle teilnehmenden Boote verliessen das Ocean Village und mussten auf dem Weg zur Startlinie vor Cowes die „La Mer“ passieren. Welch ein Spektakel! Im Solent hatten Bechems eine sehr schöne Familiensegelwoche!
    Auf dem Rückweg haben sie Eastborne besucht und schätzen gelernt. Toller Hafen mit netter Umgebung. Von dort weiter über Dover, Dünkirchen, Nieuwpoort, Scheveningen, Ijmuiden, Amsterdam, Hoorn, Medenblik zurück nach Makkum.
    In Portsmouth, Nieuwpoort, Scheveningen, Medemblik trafen sie sympatische Agfs-Mitglieder zum Klönschnacken und Erfahrungsaustausch bei Bier und Wein.

    Die „HELLI“ wurde von Skipper Horst und seiner Frau Monika in die Ostsee gebracht und dort besuchte man Grömitz, Wismar und Kühlungsborn. Auf dem Heimweg blieb man kurz in Heiligenhafen, Dekelsen und Laboe. Zum Wetter, sagt Horst, 60% schlechtes Wetter und 40% es geht. Schade war, dass die 800 Jahr Feier von Wismar total verregnet war.
    Aber einen Tipp gibt es auf jeden Fall: Kühlungsborn ist ein richtig gutes Ziel mit sehr schöner Hafenanlage.

    Die „SEUFEL“ wurde von Vater (85) und Sohn (41) Gassner in der südlichen Ägäis gesegelt, die sich diesmal von ihrer windigen Seite zeigte, ansonsten war es gewohnt sonnig und schön. Die Reise entlang der südöstlichen griechischen Ägäis ist sehr empfehlenswert. Beeindruckende steil aufsteigende Inseln und faszinierende Felsformationen und atemberaubende Ankerbuchten sind die Regel. Ein absolutes Highlight ist eine Fahrt durch den Krater der Insel Thira. Als Besonderheiten wären zu nennen, dass die im Schiff versammelten rund 100 Jahre Segelerfahrung doch noch neue Erlebnisse miteinander teilen konnten. Fallböen, die Gischtwände vor sich her getrieben haben, beeindruckende Regenbögen und das Erlebnis, dass das Boot selbst unter Sturmfock kaum zu steuern war. Eine Erkenntnis aber bleibt haften - Sturm bei Sonne ist doch angenehmer als bei Regen.

    Unsere Preisträger in diesem Jahr sind:

    Familienpreis: Heiko Schulze

    Reise mit dem kleinsten Segelschiff: Michael Röhrig

    Drei Fahrtenpreise Törns 2011: Ehepaar Bechem
    Ehepaar Grone
    Familie Hackert

    Besondere seglerische Leistung
    ( Altes Siegel der Stadt Essen ) Jörg Schöddert

    Kompasspreis: Uwe Schorn

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    TÖRNS 2010
    Bebilderter Bericht hier klicken


    Hier der Bericht nur als Text

    AGFS - FAHRTEN 2010
    „TÖRNS 2010“

    Ausschnitt aus dem Vortrag von Barabara Pellenz während unseres Grünkohlessens am 26.11.2010
    Die Fahrten sehen wir uns dieses Mal weder in alphabetischer Reihenfolge der Namen der Schiffs-Eigner noch in alphabetischer Reihenfolge der Schiffsnamen an, weil „das hatten wir ja alles schon mal“.
    Nein, heute sehen wir uns die Reisen sortiert nach ihren Revieren an.
    Wir beginnen BINNEN und zwar im Dreiländereck:

    Unser Boltendahl Oldie Heinrich mit seiner Frau Ursula haben in der heißen Zeit (zwischen 25 bis 35 Grad C warm / heiß an Land und 27 Grad Wassertemperatur) ihr 7,00 m Motorboot von Pölich an der Mosel über Trier – Luxemburg – Frankreich – Rhein/Marne/Kanal – Saarkanal - Saar – zurück an die Mosel gebracht. Die Reise dauerte 28 Tage und war 453 km lang. Selbst kleinere Schäden haben das Fazit nicht verändert und als Tipp zum Weitergeben wurde aufgeschrieben.
    „Die Saar ist eine Reise wert“


    Wir bleiben Binnen und zwar in den Niederlanden:
    Anfang August begann Uwe Herwig mit den doppelten Meissner Ladies seine Fahrt von St. Nicolaasga nach Mook am Mookerplaas in Nordlimburg. Die Fahrt führte vorbei an Kalenberg, Hasselt, Veenen, Zutphen und Giesbeek. Die Rücktour ging über Huisden, Utrecht, Breukelen, Spakenburg und Blockzyl in den Heimathafen. Die Reise dauerte 21 Tage und man war 306,7 sm lang unterwegs, hat dabei 156 Liter Diesel verbraucht, der Alkoholverbrauch soll geheim bleiben.
    Der Tipp lautet:
    „Eine Fahrt über die Vecht unter Motor ist sicher auch für Segler eindrucksvoll“
    Wir bewegen uns immer noch in den Niederlanden und zwar auf den beiden größten Binnenmeeren, dem Markermeer und dem IJsselmeer.

    Die Oldies Brinkmann Hans und Margot oder Sohn Nils und Ehefrau Isabel haben an 40 Reisetagen und 32 Segeltagen unter Verwendung von 539 sm die Städte Horn, Volendam, Enkhuizen, Medemblik, Lemmer, Stovoren und Urk besucht.
    Bei einem der von uns allen am häufigsten besuchten Revieren, oder auch besser gesagt, unsere zweite Heimat, einen Tipp abgeben zu können, ist echt schwer.

    Den vorhin genannten Kreis der Städte haben Ulrich und Inge Boltendahl Ende August um die Orte Makkum, Kampen, und Lelystad erweitert. Sie haben an 22 Tagen, von denen 11 zum Segeln genutzt werden konnten, 182 sm zurückgelegt. Und doch gibt es getreu dem Motto „Wer das Leben nicht genießt, kann eines Tages ungenießbar werden“ ein schönes Urlaubsresume.
    „Der Erholungswert war dennoch sehr hoch, man konnte lange schlafen, einige Bücher lesen und die Seele baumeln lassen, nicht zu vergessen: die ausgiebigen Besichtigungen und auch Zeit für kleinere Reparaturen“.

    Von nun an bewegen wir uns im Salzwasser, wir betreten oder besser gesagt, besegeln das Gebiet der niederländischen und der deutschen friesischen Inseln.

    Die Ehepaare Skiebe und Müller als auch Familie Handke haben sich dieses Jahr dort aufgehalten, mehr oder weniger freiwillig. Berichtet haben Roswitha und Udo: angelaufen wurden die Inseln Terschelling, Vlieland, Ameland. Mit der Fähre nach Schirmonnigoog, wo Familie Handke besucht wurde. Und dann stellte sich Roswithas „Unkenruf“ „fremdartiges Geräusch und der Geruch nach warmen ÖL / Fett“ als kapitalerer Schaden (gerissene Gelenkmanschette vom Drucklager) heraus, der weitere Ziele letztendlich zunichte gemacht hat.
    Trotz aller Verwicklungen, die eine Fock so mit sich bringen kann, kam man doch noch nach Borkum. Den Rest des Urlaubs verbrachte man mit Warten auf Handwerker, die dann auch wirklich ihre Zusagen eingehalten haben und die dann doch mehr als nur fair waren bei der Abrechnung. Auch ein netter Hafenmeister hat sicherlich zu einer positiven Gesamtbilanz beigetragen.
    Resume:
    „Es war ein schöner abwechslungsreicher Urlaub“
    der aus 22 Reisetagen bestand, an welchen 240 sm gesegelt wurden.

    Der Herrentörn von Ulrich Boltendahl sollte nach Helgoland führen und fand dann sein Ziel in Norderney. Aufgrund des sehr starken Windes wurde beschlossen, nach einem missglückten Versuch durchs Hubertgat nach Lauwersoog zu kommen, den Weg ins IJsselmeer über Delfzijl und Groningen zu fahren. Der Herrentörn fand seinen Abschluss in der Pfingstregatta auf dem IJsselmeer. An 9 Tagen wurden 288 ersegelt.
    Resumee:
    „Ein schöner Törn, nur zu kalt und zuviel Wind aus der falschen Richtung“

    Wir bleiben mit den Berichten im Salzwasser, welches wir auch nicht mehr verlassen werden, und wenden uns dem Revier der Ostsee zu.
    Die Familie Mai und das Ehepaar Dedert haben gemeinschaftlich an 25 Tagen jeweils 840 Meilen ersegelt und haben folgende Stationen dabei angelaufen: Von Makkum nach Cuxhaven, NOK, Heiligenhafen, Klintholm, Kopenhagen, Helsingör (in Schweden), Samsö, (rund Seeland bei passablem Wetter) Eckernförde und wieder in den NOK, danach Cuxhaven und über Lauwersoog zurück nach Makkum. Eine heißlaufende Wellenabdichtung sorgte für einen gewissen Unterhaltungswert und das Problem konnte schlussendlich erst in Makkum gelöst werden. Ein Highlight dieser Reise war eine Reibekuchenorgie in Klintholm. Das Seegat von Schiermonnigoog in pechschwarzer Nacht bei dicken Regenschauern anzulaufen war selbst mit Radar und Plotter ein anspruchsvolles Unterfangen, da kurz zuvor das Fahrwasser verlegt worden war.
    Ein Tipp, der vom Ehepaar Bechem ebenfalls bemerkt wurde:
    Vorsicht beim Tanken in Schweden; viele Automaten, die keine ausländischen Karten akzeptieren.
    Die Reise dauerte 25 Tage, davon 6 Hafentage, insges. 840 sm

    Für das Ehepaar Bechem hieß das Ziel dieses Sommers Schweden. Nonstop von Makkum nach Rendsburg (36 Stunden), von Heiligenhafen bis Malmö konnte der Gennaker voll genutzt werden. Malmö ist ein echtes Erlebnis und ein unbedingtes Muss und war mit seiner tollen Altstadt und einer modernen neuen zentralen Stadtmarina ein echtes Highlight. Weiter ging es quer über das Kattegat nach Grenaa und an der jütländischen Küste runter in die Flensburger Förde. In Eckernförde fand ein Agfs-Ostsee-Treffen mit Mai´s und Dederts statt. Für den Rückweg über die Nordsee nutzten sie ein 24-Std.-Wetterfenster mit SO-Wind nach Vlieland. An 29 Tagen wurden 1023 sm zurückgelegt.
    Tipp: Tanken nur mit schwedischen Karten möglich. Barzahlung wird nicht akzeptiert.

    Auch weit in den Norden hat es unseren Segelfreund Manfred Ketels gezogen. Sein Ausgangsort ist Burgtiefe auf Fehmarn. Er hat Einhand die dänische Ostsee bereist und ist dann drei Wochen in Hunnebostrand geblieben, um seinem schmerzenden Daumengrundgelenk Ruhe zu gönnen. Danach ging es mit dem ersten Ostwind wieder Richtung Süden. Auch ihn erwischte das Seglerschicksal, Wetterfenster finden zu müssen für den Rückweg. Sein Fazit „66% Hafentage, soviel hatte ich noch nie, aber es hat mir gefallen“. Immerhin 425 sm gesegelt, nur 287 sm motort, so wenig wie noch nie! Seine Reisedauer betrug 83 Tage. An 28 davon hat er insgesamt 712 sm zurückgelegt.

    Noch weiter in den Norden hat es Familie Otto gezogen. Drei Männer und eine Frau, die Nonstop von Makkum nach Bergen gesegelt sind. Zwischendurch bei viel Wind und zwei Meter Welle (aber ansonsten gutem Wetter) haben sie“ Mann über Bord Manöver“ geübt. Da diese gut geklappt haben, kam dann die Idee mit dem Rettungskragen. Die Schwimmleine war aber nicht aufs Üben eingestellt und verfing sich unter dem Schiff und Motoren war nicht mehr. In einem Fjord ankern zu wollen, ist bei einer Tiefe von ca. 180 Metern ein durchaus schwieriges Manöver, also musste eine andere Idee her. Mit Neoprenanzug ins Wasser hüpfen durfte dann der Skipper, der sich später nicht mehr daran erinnern konnte, dass wesentliche Körperteile in den letzten 50 Jahren jemals soooooooooooo klein gewesen waren. Am nächsten Morgen fand man dann das Frühstück frei Schiff geliefert mit einer aktuellen Tageszeitung und den besten Wünschen der Hafenverwaltung, und die erste Nacht gab´s auch noch gratis. Wenn man dem Bericht glauben darf, kann auch Dauerregen der Fjordlandschaft nichts anhaben.
    Weitere Aktivitäten waren Gletscherwandern, Anlegemanöver mit Felsnägeln in Steilwänden, jede Menge Hafenfeste. Kreuzfahrer, die Seglern ausweichen, sind auch eher selten, aber es gibt sie.
    Vi liker Norge!!! Reisedauer waren 23 Tage. An 21 davon wurden 1272 sm zurückgelegt.

    Das Ehepaar Reiner und Ingrid Peters hat es dieses Jahr nach Russland getrieben um genau zu sein nach Kaliningrad (mit Lotsen angelaufen) oder ehemals Königsberg. Begonnen haben sie ihre Reise Anfang Juli in Eckernförde, dann weiter nach Polen von dort nach Russland Batijsk als Geschwader mit Regattacharakter und über den Pregel nach Kaliningrad. Zurück ging es über Hel und Leba (dort gab es eine Zwangspause wegen eine Tiefdruckgebietes mit drei Tagen Sturm). Weiter über Kolberg nach Swinemünde, dann Ückermünde, Kröslin Stralsund, Warnemünde und Fehmarn nach Hause.
    Es gab jede Menge an Erlebnissen und noch mehr Tipps zum weitergeben, zum Beispiel: Einklarieren und Zollformalitäten in Russland, Polens Küsten und was es beim Ein- und Auslaufen zu beachten gibt. Die Reisedauer betrug 34 Tage. An 20 Segeltagen ersegelte man 1020 sm.

    Damit verlassen wir nun die Ostsee und begeben uns“ ohne über LOS zugehen“ nach Südengland. Dies war das angesagte Reiseziel des Ehepaar Grone. Der Weg über LOS ging nicht, weil man permanent kreuzen musste und auf der hohen Kante saß. Die Kanalinseln sollten es werden. Auch dieses Ziel war ein Wetteropfer, aber man wird ja erfinderisch. Also hat man kurzerhand eine Zwangspause in Portland fährtechnisch genutzt und nach Guernsey übergesetzt. Aber im Regen hat es auch diese Insel ziemlich schwer, ihr Flair zu verbreiten. Portland hingegen war eine sehr positive Überraschung. Die Keimzelle der olympischen Spiele 2012 biete eine perfekte Infrastruktur. Dazu ein 100 Jahre alter Pub mit freiem Blick auf den englischen Kanal.
    Tipps:
    1.: In Cowes unbedingt in Debbies (db´s) Restaurant den Monkfish mit einer Flasche Margaux probieren!!!
    Wer keinen Rummel mag, sollte die Marina in Poole Downtown gegenüber der Sunseeker Werft vermeiden.
    Wer Rummel liebt, sollte allerdings einen Platz reservieren.
    allerdings einen Platz reservieren
    Und last but not least drittens: In Portland sollte niemand den Cliffwalk verpassen (mit dem Bus runter nach Portland Bill und dann zu Fuß zurück, so hat man auch zurück den Wind raumschots).
    Die Reise dauerte 25 Tage. An den 16 Segeltagen wurden 832 sm zurückgelegt.

    Wir verlassen nun die kühlen nördlichen Gefilde und begeben uns ins Mittelmeer.
    Dort hat Uwe Dubisch sein 8.75 Motorboot von Piombino über Elba nach Korsika, Sardinien und zurück gesteuert. Es wird wohl ein schöner Urlaub gewesen sein, weil an Erlebnissen werden lediglich Starkwind bei Bonifatio mit 2,50 Welle und ein Radlagerschaden auf dem Hinweg erwähnt. Ansonsten gab es Delphine zwischen Elba und Korsika.
    An den 12 Fahrtagen wurden 420 Meilen motort.
    Tipp: Da es auf Korsika keinen Ramazotti gibt, muss der auf jeden Fall in den Reiseproviant.

    Der Urlaubsbericht von Holger Gassner und seiner Einfrau Crew Anke endet mit dem Satz „ungewöhnlichstes Vorkommnis: 13 Reisetage mit schönem Segelwind und 12 Nächte vor Anker bei absoluter Flaute, also wie bestellt!!!!!!!!!!!!!!“ Kann man dem noch etwas hinzufügen? Ja, was es sonst noch so alles zu berichten gab. Die Anschaffung neuer Segel hat den Knotenfaktor gleich in die Höhe gehen lassen. Die türkischen Beißfliegen können sich am Ankerplatz als sehr lästig erweisen. Die Bucht von Alacati muss man nicht zwingender weise an einem Samstag anlaufen, obwohl das Queren eines weitläufigen Regattafeldes sowie das Ankern zwischen gefühlten 500 Surfern und oder Kite-Surfern auch seinen Reiz hat. Auch in der Türkei ist das Preis- Leistungsverhältnis da am besten, wo die meisten Einheimischen anzutreffen sind. Das stundenlange Beobachten von Delphinen ließ bei uns keine Langeweile aufkommen. Eine andere interessante Beobachtung war allerdings, dass die sonst so ruhigen, zurückgezogenen Türken sich untereinander in die Haare geraten können, wenn es um die Eroberung des strandnahesten Ankerplatzes am Nachmittag geht.

    Und nun zum guten Ende noch die Familien Hackert, Mertes und Weise mit ihrem Chartertrip in Kroatien.
    Leonies Bericht liest sich wie folgt:
    In unserem Sommerurlaub vom 16. bis 29 Juli hatten wir 12 schöne Seetage auf einer 43 Fuß großen Sun Odyssey. Die mit 5 Erwachsenen (Jule, Herbie, Udo, Monika und Christian), 3 Kindern (Maxi, Felix und Marvin) und 2 Jugendlichen (Marcel und Leonie) besetzt war. Wir betraten nach einer langen Autofahrt in Pula die Marina Veruda und richteten uns trotz schwüler Wärme im Schiff ein. Das erste Ziel unserer Reise war Mali Losinj, wo wir im Hafen festmachten. Als Nächstes ging es in eine Bucht, in der wir auf 8 Meter Wassertiefe ankerten und das wunderschöne Wetter nutzten um Schwimmen und Schnorcheln zu gehen. Abends liefen wir dann in Cres an und machten an einer Mooringleine fest. Der nächste Morgen war sehr unentspannt. Trotz einer schönen Nacht auf dem Deck weckten uns die Wespen am nächsten Morgen und es blieb uns nichts anderes übrig, als nach Raab in den Stadthafen zu flüchten. Nach einem Tag in der wunderschönen Stadt machten wir am nächsten Morgen einen Motorrollerausflug und konnten somit viele Orte der Insel entdecken. Auf dem Rückweg nach Pula besuchten wir noch Cres und trafen dann einen Tag vor Abreise im Heimathafen der „Katharina 3“ ein. Schon am nächsten Tag war die Abnahme und der Urlaub, der meist von der Sonne Kroatiens geprägt war, aber auch starke Winde und plötzliche Regengüsse mit sich brachte und in dem wir 170 Seemeilen zurückt gelegt haben, auch schon vorbei und es ging auf den Rückweg nach Deutschland. Alles in allem hatten wir viel Spaß trotz der vielen Personen an Bord. Wir haben Kroatien mit seinen Orten, Preisen und seinem türkisen Wasser sehr lieb gewonnen und können es jedem als Urlaubsziel empfehlen.

    Arne Schmidt hat mit seiner Rival 34 innerhalb eines Jahres 3 x den Atlantik überquert:
    Das 1. Mal von den Kanaren via Kapverden nach Martinique 3050 sm ( im Dez. 2008 – Jan. 2009 ), dann im Frühsommer 2009 zurück von Antigua zu den Azoren 2239 sm in 20 Tagen und schließlich im Dez. von Gomera nach Antigua 2700 sm in 33 Tagen ( Dez 2009 – Jan. 2010 )
    Und weil das noch nicht reicht, hat er im Juni diesen Jahres eine 100 Fuß Southern Wind Segelyacht von Antigua über Madeira und Gibraltar nach Genua überführt . Noch einmal 4200 sm. Insgesamt hat er in 1 ½ Jahren rund 18000sm zurückgelegt.
    Einen Preis gibt es für diese herausragende seglerische Leistung auch, aber natürlich erst, wenn Arne mit seinem Schiff wieder zu Hause ist.
    So, das waren nun die Reisen, aber das Verleihen der Preise kommt jetzt und wir beginnen mit Katti Theissen. Sie erhält den Kompasspreis für 12 Jahre Weltumseglung unter teilweise extremen Bedingungen. Katti hat versprochen an einem unserer nächsten Winterabende ausführlich von ihrer Reise zu erzählen. Wir freuen uns darauf und sind schon sehr gespannt.
    Diese Reise hat ihr schönste Flecken der Erde gezeigt, ihr aber auch das Schlimmste angetan, was nur schwer zu verkraften ist. Sie hat ihr das Liebste genommen, „den Menschen, der ihr am vertrautesten war“. All das hat sie mit Fassung ertragen und sich den Weg ins Leben zurückgekämpft. Ich freue mich ganz besonders, sie heute hier in unserer Mitte begrüßen und ehren zu dürfen.

    Die AGFS Trophy wird dem Ehepaar Peters für ihre beeindruckende Reise nach Kaliningrad zuerkannt. Wir freuen uns jetzt schon auf spannende Erzählungen und viele Infos.
    1. Preis des Fahrten Wettbewerbes geht an die Familie Otto für Ihre Reise nach Norwegen. Wer schon einmal in Norwegen war, weiß, dass selbst Dauerregen einer Fjordlandschaft wirklich nichts von Ihrer Schönheit stehlen kann. Sie ist einfach atemberaubend schön.

    2. Preis des Fahrten Wettbewerbes wird dem Ehepaar Grone verliehen für ihren Trip über die Nordsee in den englischen Kanal. Auch eine Reise, die zeigt, dass Wetterunglücke auch nette Seiten haben können.

    3. Preis des Fahrten Wettbewerbes darf das Ehepaar Bechem mit nach Hause nehmen für Ihren Ostseetrip mit dem Höhepunkt Malmö oder sollte man sagen, der seglerische Höhepunkt war das Gennaker segeln?

    So, zwei Preise haben wir noch zu vergeben. Den Preis für eine Reise mit einem kleinen Schiff geht dieses Jahr an Uwe Dubisch für seine Inseltour Elba – Korsika - Sardinen mit einem 8,75 kurzen Motorboot.
    Der Familienpreis kann dieses Jahr eigentlich nur an unsere Kroatien- Chartercrew gehen, drei Familien mit zusammen 5 Erwachsenen, drei Kindern und zwei Jugendlichen ist ein echt bunter Mix und garantiert nicht immer einfach zu handhaben und hat trotzdem allen Spaß gemacht

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    TÖRNS 2009
    Bebilderter Bericht. Bitte klicken auf Fahrtenwettbewerb 2009


    Hier der Bericht nur als Text
    AGFS - FAHRTEN 2009
    „TÖRNS 2009“

    Vortrag von Barabara Pellenz während unseres Grünkohlessens am 20.11.2009
    Moin, moin liebe Wind- und Wassersportler,

    auch für dieses Jahr haben wir den Schuldigen an den Törns 2009 bereits ausgemacht. Es war wie jedes Jahr mal wieder das Wetter, welches es bis heute noch nicht fertiggebracht hat entweder den Wetterbericht zu hören oder ihn zu verstehen, geschweige denn sich in auch nur irgendeiner gearteten Form danach zu richten. Ich weiß nicht, wie Ihr das seht, aber ich kenne nicht viele Berufsgruppen, die Ihr Berufsfeld so schlecht im Griff haben wie die Meteorologen, wenn man mal den Sachverständigen Rat der 5 Wirtschaftsweisen beiseite lässt.
    Ob da wohl doch noch eine andere überirdische Macht am Rad dreht?

    Frei nach dem Motto: „Ich verstehe was du sagst, aber nicht was Du meinst“ hat das Wetter mal wieder nur das gemacht, was es selber für angebracht gehalten hat und wir mussten einfach damit leben, man könnte auch sagen „LEBEN LIVE“

    Aber für die meisten war es in dieser Saison für den Urlaub ganz OK, nicht so viel Wind wie im letzten Jahr aber auch teilweise zu kühl.

    Bevor wir uns nun intensiver mit den Törns beschäftigen ein paar Wort zu unserem
    jüngsten Seglernachwuchs.
    Auf jeden Fall kann man berichten, dass sowohl Jill Palland als auch Lisa Mai segeltechnisch im OPEN Bic oder OPTI B respektive C eine gute Saison gesegelt sind. Lisa hat bei einer durchschnittlichen Teilnehmer Zahl von 15-29 Booten zweimal einen Zweiten Platz bei den Opti C Regatten und einen 7.und eine 4. Platz bei den Opti B ersegelt.
    Jill hat beim World Open Cup in Medemblick in der U12 Wertung einen hervorragenden 6. Platz ersegelt. Jill liegt in der deutschen Rangliste bei den Open Bics overall auf dem 5. und in der Rangliste der U12 auf dem zweiten Platz.
    Das sind ganz beachtliche Leistungen. Da kann man nur gratulieren und weiter so Ihr Beiden.


    Da wir in unserem Anmeldeformular mittlerweile eine Rubrik haben die sich „Tipps zum Weitergeben“ nennt und auch der Eine oder Andere dort aufgetaucht ist, werde ich die Gelegenheit hier nutzen, um diese Tipps auch weiterzugeben.

    Die von uns besuchten Urlaubsreviere sind in diesem Jahr:

    der Atlantik, Mittelmeer und die Karibik zum einen, die Nordsee bis Schottland und die Ostsee als unsere Seglerheimaten sowieso, das Ijsselmeer und die friesischen Seen und Inseln, aber auch eine Fahrt mit dem Motorboot auf der Peene bis Polen war diesmal dabei.

    Die Summe der zurückgelegten Seemeilen beträgt: sage und schreibe 20517 Seemeilen

    Eli und Horst Schumacher Northwind 50 „AQUABELLE“
    Reisetage: 25 689 Seemeilen
    Nach 3 ½ Jahren Puerto d´Antrax wurde die Aquabelle per Tieflader in die Ostsee gebracht wo das Ehepaar Schumacher nach dem Einbau einer Selbtwendefockschiene eine Törn in die geliebten westschwedischen Schären gemacht haben und dabei feststellen durften, dass eine solcher Törn für Mallorkinische Sonnenanbeter und Warmwasserbadende eine echte Herausforderung sein kann.
    Tipps:
    Dänemarks Ostseeküste vor Jütland hat mächtig aufgerüstet und bietet sehr gepflegte Häfen. Läso im Kattegat hat einen ganz besonderen Reiz für Fisch- und Langustenfans. Und die westschwedischen Schären bieten schier unerschöpfliche Plätze in gemütlichen Häfen und an stillen Ankerplätzen.

    Liebe Eli, lieber horst sicherlich könnt ihr noch an die alten Zeiten beim „ Meilenfresser“ erinnern. Da gabs mal eine Rubrik für Trailerboote und getrailerte km. Ich glaube damls hättet ihr weit vorne gelegen......


    Simone de Paauw u. Wolfgang Thiele MY Claire Carver 33 10m

    vom neuen heimathafen Schevener Hof an der Ruhr über Duisburg und Rhein nach NL. Ursprüngliches Ziel Vlieland aufgrund schlehten Wetters gekippt. Über Kanäle zum Dortmund – Ems – Kanal zurück zur Ruhr. Ausführlicher Bericht auf der Homepage der AGFS.





    Wilhelm und Edelgard Leimkühler HR 38 „CLARISSA“
    Reisetage : 146 1000 Seemeilen
    Karibik Segeln mit dem dort bekannten Passatwetter mit Winden zwischen ENE und ESE mit bis zu 40 Knoten Geschwindigkeit und Treffen mit Arne Schmidt der die eine oder andere Reparatur am Boot durchführt. Gesegelt wurde von Grenada über Union Island in die Tobago Cays. Außerdem wurden St. Lucia, Martinique, Domenica und Guadeloupe besucht. Auf dem Rückweg hat man noch die Islet des Saintes, Nevis, die Bay St Kitts und St Marten heimgesucht.



    Christel und Bernhard Wiesing Compromis 999 „EQUINOXE“
    Standortmeldung 21 betitelt Brasilien per Bus (einmal keine Segelei)
    Der Bericht den ich Euch hiermit allen an Herz legen möchte (er steht auf der AGFS Homepage) werde ich hier nicht zitieren Ihr sollt nur soviel wissen: er behandelt Brasilien, Argentinien und Paraguay. 17 bezaubernde echt lesenswerte Seiten!!


    Katti Theissen und Manfred Günter HR 38 „FREIHEIT“
    dazu kann man eigentlich nur sagen, dass ich hoffe bald wieder etwas von den Beiden zu hören. Schön ist, dass Katti einen Mitsegler gefunden hat der Ihr half die Freiheit um die afrikanische Küste entlang und das Kap der Guten Hoffnung zu bringen. Wobei ich mich schon mal ernsthaft gefragt habe ob es für ein Schiff dass die Welt gesehen hat etwas anderes als Heimat geben kann als die Weltmeere. Dies ist aber wohl eher eine philosophische Betrachtung. Katti war den Sommer über in D und in den USA bei ihren Kindern und Enkeln. Zur Zeit ist sie wieder an Bord und wird demnächst den großen Schlag nach Norden antreten.


    Horst und Monika Guntermann Contest 43 “HELLI”
    3 Wochen. Davon 1 Woche rund IJsselmeer 350 Seemeilen
    Eine Inseltour über Norderney, Baltrum zurück nach Vlieland und ein wenig Ijselmmer können auch einen entspannenden Urlaub bilden.

    Tipps:
    Die Insel Baltrum ist auch mit 1.75.m Tiefgang von Norderney aus nur durchs Watt erreichbar. Der Hafen fällt trocken man liegt aber in weichem Schlick. Baltrum ist eine sehr schöne idyllische Insel ohne Autos und Fahrräder. Das einzige KFZ ist ein Krankenwagen. Der Platzwart des Flughafens ist auch gleichzeitig der Hafenmeister.


    Marianne und Horst Dedert Westerly 33 „LADY MARY“
    Reisetage: 29 661 Seemeilen
    2009 sollte wieder ein Versuch sein nach Schweden zu kommen, doch die Tour musste Wetterbedingt auf das nächste Jahr verschoben werden. Als Entschädigung gab es nette Treffen mit Freunden oder Seglern aus dem vergangenen Jahr. Die Urlaubslektüre „Immer wieder Drejö, nie wieder Calais“ sorget für das nächste Ziel und man fand eine Hafen mit 30 Liegeplätzen und ländlicher Idylle der aber zu abgeschieden lag. Aber was wäre ein Urlaub ohne Reparaturen? In diesem Fall war es ein gebrochenes Fockfall. Im NOK bei Windböen bis 10 bft vor Top und Takel Lage schieben ist aber bestimmt nicht angenehm. Dank Udo bekam man auf Norderney doch noch einen Platz in einer Box im überfüllten Hafen und hatte noch schöne tage Inselurlaub bei schönem Sommerwetter.


    Wiltrud und Rainer Bechem Contest 43 „LA MER“
    Anita, Lisa und Thomas Mai Rival 38 C „LANITA“
    Reisetage:23 Seemeilen 572
    Frei nach dem Motto „ein Sommerurlaub in Boulogne mit einem dreitägigen Ausflug nach Dieppe“ handelten dieses eben genannte Segler. Eigentlich hätte man wunderschön nach Westen segeln können wenn nicht kurz vor Urlaubsbeginn die NE Wetterlage zu einer Westwindlage wurde. Man traf sich in Nieuwpoort und startete am nächsten Tag Richtung Boulogne. Dort wurden wir von einer freundlichen Hafenmeisterin empfangen in die Boxen eingewiesen und die Leinen wurden angenommen. Welch ein Service!! Erst der Wind, dann ein kaputtes Getriebe (ich sage nur Mietauto, ein nächtlicher Ausflug nach Dordrecht mit einer Flasche Rotwein als Schlafmittel und am nächsten morgen war wie bei den Heinzelmännchen das Getriebe repariert) sorgten für einen längeren Aufenthalt, den man sinnvoll zu Tagesausflügen auch mit dem Mietauto genutzt hat. Auch in Dieppe hat sich in den letzten Jahren viel getan. Nach dem größten und längsten Feuerwerk zum 14.07. in Dieppe konnten weder England noch Le Havre windbedingt angelaufen werden. Deshalb fuhr man wieder nach WOHIN WOHL????? Boulogne!!. Von dort trat man den Heimweg an und hatte endlich gute Segelbedingungen.
    Auch hier ein herzliches Dankeschön für einen ausführlichen Bericht mit vielen Bildern





    Udo und Roswitha Skiebe Malö 34 „MA VIE“
    Udo und Monika Hackert
    mit Leonie und Marcel Fellowship 33 „PADUA“
    Doris und J.M. Müller Hanse 34 „MIRINGA“
    Reisetage: 20 415 Seemeilen

    Gesegelt wurde in der Ostsee und getroffen haben sich die drei Familien in Laboe. Von dort aus ging es via Maasholm, Kappeln und Sonderburg nach Kalvö und zurück ging es via Lyö nach Damp durch den NOK nach Dokkum.
    Skibbies hatten etwas Stress weil man das neue Boot noch nicht wirklich gut kannte und die Ersatzteilbeschaffung funktioniert nicht nur per Auto Herr Mai es geht auch per Zug. Also liebe gemeinsame Urlauber musstet Ihr unbedingt nach Damp fahren damit eure Mädels auf dem Tisch tanzen, dass nächste Mal wollen wir das hier haben.

    Martin und Susanne Budde Bavaria 37 “RAYA”
    Reisetage: 33 1100 Seemeilen
    Reiseziel war Portugal um genau zu sein nach Povoa de Voisim und gestartet war man in Stavoren. Eine kaputte Sail-drive Kupplung sorgte schon zu Beginn für einen längeren Zwangsaufenthalt in Enkhuizen.
    Leider das wörtlich Zitat der Crew im Reisebericht:“ Ansonsten können wir die Reise bis La Coruna als SEGELN ZUM ABGEWÖHNEN betiteln, Wind und Welle gegenan sowie die Fischer und die Netze gehen auf die Nerven.
    Die Reise der Raja ist noch nicht beendet. Martin und Susanne wollen im Frühjahr noch weiter bis in die Türkei.
    Tipps:
    der Hafen in Povoa, hier stimmen Preis – Leistung + Freundlichkeit, wird auch der Kletthafen genannt.


    Arne Schmidt+ henrieke Berg, Rival 34 „ seven Seas „
    Reisetage 1 Jahr (an Bord) ca. 7500 Seemeilen
    Kanaren - Kapverden – Karibik – Azoren – Madeira – Kanaren -->
    Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass Arne dieses Jahr schon zweimal den Atlantik überquert hat und das dritten Mal gerade in Angriff nimmt. Das erste mal war man zu dritt, einmal Einhand und nun gehts wieder zu zweit los. Lieber Arne ich hoffe du hältst uns auch weiter per E-mail und Skype auf dem Laufenden Außerdem hoffen wir alle dass dein neuer Job in der Karibik dir und Henrieke hilft, die Welt noch etwas weiter zu erkunden.
    Danke auch für die vielen schönen Bilder, die heute als Hintergund laufen!
    Auch die Berichte von der Seven Seas zum Nachlesen auf unserer homepage.


    Holger Gassner Amel Maramu „SEUFEL“
    Reisetage: 20 325,85 Seemeilen
    Das Segelrevier war dieses Jahr die türkische Ägäisküste, welche für Sonnenanbeter und solche, die es richtig heiß mögen, als Segelrevier zu empfehlen ist. Erfahrungen wie gefühlter Wind im Hafen deutlich mehr als auf See, wunderschöne Ankeplätze an denen man bei 15m Wassertiefe den Anker klar und deutlich sehen kann, Windschwankungen von 5 bft innerhalb einer Stunde, dichter Seenebel trotz der Hitze, die Erfahrung dass man für das Einziehen eines neuen Falls bei Starkwind gut und gerne einen ganzen Tag benötigt und dass man mit holländischem Gouda in türkischen Gewässern einen Fisch angeln kann gehörten zu den diesmaligen Urlaubserfahrungen.

    Tipps:
    Gebiet vor Ayvalik nicht bei Starkwind anlaufen; schönes Segelrevier mit vielen Buchten und Ankermöglichkeiten, im Hochsommer nur für „Hitze“ Freunde zu empfehlen, vor Ort typisch türkische Gerichte in einem Locante essen.



    Frank und Uta Grone Dehler 36 SQ „SPIRIT OF DIANA“
    Reisetage 26 414 Seemeilen
    Geplant war eine Reise zum Limfjord und daraus wurde (in diesem Fall Dank dem Wetter) der schnelle Weg zum SYLT Fan. Und wenn dann der Zufall auch noch Freunde in die gleiche Gegend spült, nennt man das einen entspannten Urlaub in lässiger Atmosphäre.
    Tipps:
    Hörnum ist eine ideale Station für einen längeren Sylt Stop-over. Ein Mietauto sollte aber her. Die Ruhe im Hafen, Internet, geschützte Lage, nettes Club Volk und die Strandperle von Ole und Knud machen den Charme aus.

    Manfred Ketels Ohlsen 8:8 „STUPS“
    Reisetage: 106 673 Seemeilen
    Eine Einhand Reise in der Ostsee über die ehemaligen ostdeutschen Gewässer nach Bornholm und an der schwedischen Südküste zurück nach Burgtiefe.
    Der längere Aufenthalt auf Bornholm wurde unter anderem auch zu Fahrrad touren genutzt. Allinge hatte in dieser Zeit ein Jazzfestival zu bieten. Leider hat dann ein Grundgeschirr das Anker Auf Manöver zu einem echten Kraftakt werden lassen. Über Skanör (sehr voll) ging dann doch relativ flott nach Heiligenhafen wo viel Zeit blieb zum Faulenzen, Fischessen und Lesen.

    Tipps:
    Die alten Hansestädte Wismar, Stralsund, Greufswald sind sehr schön restauriert. Neuhof und Seedorf sind empfehlenswerte kleine Häfen. Sassnitz: die neue Steganlage ist schon vor Inbetriebnahme immer och baufällig. An der Mole liegt man bei Starkwind aus NE durch von SE hereinkommenden Schwell extrem ungemütlich. Die Häfen auf Bornholm Svaneke, Gudjem, Allinge sind seht schön, aber das weiß schon jeder. In Hanö ist der Ankergrund sehr weich, und man kann Grundgeschirr einfangen. In Kaaseberga liegt man schon bei leichtem Ostwind unruhig.





    Harald Muckerheide E+A 40 “URALIMA”
    Reisetage: 23 180 Seemeilen
    Harald hat einhand bei schönem Sommerwetter die Fahrt von Emden nach Borkum einhand zurückgelegt und auf dem Rückweg ist Sohn Rolf bis Norderney mitgesegelt.


    Und nun unsere diesjährigen Preisträger:

    Kurt (81) und Roswitha (69) Schulze Waarship 7
    25 Windrose (Familienpreis)
    Reisezeit von Ende Juni bis Anfang September
    Besegelt wurden die dänischen Gewässer bis zum Kattegat und zurück und in den letzten zwei Wochen war der Seglernachwuchs in Persona ihrer zwei Enkelsöhne im Alter von 5 und 9 Jahren dabei, und „es konnte nicht schöner sein und hin und wieder tolles segeln“ bemerkt die Windrose Crew.








    Heinrich Boltendahl und Monika Ruloff
    Waterland Motorboot 27 Fuß “NÄSHÖRN”(Kleinem Schiff)
    Reisetage: 42 913 KM oder 493 sm
    Die Reise der Motorboot Crew durchquerte Mecklenburg Vorpommern, Brandenburg und der Wendepunkt war auf dem Peene Fluß in Malchin in Polen und vom Wetter her gesehen war es auf der Reise insgesamt zu kühl. Das Festmachen am Ufer am Baum fand die Polizei war nicht so komisch hat aber von einer Strafe Abstand genommen. Unser ältestes Paar unterwegs wurde nach eigenen Angaben immer freundlich aufgenommen (für einen Kasten Bier tut man viel! Auf der Peene selten Ausländer, die alten Seilschaften der DDR scheinen noch gut zu funktionieren. Die Peene selbst ist durch Torfgräben,die sich weit ausbreiten, heute bewachsen durch Schwarzerlen, Schilf und Büsche gekennzeichnet. Muss man mit dem Boot nicht noch einmal hin. Auf der Reise sehenswert war das Schloss Oranjenburg.


    Zuerst kommen nun 2 Reisen,die zwar zeitlich zu den Kurztripps gehören, aber dennoch seglerisch sowie sportlich sehr interessant sind



    „Mal eben nach England“:
    Till Klophaus Centurion 32 „LINA“ (Cruising Preis)
    Reisetage 8 485 Seemeilen
    Eine Shopping Tour mit LINA nach England war geplant, um dort zwei Schlauchboote abzuholen statt den langweiligen und teuren Postweg zu nehmen. Also von Lemmer nach Burnham-on-Crouch und zurück. 6 Meter Tidenhub ist nicht von Pappe. Das zur Verfügung stehende Zeitfenster für den Anlauf war relativ klein. „ leider waren die Jungs zu schnell, so dass sie 7 stunden Auf und Ab segeln durften bis das Einlaufen klappte.
    Gelernt hat man unterwegs, dass der Regattamodus auf See nichts taugt, dass man bei
    30 ° Schräglage nur bedingt kochen kann und dass man auf der Nordsee auch Delphine sehen kann.
    Tipps: Traut Euch, „Finest Sausage“ Grillwurst schmeckt besser als sie aussieht. Ansonsten ist Burham nur zum Schlauchboot kaufen geeignet.




    Mal eben nach Helgoland:
    Christian Weise und Udo Hackert Westerly 31“FIETJE IV” (Cruising Preis)
    Fellowship 33 Padua (Cruising Preis)
    Reisetage 8 325 Seemeilen

    Kurz und knapp gesagt einmal Helgoland und zurück war der Plan,der eines langen Abends an Bord bei mehreren Gläsern „Milch“ ausgeheckt wurde,

    und das ganze mit 5 Männern auf zwei Schiffen. Fazit: auch in einer Woche kann man jede Menge Segeln und Spaß bekommen - hat Wiederholungspotenzial!!!
    Tipps:
    Helgoland im Frühjahr ist halb so schlimm weil nicht so voll und wer Dick van Dijk nicht kennt hat echt was verpasst.


    Henrieke und Norbert Otto HR 39 BLAUE Maus II Cruising Preis
    Reisetage 3 Wochen 1000 Seemeilen
    Titel der Reise könnte sein: „Rund um Dänemark über Norwegen“.
    Die Familie Otto bestehend aus Norbert und Henrieke mit ihren erwachsenen Söhnen Matthias und Tobias hat im Oktober letzten Jahres ihre in Southhampton vom Voreigner übernommene HR39 unter härtesten Bedingungen nach Makkum überführt. In diesem Jahr sollte ein alter traum verwiklicht werden: Der 1.große Törn ging non stop von Makkum nach Mandal in Südnorwegen, dann ein Stück die norwegische Küste entlang und von dort nach Laesö und von dort durch den kleinenBelt nach Kiel, und dann auf die Rennstrecke aller Hollandsegler,die nach Hause wollen mit kleinen Abweichungen: NOK - Helgoland -Vlieland – Makkum. Eine beeindruckende Reise, die zeigt was auch in nur 3 Wochen möglich ist.




    Waltraut und Peter Degenhardt (Cruising Preis) Moody 332 „OLIVIN“
    Reisetage : 28 759 Seemeilen
    „Scotland the Brave“ mit der Olivin nach Schottland ist der Titel des Reiseberichtes der sich sehr spannend liest, Start in Workum – dann Peterhead – durch den Caledonien CanalLoch Ness (ohne Nessie) - auf den Atlantik dann ein Stück die beeindruckende schottische Küste entlang. Man kann spüren, dass das Segeln richtig Spaß gemacht hat und die Wetterkapriolen mit teilweise sehr viel Wind und heftigem Regen einfach nur gut überbrückt werden konnten. Um dorthin zu gelangen muss man aber auch ein paar Nachtfahrten in Kauf nehmen (in diesem Fall waren es 4) die mit dem geübten Wachwechsel und der im 10 Minuten Turnus klingelnden Eieruhr anstandslos funktioniert haben. Das heißt im Klartext alle 10 Minuten antreten zum Rundumblick mit dem Ergebnis keine Schiffe zu sehen
    die nächste Bohrinsel passieren wir im sicheren Abstand,
    die Segel stehen
    das Schiff läuft, der Kurs stimmt
    alles in Ordnung also Eieruhr stellen und 10 Minuten weiterträumen.
    Auch die Beiden durften die Erfahrung machen, dass Plug und Play nur bedeutet „PLUG IN und PLAY LATER“, aber am Ende klappte es dann doch.
    Daß Schottland ausser 30 Schleusen im Kanal aber auch Linksverkehr und das auch im Kreisel zu bieten hat, war wohl für Waltraut im Mietwagen eine noch nicht so erlebte Erfahrung.


    Freddy und Bruni Vaupel Moody 425 “CARIÑO” (Kompasspreis)
    Reisezeit vom 08.05. – 02.08 2009 2166 km oder 1170 sm
    Wie schafft man es bei der gerade genannten Distanz 235 Schleusen zu bewältigen und insgesamt 350 Liter Diesel zu verbrauchen. Ganz einfach man überführe ein Schiff von Rendsburg am NOK nach Port St. Louis im Mittelmeer binnen, was bei dem Tiefgang (1.70m) doch das eine oder andere Mal zu deutlichem Herzklopfen geführt hat. Um genau zu sein, der Mast ging per LKW ins Mittelmeer (bringt drei cm weniger Tiefgang) und wartete dort geduldig auf den Rest. Die Schleusen wurden zum Teil bedient und manche eben auch nicht, Tunneldurchfahrten mit Treidelpfad gehörten aber auch zum Programm. Auf dem Kanal des Vosges hat man meistens nur 10 cm Wasser unter dem Kiel, was so gerade noch als eine Handbreit definiert werden kann, weniger wäre dann doch nur eine Handvoll Wasser. Die Quintessenz lautet: da wir genug Zeit hatten, konnten wir an allen interessanten Orten verweilen. Mit einem Schiff mit weniger Tiefgang hätten wir entspannten in den Kanälen fahren können.
    Dieser interessante Reisebericht mit vielen Photos wird auf der Internet Seite veröffentlicht werden, ebenso wie alle anderen interessanten Langberichte. Das Lesen kann ich nur wärmstens empfehlen. Vielen Dank an dieser Stelle.


    Uwe Schorn Rival 38 A „ELBE LADY“ (AGFS Tropy)
    Reisetage: 4 Wochen Überführung 1560 Seemeilen
    Was passiert, wenn man sein neues Traumschiff an der Algarve findet?
    Tja, ein schöner Überführungstörn für den Jahresurlaub ergibt sich plötzlich:
    Das Fazit nach 4 Wochen lautet: 1560 Meilen und die Erkenntnis einen tollen Törn mit einer Supercrew und meinem Traumschiff gemacht zu haben. Eine Reise, wo wir nicht eine Reparatur hatten, machte sehr, sehr zufrieden und führte bei der Crew am Ende zu folgendem Tenor „ Von mir aus könne wir sofort wieder los“ oder „Die Reise war 5 Jahre zu kurz“.
    Das man einen Berufskollegen auf dem Altantik in Cascais trifft hat auch seinen Reiz. passiert aber sonst eigentlich seltener. und dann auch noch aus versehen an einer Regatta teilnehmen kommt mindesten genau so selten vor.

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