SY Fenua Ura

die Übersetzung soll sein „Insel der Glücklichen“

Typ: 7KR Yawl 
Länge: 11,65 m 
Breite: 3,30 m 
Tiefgang: 1,70 m 
Gewicht: ca. 10 t 
Segelfläche: ca. 70 m² 
Material: Stahl; ab Oberkante Scheuerleiste Edelstahl 
Konstrukteur: Kurt Beister, Norderney 
Stahlbau: Helmut Bross Innenausbau, sowie 
Einbau des Motors und der Schiffstechnik: Heinrich + Ulrich Boltendahl 
Elektrik, Entwurf und Anschluss: Andre Feldin. 
Historie: Die „kleine“ Schwester der Helli wurde in den 70 er und 80 er Jahren zusammen mit 
einigen anderen Kaskos in Duisburg gebaut. Alle anderen Schiffe wurden fertiggestellt, nur 
die FENUA-URA sollte noch einige Jahre auf ihre Vollendung warten. Wie nicht anders zu 
erwarten, wurde der Kontakt zwischen dem Verkäufer und den Boltendahls durch Horst 
Guntermann hergestellt und das Geschäft schnell abgewickelt. Der erste Anblick des Kaskos 
ließ den zeitlos schönen Riss erahnen, aber auch die enorme Arbeit die uns erwartete. 
Heinrich war immerhin schon 73 Jahre jung. Schnell nochmal Urlaub mit der „Tiede“ rund Fünen
und dann ging es los. Transport von Duisburg nach Essen-Heidhausen. Alleine der Trailer 
wiegt 5,5 Tonnen und das Kasko ohne Innenausbau bereits 8,5 t. Dies sollte eigentlich das 
Fertiggewicht sein! Der Sattelschlepper ist 18 m lang und muss in eine Anliegerstrasse.Alles Millimeterarbeit; Heinrichs Garage wurde als Werkstatt umfunktioniert, das Kasko 
überdacht, eingerüstet und eine ordentliche Treppe vorgesetzt. Es wurden verbaut: ca. 40 L 
Grundierung für die Innenkonservierung, ca. 170 m² Sperrholz, 5 bis 6000 Edelstahlschrauben,
mehr als 15 kg Klarlack, 3500 m Elektrokabel, etliche Meter Wasser- und Kühlschläuche sowie 
unzählige Schlauchklemmen. 120 Kg Epoxispachtel, diverse Liter 2-Komponenten Grundierungen 
und Lacke und, und, und….. Den generalüberholten Motor OM 636, mit einem ZF Getriebe 
ausgelegt für 150 PS, durfte ich erst nach einem ausgedehnten Probelauf aus einer Werkstatt 
in Xanten mitnehmen. Die neuen Masten und Bäume lagen bei Helmuts Bruder gut verpackt in 
einem Regal in Essen. Nach genau einem Jahr intensiver „Freizeitgestaltung“ wurde die 
"FENU-URA" im Juli 1999 nach Lelystad transportiert und in Dienst gestellt.Das durch Verbau der vorgenannten Materialien zu hohe Endgewicht von ca.11t wurde im 
ersten Winter durch Reduzierung des Bleiballastes auf ca. 10t gebracht. Die erste große 
Probefahrt ging dann, auf Wunsch von Heinrich, nach Bergen in Norwegen. Es folgten weitere 
Fahrten zur Ostsee, nach Belgien, Frankreich und England. Aktueller Liegeplatz ist in Makkum.
Fahrgebiet: Ijsselmeer, Watt und Nordsee Der relativ junge Klassiker fällt immer wieder auf 
und wir werde des Öfteren von fremden Seglern gefragt: Ist das eine Beister? (immer zu 
erkennen an dem asymmetrischen Einstieg). Schnell kommt man dann ins Fachsimpeln. 
Im Internet unter „Kurt Beister“ mal googeln. Anlage von Horst Guntermann: 1978 hat Horst Guntermann auf dem Hinterhof einer 
Papiersammelstelle in Duisburg ein paar Schiffsbauer angetroffen, die Beister-Yachten von
der Kielsohle bis zum fertig ausgebauten Traumschiff selber gebaut haben. Dort stand auch
die Fenua-Ura  als Kasko, die von Helmut Bross, einem Computerfachmann bei Thyssen, seit
Anfang der 70er selbst geschnitten, gebrannt, geformt, getrieben und geschweißt worden ist.
Im Unterwasserschiffbereich in Stahl und oberhalb in Edelstahl. Alles in Handarbeit und
praktisch ausschließlich mit viel Muskelkraft. Schon 1979 stand im Maschinenraum des schönen
Kaskos mit den wunderbaren Linien ein herrlich restaurierter MAK Diesel, der aber dann doch
später Platz für einen OM636 machen musste, obwohl er nie seine Leistungsfähigkeit unter
Beweis stellen konnte. Wenn Helmut gefragt wurde, wann seine Yacht denn endlich mal ins
Element eintauchen darf, antwortete er regelmäßig: "am 16. Herbst". Fast 20 Jahre später,
im Jahre 1998, -die Yacht hat immer noch nicht das Wasser gesehen und der Innenausbau
fehlte gänzlich, bekam Horst Guntermann einen Anruf von Helmut, in dessen Verlauf die 
Frage gestellt wurde, „kennst Du jemanden, der Spaß an meinem Schiff haben könnte, 
ich will es verkaufen“? Ungläubig und geschockt, kam dennoch spontan die Antwort: 
„ja – Heinrich Boltendahl!“ Gesagt- getan, der Deal wurde Wirklichkeit und wenig später 
stand der Kasko im Vorgarten in Heidhausen, was wiederum Tochter Christel die Zornesröte 
ins Gesicht getrieben hat. 
Dies hat sich aber nach kurzer Zeit wieder gelegt, da sich Sohn Ulrich und Enkel André
angeboten haben, die anstehende Arbeit gemeinsam zu stemmen.

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